Beim IronMan auf Hawaii, dem härtesten Triathlon der Welt, mussten am 13. Oktober 2007 in Kailua-Kona auf der Hawaii-Insel Big Island einige der 1800 Athleten passen - der Glutofen auf der Vulkaninsel oder ein Magen-Darm-Virus machte ihnen zu schaffen.

Die Wärme, die hohe Luftfeuchtigkeit und der Wind auf Hawaii sind für europäische Teilnehmer ungewohnt und eine zusätzliche körperliche Belastung.
Hauptbootsmann Armin Klein vom Marinemusikkorps Nordsee bewältigte diese enorme Herausforderung und erreichte nach stundenlanger Tortur im Wasser, auf dem Rad und per Pedes erschöpft, aber glücklich das Ziel.
Bei seiner Ironman-Premiere auf Hawaii überquerte der 37-jährige Marinesoldat nach 10:07:56 Stunden die Ziellinie und belegte damit Rang 373. In seiner Altersklasse (AK 40) belegte er bei den sogenannten AgeGroupern den 81. Platz von 262 Startern.
Nach der Schwimmdistanz über 3,8 km (1:07:11 Stunden) lag Armin Klein noch an Position 667. Doch er kämpfte sich beim Radfahren über 180 km (5:20:50 Stunden) über Platz 454 und im abschließenden Marathon über 42,195 km (3:31:36 Stunden) peu á peu nach vorn.
Armin Klein stieg vor zehn Jahren in den Triathlon-Sport ein. Nach ersten Versuchen in den kleineren Distanzen steigerte er sich stetig. 2004 nahm er zum ersten Mal an einer IronMan-Distanz teil. Auf der diesjährigen Europameisterschaft in Frankfurt kam dann der Durchbruch. Als Zehntplatzierter qualifizierte er sich für den IronMan, auf Hawaii.
Um den hohen Anforderungen standzuhalten trainiert Armin Klein täglich. Vor dem IronMan wurde das Pensum noch einmal stark erhöht. Das heißt ca. 350 bis 500 km Fahrradfahren pro Woche stehen dann beispielsweise auf dem Trainingsplan.
Armin Klein ist Mitglied des Marinemusikkorps Nordsee und spielt dort die Klarinette. Bei solchen Anstrengungen kommt dem Wilhelmshavener die Musik gerade recht. Die ruhige, perfektionische Arbeit mit dem Instrument ist für ihn Ausgleich zum Ausdauer-Sport.
Eine Vorliebe für eine der beiden Leidenschaften lässt sich bei Klein trotzdem nicht erkennen. "Wenn ich etwas mache, dann richtig. Das gilt für die Musik, wie auch für den Sport." kommentiert der dreifache Familienvater.
Text und Fotos: Kapitänleutnant Frank Kothe

