"Wir haben einen sehr erfolgreichen Weltcup hinter uns gebracht", sagte OK-Chef Wolfgang Filbrich auf der Abschlusspressekonferenz. Besonders dankte er allen ehrenamtlichen Helfern, die sich einer enormen Herausforderung gestellt haben und natürlich den Fans.
An allen Tagen haben über 80.000 Zuschauer ihre Sportler angefeuert und für die bekannte unvergleichliche "Oberhof-Atmosphäre" gesorgt. Unsere Sportsoldaten konnten in allen Wettkämpfen wieder ihre guten Leistungen unter Beweis stellen - Staffelsieg durch vier Sportsoldatinnen und vier Top-10-Platzierungen im Sprint und im Massenstart.

Es klappte alles perfekt
Logistisch war auch dieser Weltcup wieder eine Meisterleistung: Verhungern oder gar verdursten musste keiner, denn in 265 Hütten wurden zum Beispiel mit 100 Gallonen Glühwein, rund 60 000 Thüringer Rostwürsten und Brätl, 42 000 Brötchen, 84 Brote und 300 Stück Zwiebelkuchen für das Wohl aller Besucher gesorgt. Auch der Verkehr rollte - 128 Busse und ca. 3600 Autos wurden täglich von den ehrenamtlichen Helfern auf die Parkplätze eingewiesen. 22 Pendelbusse waren im Einsatz und die Linienbusse nach Schmalkalden, Zella-Mehlis, Suhl und Meiningen fuhren in einem verstärkten Takt. Darüber hinaus wurden 4 Rettungswagen, 3000 Meter Absperrzaun, 65 Container, 60 mobile WC´s und 15 Toilettencontainer aufgefahren.
![]() Hauptfeldwebel Andrea Henkel und Hauptfeldwebel Kathi Wilhelm beim Rennen | ![]() Der erstmals eingesetzte ferngesteuerte Minihubschrauber. |
Bilder von einem ferngesteuerten Hubschrauber
41 Kameras hatte der MDR rund um die Arena aufgebaut. Highlight war jedoch der erstmals eingesetzte kleine ferngesteuerte Hubschrauber mit Kamera. Aus 100 Meter Höhe lieferte er allen, die nicht Live im Stadion sein konnten, sensationelle Bilder. Bis zu 100 Kilometer pro Stunde kann er den Athleten hinterher sausen. Sechs Jahre brauchte man um diese geniale Idee funktionstüchtig zu machen. Gelohnt hat es sich bei 150 000 Euro Entwicklungskosten auf alle Fälle.
Mit dabei, erstmals der Info-Truck der Bundeswehr
Erstmals war auch der Info-Truck der Bundeswehr im Hüttendorf vor Ort. Oberstleutnant Scheel, Dezernatsleiter Wehrdienstberatung im Zentrum für Nachwuchsgewinnung Ost Berlin, zeigte sich sehr zufrieden. "Auf alle Fälle werden wir versuchen nächstes Jahr wieder vor Ort zu sein."
Aber Ausruhen wird sich das Organisationskomitee nicht lange, denn man hat schon wieder Ideen für den nächsten Biathlon- Weltcup in Oberhof im Kopf, der vom 7.-11. Januar 2009 stattfinden wird.
Text und Fotos: SU Doreen Ullmann, Kathrin Möbius




