Die Wasserspringerinnen Ditte Kotzian und Heike Fischer (Sportfördergruppe Frankenberg) haben in der 13. Entscheidung bei den Olympischen Spielen in Peking endlich die erste Medaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Die Vizeweltmeister aus Berlin und Leipzig belegten im Synchronspringen vom Dreimeterbrett mit 318,90 Punkten den dritten Platz.
Gold ging an die Athen-Siegerinnen Guo Jingjing und Wu Minxia aus China, Silber an die Russinnen Julia Pachalina und Anastassia Posdnijakowa. Stabsunteroffizier Fischer ist seit 2002 Zeitsoldatin und hat neben zahlreichen deutschen Meistertiteln in den vergangenen Monaten bereits die Silbermedaillen bei den Welt- und den Europameisterschaften gewonnen.
Die 25-jährige Bundeswehrathletin hat das Wasserspringen schon früh für sich entdeckt: "Ich habe in der ersten Klasse, also mit sechs Jahren, mit dem Wasserspringen begonnen. Da ich ein sehr aufgewecktes und abenteuerlustiges Mädchen war, interessierte ich mich sehr früh für Sport. Meine Eltern waren damals schon Trainer im Wasserspringen und da lag es nahe, dass ich mich für das Wasserspringen entschieden habe." Ihre Eltern übernahmen das Training und formten eine der erfolgreichsten Athletinnen von Brett und Turm.
Tausende Male stand die in Leipzig lebende Sportlerin seit ihrem ersten Sprung auf dem Brett. Während Publikum und Wettkampfrichter gespannt auf den Sprung warten, versucht die Bundeswehrsportlerin die innere Ruhe für den Sprung zu finden: "Ich habe wie viele andere Sportler auch immer bestimmte Rituale, die mir vor dem Sprung eine gewisse Ruhe verleihen. Ich stelle zum Beispiel meine Badeschuhe immer an eine bestimmte Stelle vor der Treppe des Sprungturms. Wenn ich oben auf dem Brett stehe, gehe ich gedanklich noch einmal den Sprung durch und versuche, mich auf die einzelnen Bewegungsabläufe zu konzentrieren. "
Eine Spitzensportlerin wie Heike Fischer trainiert in der Woche mindestens 30 Stunden. "Als Leistungssportlerin trainiere ich an sechs Tagen der Woche und mindestens zweimal täglich", bekräftigt die junge Springerin. Dabei gibt ihr das Sportfördersystem der Bundeswehr die Möglichkeit, optimal zu trainieren und sich auf die Höhepunkte im Wettkampfkalender zu konzentrieren.
Text: streitkräftebasis.de


