Die Bundeswehr-Soldaten hätten sich gefreut, wenn Detlef Mielatz noch länger geblieben wäre. Die drei Wochen, die der Diplom-Sportlehrer im April beim 19. Deutschen Einsatzkontingent der KFOR im Kosovo verbracht hatte, sind allen wie im Fluge vergangen. Andererseits reichte die Zeit, um den "Sport im Einsatz" neu zu organisieren: zweckmäßiger, zentraler, moderner.

Konditions- und Fitnessgeräte - gewartet und gepflegt -
können jetzt von früh bis spät genutzt werden.
Detlef Mielatz von der Bundeswehr Truppe am Standortkommando Berlin kamen dabei seine Erfahrungen bei Auslandseinsätzen zu Gute, zum Beispiel in Afghanistan. Wie wichtig seine Aufgabe ist, hat er dort am eigenen Leib erfahren. Er kennt den Alltag im Feldlager und weiß, dass Sport nicht nur für die Fitness wichtig ist, sondern auch als sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Spaß macht: "Sport bringt Ablenkung, baut Stress ab, hilft Konflikte zu bewältigen und erleichtert das Leben über Wochen und Monate fern von zu Hause zu meistern." Deshalb hat der Sportlehrer von Anfang an gespürt, dass er gebraucht wird. Natürlich kann jeder auf dem Sportplatz ein paar Runden drehen, die Bälle über ein Netz schlagen oder auf dem Laufband ein paar Kilometer joggen. Dazu braucht er keine Hilfe. Aber wie eine Trainingseinheit effektiv aufgebaut oder der Kraftraum gepflegt wird, weiß ein Fachmann am besten. Deshalb war der Sportlehrer vor Ort und hat gemeinsam mit dem Betreuungsteam und Oberleutnant Manuel Höring an der Spitze den Befehl zur Umstrukturierung "Sport im Einsatz" ausgeführt. Dazu gehörte die Wartung der Konditions- und Fitness-Geräte in den Feldlagern und Camps, der Austausch von Verschleiß- und Ersatzteilen sowie die Überprüfung von Funktionstüchtigkeit und Sicherheit der Geräte. Vertreter der Lieferfirmen ‚Schnell' und ‚h/p cosmos', die den Einsatz begleitet haben, konnten defekte Geräte sofort vor Ort reparieren. Was sich nicht mehr reparieren ließ, wurde ausgesondert - und Ersatz dafür bestellt.
Damit Reparaturen künftig schnell und flexibel erledigt werden können, erhielten Mitglieder des Technischen Betriebsdienstes eine entsprechende Ausbildung. Sie sind jetzt in der Lage, dafür zu sorgen, dass defekte Sportgeräte möglichst schnell wieder fürs Training zur Verfügung gestellt werden können. Und noch etwas ist neu: Das Betreuungsteam hat die gesamten Konditionsund Fitness-Geräte sowie die Sportausstattung, wie Bälle und Trikots, im Feldlager Prizren übernommen. Die Verantwortung hatten sich vorher das Stabsund Fernmeldebataillon und die Feldlagerbetriebskompanie geteilt.
![]() Qualifizierte Sport- und Gerätewarte stehen im Training zur Verfügung. | ![]() Sportlehrer Detlef Mielatz |
Außerdem sind die Betreuungszeiten in den Fitnessbereichen und in der Sporthalle mit ihren Außenanlagen ausgedehnt worden. Sporttreiben unter fachlicher Anleitung ist jetzt von 5.30 Uhr bis 22 Uhr möglich. Neun Mitarbeiter stehen dafür im Schichtbetrieb zur Verfügung. Sie wurden von Detlef Mielatz zum Sport- und Gerätewart ausgebildet und gewährleisten die Sicherheit an den Konditions- und Fitnessgeräten.
Die Soldaten dankten dem Sporthauptmann auf ihre Weise für sein Engagement: ‚Maz & More', die Feldzeitung der Bundeswehr für den Balkan, widmete ihm eine halbe Seite mit Text und Fotos. Die Überschrift: "Sport im Einsatz -leicht gemacht".
Text und Fotos: Angela Baufeld




