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Deutsche Meisterschaft im Leichtathletikmehrkampf
Bei der deutschen Meisterschaft im Leichtathletikmehrkampf vom 26.08.2010 - 29.08.2010 in Potsdam belegte der Hauptgefreite Michael Schrader, von der SportFGrpBw Köln, den 1. Platz bei der Mehrkampf-Meisterschaft.

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36. ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen - Hattrick mit Hindernissen
 
Geschrieben von admin am Mittwoch, 23. Juli 2008

Motorsport

Mit einem totalen Porsche Erfolg endete das 36. ADAC-Zurich-24- Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Vor 220.000 Zuschauern entlang des 25,378 km langen Kurses aus Nürburgring- Nordschleife und Grand-Prix-Strecke sicherten Timo Bernhard, Marc Lieb, Romain Dumas und Marcel Tiemann dem Manthey-Racing-Team auf einem Porsche 911 GT3-RSR den dritten Erfolg nach 2006 und 2007.


Auch der zweite Platz ging an die Mannschaft des früheren DTM-Piloten Olaf Manthey. Armin Hahne, Christian Haarmann, Jochen Krumbach und Pierre Kaffer setzten sich mit dem Vorjahreswagen gegenüber dem drittplatzierten Porsche 997 von Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Dr. Edgar Althoff und Kenneth Heyer durch.


Start frei zum 36. ADAC Zurich 24 Stunden Rennen.

Unter den über 800 Piloten war auch der zweimalige Meister der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, Hauptfeldwebel Mario Merten vom Streitkräfteunterstützungskommando. 1985 ermöglichte der Vater ihm den Einstieg in den Motorsport. Während der sieben Jahre im Kart-Sport konnte Merten auch große Namen wie Ralf Schumacher hinter sich lassen, ehe nach zwei erfolgreichen Jahren in der Formel-Junior 1993 der Wechsel in die Deutsche-Tourenwagen-Trophy erfolgte. In der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft zählt Merten seit Jahren zu den erfolgreichsten Fahrern. Zwei Meistertitel in den Jahren 2002 und 2007 für Bonk Motorsport, sowie mehrere Gesamtsiege auf dem BMW M3 GTR-S des Scheid Motorsport- Teams in den Jahren 2003 und 2004 stehen für ihn zu Buche. In der Saison 2008 ist er für Bonk Motorsport auf einem Porsche 997 GT3 Cup im Einsatz. Da ein Einsatz des über den Winter neu aufgebauten Stuttgarter Sportwagens für den Langstreckenklassiker in der Eifel zu riskant war, wurde auf das Modell 996 aus dem Vorjahr zurück gegriffen. Wie im vergangenen Jahr pilotierte Merten auch dieses Jahr wieder zwei Fahrzeuge. Neben dem Porsche wurde er von Volkswagen zusammen mit Thomas Klenke, Kai Jordan und Peter Terting auf einem Erdgas betriebenen Golf eingesetzt.

Der Manthey-Porsche ging am Samstag um 15:00 Uhr von der Pole-Position ins Rennen, aber schon nach wenigen Metern zwang eine heftige Rauchentwicklung im Heck des Wagens zu einem Boxenstopp. Ein Befestigungsteil im Wassersystem war abgesprungen, dadurch trat Kühlwasser aus. Die fällige Reparatur dauerte 15 Minuten und warf das Team weit zurück.


Startposition 37 für Merten
im Bonnfinanz-Porsche.

Ein 136PS Hybridmotor ergänzt
den V8 Biturbomotor im Apollo

Ohne den Favoriten gab es in der Folge viel Spannung an der Spitze, die insgesamt 17 Mal wechselte. Den Sprint zur ersten Kurve gewann das von Position zwei gestartete Team Hankook / H&R Spezialfedern. Jürgen Alzen führte das Teilnehmerfeld in die erste Runde auf die Nürburgring-Nordschleife. Dahinter sortierte sich die Zakspeed Dodge Viper GTSR von Sascha Bert, Christophe Bouchut, Tom Coronel und Duncan Huisman vor dem Porsche 997 GT3 RSR mit Marc Basseng, Johannes Stuck und Patrick Simon ein. Startfahrer Marc Basseng hatte ebenfalls schon in der ersten Runde mit Problemen zu kämpfen. Ein Reifenschaden hinten links zwang den Porsche des Teams von Wolfgang Land zu einer langsamen Runde über die Nordschleife und einem frühen ersten Boxenstopp.

Nach der dritten Runde kam auch die Zakseed Viper zu einem unplanmäßigen ersten Stopp an die Box. Probleme an der Fahrzeugelektronik machten den Austausch der Lichtmaschine notwendig.

Auch für den Porsche von Bonk Motorsport Porsche, an dessen Steuer sich Bundeswehr Sport-Magazin 15 Merten mit Oliver Rövenich, Thomas Brügmann und Wolf Silvester abwechselte, gab es frühe Probleme am Motor, die das Team zu einer umfangreichen Überprüfung des Aggregats zwangen. Der Golf lief hingegen noch fehlerfrei und konnte seine 58. Startposition leicht verbessern.

Nach einer Stunde führte der Turbo- Porsche von Jürgen Alzen vor dem Wochenspiegel- Porsche 911 GT3 von Georg Weiss, Peter-Paul Pietsch Michael Jacobs und Dieter Schornstein. Auf Rang drei vorgearbeitet hatte sich das HISAQ Competition Team von Emmanuel Collard, Marino Franchitti, Frank Stippler und Richard Westbrook. Zu Beginn des ersten Zeittrainings am Freitagmorgen war der Porsche 997 GT3 RSR durch ein Feuer im Heck stark beschädigt und den Tag über in den Hallen von Konkurrent Olaf Manthey wieder repariert worden. Im Verlauf des Nachttrainings am Freitag konnte der Wagen seine ersten Runden drehen und sich für die elfte Startposition qualifizieren.


Auf dem Weg in die Top 20:
Merten im Erdgas Golf.

Die Nacht in der
Müllenbachschleife.

Während an der Spitze die planmäßigen Boxenstopps die Reihenfolge ein wenig durcheinander mischten, arbeiteten sich die favorisierten Porsche von Manthey und Land wieder nach vorne. Nach drei Stunden lag die Land-Mannschaft schon auf Rang sechs, während das Team von Olaf Manthey über 100 Positionen gutgemacht hatte und zu diesem Zeitpunkt auf Rang 76 lag. Bei Einbruch der Dämmerung kämpften HISAQ Competition, Land Motorsport und der Schubert BMW Z4 M-Coupé von Claudia Hürtgen, Stian Sorlie, Jörg Viebahn und Richard Göransson um die Führung. Der Wochenspiegel-Porsche war nach einer Kollision im Bereich Schwalbenschwanz zurückgefallen. Während der Nacht machte wechselhafte Witterung mit Regenfällen den Teams das Leben schwer. Die nötigen Stopps zum Reifenwechsel sorgten für lebhaften Betrieb in der Boxengasse.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Merten nur noch ein Eisen im Feuer. Sein Porsche erlitt nach etwa 3,5 Stunden Renndauer einen Motorschaden und das Team musste das Rennen aufgeben. "Nach dem erfolgreichen Abschneiden im letzten Jahr gingen wir mit viel Zuversicht in das Wochenende. Die Probleme deuteten sich aber schon im Training an. Obwohl die Instrumente nichts Ungewöhnliches zeigten, war das Rennen leider früh zu Ende." kommentierte Merten die Ereignisse um den Porsche. Fortan konnte er sich auf ein Fahrzeug konzentrieren. Der R-Line Erdgas Golf hatte sich inzwischen in die Top 30 vorgearbeitet und war auch weiterhin auf dem Vormarsch.

Um 23:23 Uhr kam das Aus für den zu diesem Zeitpunkt drittplazierten Schubert- BMW-Z4. Im Streckenabschnitt Hatzenbach überschlug sich Stian Sorlie und musste zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus nach Adenau gebracht werden. Kurz nach Mitternacht war auch das Rennen für die Zakspeed- Viper zu Ende, der amerikanische Bolide blieb mit Defekt in der Eschbachkurve stehen.

Nach etwas mehr als der Hälfte der Distanz, um 3:30 Uhr, fiel die Vorentscheidung in diesem Rennen, der Manthey- Porsche übernahm die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte. Dahinter war ein weiterer Porsche 997 RSR nach vorne gefahren. Klaus Frers, Patrick Bernhardt, Jörg Hardt und Pierre Kaffer fuhren für die Paragon AG auf Rang zwei. Position drei hielte der zweite Manthey Porsche von Armin Hahne, Christian Haarmann, Jochen Krumbach und Pierre Kaffer.


Klassen-Doppelsieg und Rang
fünf für die VW Sciroccos.

Mario Merten auf dem Weg zur
Arbeit im Erdgas VW Golf.

Nachdem sich Merten mit dem Golf schon in die Top 20 vorgearbeitet hatte, ereilte das Team einen Defekt am Getriebe. Der notwendige Reparaturstopp kostete fast 100 Positionen in der Gesamtwertung und machte alle Hoffnungen auf einen Klassensieg zunichte. Lange Zeit war man Zweiter in der Klasse S1 hinter dem BMW 320d von Jörg Müller, Augusto Farfus, Fredrick Ekblom und Stian Sorlie. Nach der Reparaturpause reichte es aber nur noch zu einem 99. Platz in der Gesamtwertung und einem 10. Rang in der Klasse. Merten:"Wir lagen auf einem guten zweiten Platz in der Klasse und den hätten wir sicher ins Ziel bringen können. Das Tempo des starken Diesel-BMW von Schubert konnten wir nicht ganz mitgehen, aber für die Top 20 der Gesamtwertung hätte es reichen können. Es wäre ein toller Erfolg für das Team gewesen, aber leider gab es auch hier technische Probleme, die uns weit zurück geworfen haben." Gegen 5 Uhr schoben sich Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Dr. Edgar Althoff und Kenneth Heyer im Porsche 997 auf Rang drei, da der Paragon-Porsche in einen Unfall am Schwalbenschwanz verwickelt wurde. Von nun an sahen die Fans an der Spitze das aus den Vorjahren gewohnte Bild, dafür aber gab es im Feld der 214 gestarteten Fahrzeuge interessante Neuentwicklungen zu sehen. So stellte sich Volkswagen mit dem Start beim 24-Stunden-Rennen einer echten Herausforderung. Die Wolfsburger schickten noch vor der europaweiten Markteinführung drei Rennversionen des neuen VW-Scirocco mit ehrgeizigen Zielen ins Rennen. Dr. Ulrich Hackenberg, Volkswagen Vorstand für technische Entwicklung: "Ziel sollte es sein, dass eines der drei Teams den Klassensieg des Golf GTI von 2007 wiederholt. Das wäre eine exzellente Unterstützung für den Verkaufsstart des Serienmodells." 34 Jahre nach der Präsentation des ersten Scirocco-Modells wurde das aktuell e Nachfolgemodell erst Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt und soll ab August dieses Jahres zu haben sein.

Am Steuer der drei Werkswagen präsentierte VW unter anderem Hans-Joachim Stuck, seit Jahresbeginn Motorsport- Repräsentant des Konzerns, und den zweimaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz. Der Roll-Out des Renn-Scirocco erfolgte erst am 14. April 2008 auf dem Spreewaldring in der Nähe von Cottbus. Ende April folgten erste Testfahrten in Oschersleben, Anfang Mai auf der Nürburgring- Nordschleife.

Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen konnte mit dem Abschneiden der 325-PS-starken Neukonstruktion mehr als zufrieden sein. Als Elfte im Gesamtklassement sicherten sich Hans- Joachim Stuck, Jimmy Johansson Jimmy, Florian Gruber und Thomas Mutsch den Klassensieg. Die beiden anderen Werks- Scirocco beendeten das Rennen als Zweit- bzw. Fünftplazierte in ihrer Klasse erfolgreich und unterstrichen die Zuverlässigkeit der Wolfsburger Neukonstruktion.


Zieldurchfahrt der Sieger 2008.

"Wir haben dem Volkswagen Scirocco mit dem Klassensieg ein wirklich tolles Renndebüt beschert", freute sich Stuck nach dem Rennen. "Es war ein einzigartiges Erlebnis mit einzigartigen Teamkollegen. Denn mit Weltstars wie Carlos Sainz vor dieser tollen Kulisse das härteste Rennen der Welt erfolgreich abzuschließen, hat unglaublich viel Spaß gemacht."

Der ehemalige Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen ging mit einem von ihm selbst konzipierten Hybrid-Rennwagen ins Rennen. Mit der Technologie, die in der Formel 1 ab 2009 eingesetzt werden soll, sammelte das private Team von Hybrid Racing erste Rennerfahrungen. Als Basisfahrzeug diente der Sportwagen Gumpert Apollo, der mit einem 3,3- Uter-V8-Biturbo-Motor angetrieben wurde. Mittels Rückgewinnung der sonst bei jedem Bremsvorgang vernichteten Energie wurde ein zusätzlich eingebauter Elektromotor angetrieben. Beide Antriebsquellen verhalfen dem Apollo zu einer Leistung von bis zu 630 PS.

"Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe vielmehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer technischen Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich energieeffizienter macht", begründete Heinz-Harald Frentzen sein Engagement. Der Mönchengladbacher fungierte nicht nur als Fahrer, sondern ist vielmehr die treibende Kraft bis hin zur Finanzierung der nicht unerheblichen Aufwendungen. Zahlreiche technische Probleme verhinderten jedoch ein zählbares Ergebnis. Defekte an konventionellen Bauteilen des Wagens zwangen zu längeren Boxenstopps. Während der letzten eineinhalb Rennstunden wurde der Apollo aber noch einmal auf die Piste geschickt, das Team wollte sich mit Ehrenrunden bei Fans und Veranstalter bedanken.

Text und Fotos: Michael Behrndt und Matthias Behrndt


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