Infanterieschule im dritten Jahr in Folge erfolgreich. "Und auf dem 1. Platz in der Wertung der aktiven Soldaten begrüßen wir alte Bekannte..." mit diesen Worten wurde am 15. März die Mannschaft der VI. Inspektion der Infanterieschule zum dritten Mal in Folge als Sieger in der Wertung "Aktive Soldaten der Bundeswehr" beim 25. Internationalen Hochsauerlandmarsch in Hallenberg-Liesen gefeiert.

Hauptfeldwebel Markus Even im Landeanflug
auf der Rollenbahn.
Der Hochsauerlandmarsch ist ein militärischer Vielseitigkeitswettbewerb, der neben einer reinen Marschleistung auch die Lösung bestimmter Aufgaben im Rahmen von Stationen im Verlaufe des Marsches abfordert.
Die Mannschaft der Infanterieschule, bestehend aus Hauptmann Mike Weise und Oberfeldwebel Andreas Wolschendorf, beide Ausbilder in der VI. Inspektion (Luftwaffe) der Infanterieschule des Heeres, sowie Leutnant Clemens Launer und Hauptfeldwebel Markus Even, Angehörige der Führungs- und Unterstützungsschule, sicherte sich sowohl den ersten Platz in der Wertung der aktiven Soldaten als auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung, knapp hinter der Reservistenkameradschaft "Westmünsterland".
Die Organisatoren des Hochsauerlandmarsches knüpften im Jubiläumsjahr an die gewohnt hervorragende Qualität des Wettkampfes an. Die einzelnen Stationen forderten die Teilnehmer von 107 Mannschaften aus fünf Ländern sowohl geistig als auch körperlich in hohem Maße. Besondere Highlights waren eine sogenannte "Rollenbahn", eine Kombination aus Hindernisbahn und anschließendem Quiz zu sicherheitspolitischen Themen sowie eine besondere Form des "Verwundetentransports".
![]() Ein Wettkampfteilnehmer beim Überwinden der Hindernisbahn. | ![]() Die Mannschaft der VI. Inspektion mit den erkämpften Pokalen: Hauptfeldwebel Markus Even (vorn links), Oberfeldwebel Andreas Wolschendorf (vorn rechts), Leutnant Clemens Launer (hinten links), Hauptmann Mike Weise (hinten rechts). |
Auf der "Rollenbahn" wird ein steiler Abhang mit Hilfe eines Rollengerätes überwunden, das über ein Seil nach unten läuft und an dem der Teilnehmer sich mit den Händen festhält. Sie forderte vor allem Überwindung vor dem Schritt in den Abgrund. An der Hindernisbahn waren dann sowohl Kraft als auch Köpfchen verlangt. Der "Verwundetentransport" - eine der traditionellen Stationen dieses Wettkampfes - wurde dieses Jahr schwieriger gestaltet. So galt es diesmal, nicht nur den Verwundeten sondern den gesamten Rettungswagen, einen museumsreifen Unimog 1,5-Tonner, schnellstmöglich über eine vorgegebene Strecke zu ziehen.
Darüber hinaus mussten die Teilnehmer sowohl fachliches Können als auch Geschicklichkeit an Stationen wie Panzerund Luftfahrzeugerkennung, Entfernungsschätzen, Schießen mit dem Kleinkaliber- Gewehr, Handgranaten-Zielwurf und Erste Hilfe unter Beweis stellen. Abgerundet wurde auch der diesjährige Hochsauerlandmarsch durch den abschließenden Eilmarsch bis ins Ziel.
Die Mannschaft der VI. Inspektion Infanterieschule konnte mit körperlicher Fitness und breitgefächertem Wissen an allen Stationen mit Ergebnissen in der Spitzengruppe und dem vorderen Mittelfeld punkten, was letztendlich zum hervorragenden Endergebnis führte.
Besonders bemerkenswert im Umfeld des Wettkampfes war die breite Unterstützung des Hochsauerlandmarsches durch die Bewohner der beteiligten Ortschaften, die freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und die Angehörigen des Malteser-Rettungsdienstes. Alle Genannten standen den Reservisten der Reservistenkameradschaft Liesen und den aktiven Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg, die den Wettkampf gemeinsam durchführten, an allen Stationen und bei der sicherlich sehr aufwändigen Organisation des Wettkampfes zur Seite.
Gemeinsam hat dieses Team den 25. Internationalen Hochsauerlandmarsch zu einem gelungenen Wettkampf und einer hervorragenden Möglichkeit zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch von Reservisten und aktiven Soldaten auf nationaler wie internationaler Ebene gemacht.
Text und Foto: Mike Weise




