Im Oktober des vergangenen Jahres, übernahm der Diplomsportlehrer Wolfgang Vinz, der bis dahin als Sportlehrer Bw Truppe im VBK 81 in Halle eingesetzt war, die Leitung des Dezernat Sport im Wehrbereich III.
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Gemeinsam mit fünf weiteren Sportlehrern Bw Truppe sind sie für die sportliche Betreuung von Soldaten und Zivilbediensteten im Zuständigkeitsbereich WB III, die Beratung der Kommandeure/ Dienststellenleiter in allen Fragen des Sports, die sportliche Aus-, Fort- und Weiterbildung der Soldaten und Soldatinnen, die Zusammenarbeit mit zivilen Dienststellen wie Landes- und Kreissportbünde, lehrgangs-gebundene Ausbildung von Rettungsschwimmern, Konditionierungs-lehrgänge für militärische Führer, für fliegendes Personal der Bw, Lehrgänge zur Prävention von Übergewicht und seinen Folgeerkrankungen und, und, und ..... verantwortlich.
Im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung bieten die Sportlehrer jedes Jahr eine Vielzahl sportlicher Ausbildungsvorhaben an. Neu ist dabei der Lehrgang "Erhalt und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit für Soldatinnen", der in diesem Jahr vom 19. bis 23. März in Oberhof stattfand. Leistungsdifferenziertes Training unter Berücksichtigung aufgaben- und geschlechtsspezifischer Merkmale sowie der immer höhere Anteil an Frauen in der Bundeswehr bildeten die Grundlage für diese Ausbildung. 16 Soldatinnen und zivile Beschäftigte reisten am Montag bei schönsten Frühlingswetter zur Sportfördergruppe der Bw OBERHOF an und konnten sich auf eine vielseitige Woche freuen.
Neben der sportlichen Betätigung zum Erhalt und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit hatte der Lehrgang zum Ziel, Beitrag zur Gesunderhaltung, Erhöhung der Bereitschaft zum regelmäßigen Sporttreiben, Kenntniserwerb über Grundlagen des Sports in der Bundeswehr unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Merkmale sowie das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Durch die beiden durchführenden Sportlehrer, Vinz und Dr. Kühl, wurden in kurzen theoretischen Einführungen die Grundlagen der Trainingslehre und Sportmedizin erläutert. Doch dann ging es gleich zur Sache. Das sportliche Angebot reichte von Nordic-Walking über Aqua- und Funktionsgymnastik bis hin zur Konditionierung durch kleine Spiele. Sogar die Skisprungschanze am Kanzlersgrund mit ihren 632 Stufen wurde erklommen. Höhepunkte der Woche waren die Wettkämpfe im Schießen mit dem Biathlongewehr bzw. im Bowling. Aber nicht nur das sportliche Training war sehr abwechslungsreich, auch das Wetter hielt Überraschungen bereit. Am Mittwoch begann es stark zu schneien und Oberhof verwandelte sich in ein Wintermärchen. Dies hatte zur Folge, das ein geplanter Biathlonwettkampf am Donnerstag nicht durchgeführt werden konnte und durch eine 12 km Tiefschneewanderung auf dem Kyrillgeschädigten Rennsteig ersetzt wurde, bei der einige Teilnehmerinnen die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreichten. Eine spätere Revanche glückte gegen die Sportlehrer durch eine Schneeball-schlacht.
Am Ende des Lehrgangs zogen Sportlehrer und Teilnehmerinnen eine positive Bilanz. Stand Verbesserung der Leistungsfähigkeit auch im Vordergrund, so soll der Sport vor allem eins: Spaß machen.
Fazit der Sportlehrer: " Alle Teilnehmerinnen zeichneten sich gegenüber manchen männlichen Artgenossen durch eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft sowie viel "Geschnatter" aus. Nur die regelmäßige sportliche Betätigung trägt dazu bei aufgebaute Grundlagen zu erhalten bzw. sein sportliches Leistungsvermögen zu verbessern. Nutzen sie die Möglichkeiten, die die ZDv 3/10 "Sport in der Bundeswehr" in Verbindung mit dem Allgemeinem Umdruck 3/109 sowie den Weisungen der Inspekteure des Heeres und der Streitkräftebasis für die Sportausbildung in der Bw, festlegen."

Dennoch machen wir uns nichts vor, die Störfaktoren für regelmäßige sportliche Betätigung sind manchmal groß und der "innere Schweinehund" wächst bei manchem mit dem Gewicht und dem Alter.
Trotz alledem - Sport frei !!!!!
Text: Kathrin Möbius,Wolfgang Vinz , WBK III
Fotos: Pressestelle WBK III




