Auch in diesem Jahr führte die Infanterieschule wieder eine Winterkampfausbildung für interessierte Soldaten durch. Im Fokus stand die Verbesserung der Fähigkeiten im alpinen Skifahren sowie die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit insbesondere im Rahmen des Skilanglaufs und ausgedehnter Skitouren.
Vom 11. bis 15. Februar verlegten insgesamt 39 Frauen und Männer, alles Angehörige der Infanterieschule, unter der Leitung von Oberstleutnant Joachim Lieb auf die Winkelmoosalm. Das Reichenhaller- Haus war für fünf Tage Heimstatt für die Wintersportler. Verstärkt wurde das Team der Infanterieschule durch zehn weitere Teilnehmer der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 aus Holzdorf.

Der Aufstieg zum Dürnbachhorn war steil und fordernd.
Ziel der Veranstaltung war die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei winterlichen Bedingungen, Durchführung von Skitouren sowie das erlernen des Gebrauchs der militärischen Skiausrüstung. In diesem Jahr war es darüber hinaus das erklärte Ziel, die Teilnehmer der Infanterieschule für den sogenannten "VASA-Lauf" zu trainieren. Der "Vasa-Lauf" in Schweden ist mit einer Strecke von 100 Kilometern der längste und härteste militärische Skilanglaufwettbewerb der Welt. Die Infanterieschule stellte wie bereits im Vorjahr auch eine Mannschaft zur Teilnahme an dieser Veranstaltung ab.
Nach der Anreise am Montag, dem 11. Februar begann die eigentliche Ausbildung am folgenden Tag. Zur effizienteren Gestaltung des Trainings wurden die Teilnehmer für den alpinen Teil in drei Ausbildungsgruppen, abgestuft nach Leistungsklassen, unterteilt. Das Training fand dann im Skigebiet Steinplatte statt. Geleitet wurde das Training von insgesamt drei Fachsportleitern, die nach einer kurzen Sichtung der Ausbildungsgruppe entschieden, zunächst mit leichtem Training zu beginnen, um so das Verletzungsrisiko zu minimieren. Eine vierte Gruppe verbesserte ihre Fähigkeiten im Langlauf. Die Tagesleistung der Langläufer am ersten Trainingstag belief sich auf etwa 30 Kilometer.
Der Mittwoch bot für einige Teilnehmer ein Erlebnis ganz besonderer Art. Unter der fachlichen Leitung von Stabsfeldwebel Roland Zschorn wurde eine Tourengruppe auf das Dürnbachhorn geführt. Den Gipfel erreichten alle Teilnehmer, jedoch mussten für einen Teil der Gruppe die letzten 20 Minuten zu Fuß zurückgelegt werden. Der letzte Anstieg zum Gipfel mit Skiern war zu steil und konnte nur von sehr erfahrenen Tourengehern bewältigt werden. Die Abfahrt im freien Skigelände war für alle ein Erlebiss, jedoch nicht ganz einfach für den, der nur plattgewalzte Skiabfahrten kennt. Die mitgeführten Schneetrittlinge kamen aufgrund der guten Schneebedingungen nicht zum Einsatz.

Geschafft! Die Tourengeher auf dem Dürnbachhorn.
Am vorletzten Tag waren es vor allem die Langläufer, die auf ihre Kosten kamen. Je nach Leistungsstand wurden bis zu 60 Kilometer zurückgelegt. Bei den Anfängern waren große Fortschritte festzustellen. Die Abfahrer konnten am Donnerstag noch die Fahrt über eine "Buckelpiste" kennen lernen.
Alle Teilnehmer beurteilten abschließend ihre Teilnahme an der Ausbildung im militärischen Skilauf als gelungen und gewinnbringend für die eigenen Fähigkeiten.
Text: Thomas Heinrich
Fotos: Dieter Limpert


