2003 schaffte Anke Kühn vom Bundesligisten Eintracht Braunschweig den Sprung in den A-Kader der deutschen Nationalmannschaft, nur ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Athen gelang ihr der 2:1 Siegtreffer im Finale gegen die Niederlande. Insgesamt brachte es Anke Kühn bisher auf 121 Einsätze in der Nationalmannschaft und erzielte dabei 20 Treffer. 2007 in Manchester wurde Anke Kühn mit der deutschen Mannschaft nach einem 2:0 gegen die Niederlande Europameister.

Wie sind sie zum Hockey gekommen und wie hat sich danach ihre Karriere entwickelt?
Anke Kühn: Über meine Eltern hab ich beim TSV Engensen mit dem Hockey anfangen, musste dann zum HC Hannover und DTV Hannover wechseln da es keine C- und B- Mädchen Mannschaft in Engensen gab. 1997 habe ich dann den Wechsel nach Eintracht Braunschweig vollzogen um dort in der 1. Bundesliga spielen zu können.
Stichwort Olympia 2004 in Athen. Wie haben sie die Olympiade in Erinnerung und wie kam es zu ihrem goldenen Tor im Finale gegen die Niederlande?
Anke Kühn: Natürlich als schöne, einmalige, erfolgreiche Veranstaltung mit ganz unterschiedlichen Eindrücken. Das entscheidende Tor fiel durch eine Strafecke und eine abgesprochene Eckenkombination.
Welche sportlichen Erwartungen haben sie an die Olympiade in Peking und welche Platzierung ist diesmal möglich?
Anke Kühn: Natürlich möchte man, wenn man daran teilnimmt, den bestmöglichen Platz erreichen und eine Medaille gewinnen; möglich ist alles, jedoch ist es auch sehr wichtig wie man in das Turnier startet.
Können sie etwas über die Erlebnisse im Olympischen Dorf in Athen berichten, gab es die Möglichkeit Kontakte zu anderen Sportlern zu knüpfen und sind dabei schöne Erlebnisse in Erinnerung geblieben?
Anke Kühn: Dadurch, dass man im Dorf mit den anderen deutschen Sportlern "zusammenwohnt" (in einem Bereich) und sich in der Mensa trifft, lernt man schon einige Sportler kennen und kommt mit ihnen ins Gespräch.
Wie sind Sie mit der Platzierung in der Bundesliga zufrieden?
Anke Kühn: Der 6. Platz geht in Ordnung; durch ein großes Verletzungspech und fehlende Konstanz konnten wir leider nicht den Erfolg (4.Platz d. Red.) aus dem letzten Jahr wiederholen.
Haben sie als erfolgreiche Sportlerin auch Zeit für Hobbies und Urlaub?
Anke Kühn: Ja natürlich, meine Hobbies sind Squashen, Tennis spielen und Gesellschaftsspiele. Wir spielen dabei zusammen mit Freunden. Urlaub steht nach der Champions Trophy (18.-25.Mai in Mönchengladbach, d.Red.) auf dem Plan.

Smalltalk: Janne Müller-Wieland (UHC Hamburg) und
Anke Kuehn (Eintracht Braunschweig).
Text und Fotos: Olaf Wegerich


