Wie bereits in den vergangenen Jahren nahmen Soldaten der Infanterieschule am Frankfurt - Marathon, der dieses Jahr am 28. Oktober stattfand, teil. Bei kühlem Wetter und bei nahezu Windstille starteten elf Teilnehmer der Infanterieschule in einem Feld von insgesamt 11.600 Startern zu diesem herausfordernden Lauf.

Die Läufer der Infanterieschule vor dem Start
zum Frankfurt - Marathon.
Kein Marathon ist wie der andere, das sollte sich auch diesmal wieder zeigen. Gute Zwischenzeiten garantieren nicht immer gute Endergebnisse. Die Läufer der Infanterieschule kämpften sich allerdings durch, jeder nach seinem persönlichen "Fahrplan", der Zeitvorgabe pro Kilometer und deren ständige Kontrolle. Nur auf diese Weise sind bei Langstreckenläufen gute Ergebnisse zu erzielen. Nach einer Faustformel kostet eine Minute, die ein Läufer auf den ersten fünf Kilometern zu schnell läuft, ihn am Ende fünf bis sieben Minuten in der Endzeit.
Die Läufer wurden von etwa 280.000 Zuschauern, dabei 25 verschiedene Musikkapellen, auf der Strecke begleitet. Nicht zuletzt wegen der jeweils individuell angepassten und optimierten Vorbereitung der Hammelburger Läufer, die zwischen 600 bis 1000 km in den letzten zehn Wochen vor dem Start lag, erzielten die Soldaten der InfS beachtliche Ergebnisse. Drei von ihnen blieben unter einer Zeit von drei Stunden, für Marathonläufer eine "magische Grenze".
Hauptmann Rolf Rathjen konnte sich nach dem Gardasee - Marathon und den 20 Kilometern von Paris, an denen er innerhalb der letzten fünf Wochen teilnahm, noch auf eine Zeit von 2:52:08 Stunden steigern. Er musste einem hohen Anfangstempo bis Kilometer 35 Tribut zollen, so dass eine Zeit von unter 2:50 Stunden nicht mehr möglich war.
![]() Hauptmann Rolf Rathjen (dritter von links) auf der Strecke. | ![]() Insgesamt 280.000 Zuschauer säumten die Strecke beim Frankfurt - Marathon. |
Im Gesamtklassement belegte er den 247. Platz, in der Klasse Männer bis 40 Jahren den 51. Rang. Den "Angriff" auf die drei Stunden - Marke schaffte auch Hauptfeldwebel Thomas Brand in der selben Altersklasse mit einem Ergebnis von 2:52:25 Stunden. Im Gesamtklassement belegte er den 351. Platz und in seiner Altersklasse den 80 Rang. Für ihn hat sich das zähe und disziplinierte Training ausgezahlt. Schütze Wolffersdorf komplettierte das "Unter 3 Stunden - Trio" der Infanterieschule mit einer Zeit von 2:59:21 Stunden. Im Gesamtklassement belegte er den 483. Platz, in seiner Altersklasse den 7. Rang.
Einen weiteren Höhepunkt setzte Stabsfeldwebel Hubert Nickel, der im nächsten Jahr bereits in der Klasse "Männer über 50 Jahren" aktiv sein wird mit einer Zeit von 3:21:20 Stunden. Er steigerte sich bei den für einen Marathonlauf nicht optimalen Temperaturen um über sechs Minuten.
Für alle Teilnehmer der Infanterieschule bleibt dieser Marathon nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Organisation sowie den erzielten persönlichen Leistungen ein unvergessliches Erlebnis.
Text und Fotos: Hauptmann Rolf Rathjen
| Die weiteren Ergebnisse der Soldaten der Infanterieschule im Einzelnen: | |
| Hptm Mario Brand: HptGef Tobias Schumann: HptFw Mark Mittelsdorf: HptFw Heiko Steng: OFw Sebastian Sachse: HptFw Wolfgang Spieß: OFw Knut Nössler: | 3:07:38 Stunden |




