Bereits zum 50. Mal nahm eine offizielle Delegation der Bundeswehr an der größten Sportveranstaltung der Niederlande teil. Der 4-Tage-Marsch von Nijmegen wurde bereits zum 91. Mal, diesmal vom 17. bis 20. Juli, durchgeführt. Nachdem der Marsch 2006 nach zwei Todesfällen aufgrund hoher Temperaturen vorzeitig abgebrochen wurde, waren diesmal kühlere Temperaturen zu erwarten.

Über 220 Bundeswehrsoldaten aus allen Organisationsbereichen machten sich dieses Jahr auf den Weg, einen langen Weg durch das Umland von Nijmegen. Insgesamt 160 Kilometer lagen vor ihnen. Eine Herausforderung für Körper und Geist.
Die Vorbereitung
Die Teilnehmer der Bundeswehr waren dieses Jahr in zehn Marschgruppen unterteilt, darunter auch eine Gruppe Reservisten. Einer der erfahreneren Teilnehmer war Stabsunteroffizier d.R. Hartmut Störmer. Er nahm dieses Jahr zum 24. Mal am 4-Tage-Marsch teil und wollte erneut seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Jede Marschgruppe wird durch einen Marschgruppenführer geleitet. Sie organisierten auch das Training an den unterschiedlichen Standorten, mit Längen von bis zu 320 km. Zwei Wochen vor dem Marsch begann das gemeinsame Marschieren rund um den Truppenübungsplatz Ehra- Lessien in Niedersachsen. Der Delegationsleiter, Oberstleutnant Georg Annen, leitete das Training mit einem 250 km- Pensum: "Wir sind optimal vorbereitet. Die Marschgruppen überzeugen nicht nur durch ihre körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch durch ihre hervorragende Marschdisziplin."
Das Camp
Insgesamt teilen sich über 5.800 Soldaten unterschiedlichster Nationen die Unterkünfte im Camp Heumensoord. Neben den 5.000 Marschierern sind über 800 Soldaten mit deren Versorgung beschäftigt. Dazu gehören Köche, Ärzte, Sanitäter, Masseure und viele zusätzliche Helfer. Eine besondere Rolle spielen die Versorger. Sie unterstützen die Mannschaften auf dem Marsch mit Getränken und Verpflegung. Die dazu genutzten Fahrräder werden mit bis zu 40 Kilogramm beladen. "Germany" prangt in großen Buchstaben auf dem weißen Zelt der Deutschen. Der Platz ist knapp, wird aber bestens ausgenutzt. Zwischen den Betten überspannen Wäscheleinen die Ausrüstung der Soldaten.
Die Strecke
Der Start der militärischen Delegationen folgte einem besonderen Ritual. Jede Mannschaft wurde vom Sprecher über die Lautsprecher des Camps angekündigt. Der Repräsentant des jeweiligen Landes nahm den Vorbeimarsch auf der Campstraße ab und dann ging es los. Die Strecke war in vier Abschnitte à 40 km unterteilt. Nach fünf Kilometern trafen die militärischen Marschgruppen in der Innenstadt von Nijmegen auf die Einzelmarschierer. Es herrschte wahre Volksfeststimmung. Etliche Bewohner standen am Straßenrand und applaudierten den Marschierern zu. Die Marschgruppen nutzten die Gelegenheit und gaben ihre Marschlieder zum Besten. Auch wenn man nicht alles verstand, von der Stimmung ließ sich jeder vorantragen. Am Ende führten die Strecken immer zum Camp Heumensoord zurück.
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"Ein super Bild"
Die monatelange Vorbereitung zahlte sich aus und so konnte der Repräsentant der Bundeswehrdelegation, Brigadegeneral Werner Weisenburger, den erfolgreichen deutschen Marschteilnehmern nach 160 km das "Kreuz für gezeigte Marschfertigkeit" anheften. Bei dem darauf folgenden Einmarsch in die Innenstadt von Nijmegen ließ es sich Weisenburger nicht nehmen die Delegation selbst anzuführen. Das Heeresmusikkorps I aus Hannover begleitete die Marschierer auf diesem Abschnitt mit mil i t ä r i s c h e n Marschklängen.
"Ich bin einfach nur begeistert", so Weisenburger zum Abschluß. "Unsere Frauen und Männer haben ein super Bild abgegeben. Die erbrachte Leistung ist bewundernswert."
Text: Oberleutnant Robin Menzel
Fotos: PIZ SKB
Hier erhalten Sie weiterführende Information zu diesem Thema:
www.streitkräftebasis.de
www.4daagse.nl



