Deutsche Nationalmannschaft unterliegt Briten nur knapp. Nur acht Punkte fehlten der deutschen Nationalmannschaft am Schluss zum Gewinn der Nationenwertung des 8. Internationalen NIVEA Cups im Rettungsschwimmen in Warnemünde.

Start zum Rettungskajak-Rennen (Ski Race). Links außen
David Loosen für die Deutsche Nationalmannschaft.
Dennoch zog Bundestrainerin Anne Lühn ein zufriedenes Fazit der drei Wettkampftage vom 19. bis 21. Juli 2007 an der Ostsee. "Die Mannschaft hat wirklich alles gegeben und wollte unbedingt den Cup gewinnen. Dass es jetzt so knapp ausgegangen ist, ist Pech - aber mit Blick auf die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr sind wir auf dem richtigen Weg.", sagt Lühn, die mit einem jungen neuformierten Team aus Spezialisten für das Freigewässer an den Start gegangen war.
Mit dabei auch Julia Schatz, die seit 2005 als Sportsoldatin bei der Bundeswehr in Warendorf stationiert war und sich dort auf ihre internationalen Einsätze im Kader der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vorbereitet hatte. Mit Erfolg, wie sich zeigte, denn in der Dreikampfwertung der Damen belegte sie als beste Deutsche den vierten Platz.
Der NIVEA Cup war für dieses Jahr ihr letzter Einsatz im Nationalmannschaftsdress, denn im August endete ihre Dienstzeit bei der Bundeswehr und fast sofort hat sich "Jule" - so ihr Rufname in der Mannschaft - in das Flugzeug nach Australien gesetzt. Ein Jahr jobben, Erfahrungen sammeln und viel Zeit für das Training im Pazifik: das ist der Plan, den die Athletin nun verfolgt. Denn auch sie treibt das große Ziel "WM-Teilnahme" im eigenen Land um.
Vom 20. Juli bis zum 2. August 2008 wird die DLRG in Warnemünde und Berlin die Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen "Rescue2008" ausrichten. Die Nationalmannschaft will den Heimvorteil nutzen, bestes europäisches Team werden und auch den Sprung auf das Siegerpodest schaffen. "In der Halle zählen wir zu den besten Teams aber für einen der ersten drei Plätze müssen wir auch im Freigewässer sehr gut abschneiden. Die Athleten müssen sich also in beiden Wettkampfarten beweisen können", erläutert Lühn die Schwierigkeit, den besten Mix für das Team zu finden.
![]() Erfolgreiche deutsche Damen nach der Rettungsgurt-Staffel, v.l. Julia Schatz, Stephanie Kasperski, Anke Palm. | ![]() Rechtzeitiger Ausstieg: David Loosen verlässt in der Brandungszone sein Rettungskajak. |
Chancen ausrechnen dürfen sich da auch noch Lühns andere Bundeswehrathleten, Hagen Leditschke, Martin Baier und Enrico Pankrath, auch wenn es bei ihnen während des NIVEA Cups nicht immer rund lief. Leditschke und Baier, die für den Halle-Saalkreis am Start waren, sammelten jedoch genügend Punkte, um sich zum Schluss mit ihrer Ortsgruppe über den Gewinn der Interclub-Wertung der DLRG-Vereine freuen zu können.
Text: Henning Bock
Fotos: Susanne Mey
Ergebnisse:
NIVEA Cup - Nationenwertung
1. Großbritannien (563,0 Punkte)
2. Deutschland (555,0 Punkte)
3. Niederlande (468,0 Punkte)
Vereinswertung
1. Halle-Saalkreis (315.0 Punkte)
2. Berlin-Lichtenberg (287.0 Punkte)
3. Magdeburg(233.0 Punkte)
Ausführliche Ergebnisse: www.dlrg.de/Niveacup




