VI. Inspektion der Infanterieschule erkämpfte den 3. Platz bei der "NATO-Olympiade". Zum 25. Mal fand in Mönchengladbach der Internationale Militärwettkampf des dortigen NATO-Stabes statt. Bei dem militärischen Vielseitigkeitswettbewerb erreichte die Mannschaft der VI. Inspektion (Luftwaffe) der Infanterieschule Hammelburg in einem Teilnehmerfeld von 50 Mannschaften den dritten Platz in der Gesamtwertung und den zweiten Platz in der Wertung der aktiven Soldaten.
Vom 13. bis 14. Juni 2008 feierte Mönchengladbach ein Wochenende der militärischen Jubiläen. Zum 25. Mal wiederholten sich sowohl das "NATOMusikfest", als auch der "Internationale Mönchengladbacher Militärwettkampf".

Das Team VI. Inspektion Infanterieschule beim überwinden
der Hindernisbahn des Technischen Hilfswerks.
Die Infanterieschule Hammelburg beteiligte sich an diesem bedeutenden Militärwettkampf mit einer Mannschaft der VI. Inspektion (Luftwaffe), bestehend aus Oberfeldwebel Andreas Wolschendorf, Stabsunteroffizier Daniel Langier und Stabsunteroffizier Dennis Nitschmann, unter Führung von Hauptmann Mike Weise.
Das Team stellte sich dem fordernden Wettkampf mit insgesamt 14 Stationen und einer Konkurrenz von rund 50 weiteren internationalen und nationalen Teams mit aktiven Soldaten, Reservisten und Angehörigen ziviler Dienststellen. Getreu dem Motto des Stifters des Siegerpokals, NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, mussten die Wettkämpfer entlang der gut 20 Kilometer langen Strecke "Köpfchen, Kraft und Kondition" mehr als einmal unter Beweis stellen. Es galt gleich zu Beginn, nach körperlicher Belastung unter Zeitdruck ein möglichst gutes Schießergebnis mit dem britischen Sturmgewehr SA- 80 zu erreichen. Anschließend wurde das Durchsetzungsvermögen ebenso wie die soziale Kompetenz der Teams im Rahmen eines kleinen Rollenspiels auf die Probe gestellt, bei dem es galt, als Patrouille einem Übergriff durch Milizkräfte auf Flüchtlinge Einhalt zu gebieten. Daran schlossen sich die Stationen "Gewässerüberquerung mit Paddelbooten", Erste Hilfe und Brandbekämpfung sowie ein Quiz zu NATO und UNO an. Dabei wurden vor allem Kondition und Köpfchen gefordert. Der Anforderungsmix wurde ergänzt durch eine ausgesprochen abwechslungsreiche und fordernde Hindernisbahn des Technischen Hilfswerks, einem anschließenden Eilmarsch und einer Station "Uniformerkennung". Dabei waren innerhalb von vier Minuten insgesamt 50 verschiedene Uniformen zu erkennen und den jeweiligen Nationen zuzuordnen. Nach dem Überwinden einer weiteren Hindernisbahn und einer Station, bei der aus einer Vielzahl angebotener Nahrungsmittel diejenigen ausgesucht werden mussten, die auch bei schlechten hygienischen Bedingungen verwertbar wären, ging es zurück zum Start-Ziel-Bereich im NATO-Stab Mönchengladbach. Hier mussten die Wettkämpfer abschließend noch ihr Wissen auf dem Gebiet des Humanitären Völkerrechts unter Beweis stellen, bevor der Wettkampfparcours damit beendet war.

Stabsunteroffizier Dennis Nitschmann
beim sogenannten "Kanisterlauf".
Die Siegerehrung dieses Wettkampfes fand am selben Abend im "Borussia- Park"-Stadion vor dem Publikum des "25. Internationalen NATO Musikfestes" statt. Hier wurde die Mannschaft der VI. Inspektion mit dem 2. Platz bei den aktiven Mannschaften der Bundeswehr und dem 3. Platz in der Gesamtwertung des Wettkampfes geehrt. Zweiter wurde die Wettkampfmannschaft der Reservistenarbeitsgemeinschaft Oberfranken. Den Siegerpokal konnte in diesem Jahr eine Mannschaft des Deutsch-Niederländischen Korps in Münster mit nach Hause nehmen.
Krönender Abschluss der Gesamtveranstaltung war schließlich das Überwinden einer speziellen Hindernisbahn, die auf dem Fußball-Rasen von Borussia Mönchengladbach errichtet worden war. Damit wurde aus den Spitzenteams des Wettkampfes per K.O.-Ausscheid der Sieger im Rahmen eines "Iron- Fighter"-Wettkampfes ermittelt und anschließend geehrt. Bei diesem sehenswerten Finale konnte sich die Mannschaft der VI. Inspektion der Infanterieschule den dritten Platz erkämpfen.
Text und Fotos: Mike Weise


