Jubiläum mit Spitzensportlern: 50 Jahre Sportschule. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: 228 Medaillen gewonnen, davon 82 Goldene. Insgesamt 774 Bundeswehrsportler und -Sportlerinnen repräsentieren Deutschland auf internationalen Wettbewerben. Seit der Wende gewannen die Athleten in Uniform 500 Weltmeistertitel.

Dies ist auch ein Verdienst der Sportschule der Bundeswehr. In Warendorf feierte die erfolgreiche Einrichtung ihr 50jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums hatten die Verantwortlichen der Schule für rund 600 geladene Gäste ein buntes Programm vorbereitet. Neben einer Ausstellung und Rundgängen durch die Sportanlagen, gaben die angereisten Spitzensportler einen Einblick in ihre Sportarten und ihr Können. Sie lobten die Spitzensportförderung der Bundeswehr. "Ich würde gerne länger bei der Bundeswehr bleiben." wünscht sich der Gefreite Oliver Kronhardt. "Sie garantiert mir einfach die besten Bedingungen für mein Training". Er kam als Karate-Europameister zur Bundeswehr und leistet derzeit seinen Grundwehrdienst bei der Sportfördergruppe Sonthofen.

Gratulierte der Schule: Der Landrat des Kreises
Warendorf Dr. Olaf Gericke (links).
Neben der Spitzensportförderung nimmt die Sportschule der Bundeswehr vor allem einen Ausbildungsauftrag wahr. Seit 50 Jahren werden jährlich 3000 Feldwebel und Offiziere zum Sportausbilder ausgebildet. "Das ist der Schwerpunkt der Schule." so der Leiter, Oberst Reinhard Lersch. Die Fachsportleiter sind es, die dafür sorgen, dass die 250.000 Soldatinnen und Soldaten die körperliche Leistungsfähigkeit erreichen, die sie für die erfolgreiche physische Bewältigung der Einsätze benötigen.
So erbringe die Sportschule den von ihr geforderten Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Streitkräfte in herausragender Weise und könne zu Recht als "Kompetenzzentrum des Sports" bezeichnet werden. Auch tragen die ausgebildeten Soldaten ihr Wissen in die zahlreichen Sportvereine Deutschlands. Die Sportschule stellt ihre optimalen Bedingungen gerne zur Förderung des Breitensports bereit, was der Ladrat des Kreises Warendorf Dr. Olaf Gericke in seinem Grußwort ausdrücklich hervorhob.

Festakt
Der Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Wolfram Kühn versprach in seiner Festrede, dass auch in Zukunft an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf als zentrale Ausbildungsstätte für den Sport festgehalten wird. "Die Sportschule wird in ihrer unterstützenden Rolle alles tun, damit die Breitensportler und unsere Soldaten trainieren können und die Spitzensportler ihre Erfolge bei den Olympiaden in Peking 2008 und in Vancouver 2010 fortsetzen können.
Die Bundeswehrsportler leisten einen Beitrag zur Anerkennung Deutschlands in der Welt" lobte er. Die Namensliste der bekannten Spitzensportler, die sich zum Festakt eingefunden hatten, war lang. Bekannte Sportler wie Hauptfeldwebel Georg Hackl, Stabsunteroffizier Simone Denkinger, Hauptfeldwebel Silke Rottenberg, Unteroffizier Georg Späth, Hauptfeldwebel Katrin Apel waren mit weiteren Kameraden der Einladung nach Warendorf gefolgt. Neben Inspekteur Kühn gratulierten die Bürgermeister von Warendorf und Sonthofen dem Leiter Oberst Reinhard Lersch stellvertretend für die Angehörigen und Ehemaligen der Sportschule. Die Allgäuer Stadt war bis 1978 Standort der Einrichtung.
Lersch spannte in seiner Festrede den Bogen von den Anfängen bis zu den Herausforderungen moderner Sportausbildung und Förderung. Der Festakt endete mit einem Empfang, der zum regen Austausch genutzt wurde. Die Big Band der Bundeswehr sorgte für die musikalische Begleitung und rundete den Abend mit einem Konzert zu Ehren der Sportschule ab.
Text: Ralf Wilke
Fotos: PIZ SKB


