In Paris fand am Sonntag dem 14.Oktober zum 29. Male der Laufwettbewerb "20 Km von Paris" statt. Zu diesem Internationalen Laufwettbewerb entsandte die Infanterieschule unter der Führung des Bereichsleiters Unterstützung, Major Volker Hahn, erstmals eine Mannschaft von acht Wettkämpfern.
Die insgesamt sehr große Anzahl an Teilnehmern (20.000), umfasste Läufer aus allen Ländern der Erde. Vor allem die Menge von Läufern des Afrikanischen Kontingents war beeindruckend. So siegte mit dem Kenianer Musau Mwanzia mit einer Zeit von 58:07 Minuten auch ein afrikanischer Läufer. Die Begeisterung, sich mit Sportlern aus verschiedenen Ländern zu messen, aber auch die Faszination, welche von einer Millionenmetropole wie Paris ausgeht, waren für die Wettkämpfer der Infanterieschule Ansporn genug, um sich in langen und fordernden Trainingseinheiten auf dieses herausragenden Sportereignis vorzubereiten.

Die Mannschaft der Infanterieschule (von links nach rechts) Major Volker Hahn, StFw Detlef Ramser, HptFw Bernd Weidler, HptFw Wolfgang Spies, StFw Michael Schneider, HptFw Holger Trump, Hptm Rolf Rathjen, HptFw Mark Mittelsdorf.
Am Morgen des 14.Oktober um 10.00 Uhr erfolgte der Startschuss für alle 20.000 Teilnehmer. Zuvor sammelten sich die Athleten am westlichen Fuße des Eiffelturms. Für die Mannschaft des Lagerbergs bedeutete dies frühzeitiges Aufstehen und Frühstücken sowie rechtzeitiger Aufbruch zum Startplatz, um nicht vom Ende des Läuferfeldes starten zu müssen.
Eine Vielzahl von Animateuren motivierte die Massen bis zum Beginn des Rennens. Dennoch fieberten alle Teilnehmer dem Start entgegen. Die ausgelassene, sportbegeisterte Stimmung und das steigende Adrenalin erhöhten den Puls der Wettkämpfer auch ohne weitere körperliche Belastung. Um 10.00 Uhr erfolgte der Startschuss. Zu den Klängen der australischen Rockband AC/DC mit deren Song "Highway to Hell" ging das Teilnehmerfeld auf die Strecke.
Die am Straßenrand mitfiebernde Pariser Bevölkerung erleichterte es den Wettkämpfern, die ersten Kilometer des Rundkurses zu bestehen. Zahlreiche Zuschauer, unterstützt durch mehrere Musikkapellen und Animateurgruppen, feuerten alle Läufer, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität an. Nach der ersten Kontrollstation, die sich alle fünf Kilometer an der Strecke befanden, durchquerten die Sportler den Park "Bois de Boulogne", eine der grünen Lungen von Paris. Danach verlief die Strecke sechs Kilometer am Ufer der Seine, des drittgrößten Flusses Frankreichs entlang. Dabei kam das Feld unter anderem auch am späteren Ziel, dem Eiffelturm auf der gegenüberliegenden Flussseite vorbei. Dieser Teil der Laufstrecke erforderte von vielen Teilnehmern enormen Willen und ein Höchstmass an Motivation. Nach Überquerung der Seine waren noch 2500 m zu absolvieren, welche aber durch das mitfiebernde Publikum am Straßenrand schnell überwunden wurden.
Alle Soldaten der Infanterieschule errangen beachtliche Ergebnisse und haben ihre eigenen Zielvorgaben erreicht beziehungsweise teilweise deutlich unterboten. Hervorzuheben ist das Resultat von Hauptmann Rolf Rathjen. Mit einer Laufzeit von 1:17:23 Std. erreichte er in seiner Altersklasse (M45) einen exzellenten 49. Platz. In der Gesamtwertung belegte er einen hervorragenden 197. Platz. Auch die anderen Wettkämpfer des Lagerbergs erzielten beachtliche Platzierungen im vorderen Drittel ihrer jeweiligen Altersklassen. Hinsichtlich der hohen internationalen Beteiligung sicherlich ein gutes Ergebnis.
Die Teilnahme der Neigungsgruppe "Langstreckenlauf" erfolgte auf Initiative von Oberst Jörg-Udo Keck, stellvertretender Kommandeur Infanterieschule und Leiter Schulstab. Mit dem ehemaligen französischem Heeresverbindungsoffizier Lieutenant Colonel (Oberstleutnant) Jean Lenoir, wurden erste Verbindungen nach Paris geknüpft, welche durch dessen Nachfolger und derzeitigen Verbindungsoffizier, Lieutenant Colonel Pascal Barrois weiter ausgebaut wurden. Darüber hinaus hatten die Hauptleute Michael Greb und Rainer Möldner durch gewissenhafte administrative Vorarbeit den Weg des Erfolges für die Wettkämpfer der Infanterieschule geebnet.
Alle Teilnehmer des Pariser Laufwettbewerbs waren neben der Organisation und der Durchführung der sportlichen Großveranstaltung auch von den Sehenswürdigkeiten einer der größten europäischen Städte fasziniert und haben sich den Termin für die Folgeveranstaltung im nächsten Jahr (15. Oktober 2008) bereits fest im Wettkampfkalender eingetragen.
Text: Volker Hahn
Fotos: Infanterieschule


