Am 17./18. Mai fand zum einundvierzigsten Mal der "Marche de l´Armée" (Luxemburg-Marsch) in Diekirch statt. Der "Luxemburg-Marsch" ist nach dem niederländischen "Nijmwegen- Marsch" die zweitgrößte europäische Marschveranstaltung und konnte in diesem Jahr über 10.000 Teilnehmer verzeichnen.

Die Mannschaft
Drei Ausbilder der II. Inspektion sowie zehn Lehrgangsteilnehmer waren sofort bereit, ihre Freizeit für Trainingsmärsche zu opfern um sich für die Teilnahme in Luxemburg zu rüsten. Nach sechs Stunden Anfahrt wurde die Unterkunft in einer Sporthalle mit ca. 200 Soldaten aller Nationen bezogen.
Erster Tag, die ersten 40 Kilometer
Dann war es soweit. Um 05:00 Uhr aufstehen, essen gehen und fertig machen für den ersten Marsch. Dicht gedrängt konnten die fast 10.000 Marschierer es kaum noch erwarten, auf die Strecke geschickt zu werden. Der Startschuss erfolgte um punkt 07:00 Uhr durch mehrere Böllerschüsse und dann ging es los. Die Marschstrecke war sehr anstrengend durch die zu überwindenden Höhenmeter und ihre Beschaffenheit - 90 Prozent der Strecke ging über Asphalt. Als Entschädigung waren alle fünf Kilometer Getränkestationen und alle zehn Kilometer Verpflegungsstationen aufgebaut. Die Hammelburger Marschierer erreichten das erste Etappenziel geschlossen ohne Ausfälle, getragen von dem Beifall der zahlreichen Zuschauer am Wegesrand.
Zweiter Tag, die zweiten 40 Kilometer
Zuerst das gleiche Prozedere wie am Vortag: Aufstehen, essen, warten auf das Start Signal. Dann aber waren die Infanteristen aus Hammelburg froh, dass die Marschstrecke an diesem Tag wesentlich weniger anspruchsvoll als am Vortag war. Wie am ersten Tag erreichten sie ohne Ausfälle und als erste der gestarteten Marschgruppen geschlossen und mit Gesang das Ziel.

Getränke und Verpflegungsstation.
Auftrag ausgeführt
Diese Leistung fand bei den Teilnehmern anderer Nationen viel Lob und Anerkennung. Oberfeldwebel René Stockmann sagte dazu: "Ich bin absolut stolz auf meine Jungs, ich habe nach dem letzten Marsch sofort meinen Inspektionschef angerufen und gemeldet, dass wir den Auftrag erfüllt haben!" Auftrag war es, dass alle den Marsch durchhalten, bestehen und dann noch voll einsetzbar sind.
Text und Fotos: René Stockman


