Deutschlands Fußball-Weltmeisterinnen waren zum Auftakt ihrer Operation Olympia-Gold mit einem blauen Auge davongekommen. Die Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid trennte sich in der Neuauflage des WMEndspiels von 2007 mit 0:0 vom WM-Zweiten Brasilien. Damit hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes trotz des durchwachsenen Starts weiter alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.

Trainerin Neid hatte sich zunächst für eine vorsichtigere Aufstellung mit Melanie Behringer (Bayern München) statt der Duisburgerin Obergefreite Fatmire Bajramaj entschieden. Die angeschlagene Stürmerin Stabsunteroffizier Conny Pohlers (Frankfurt) saß wegen einer Reizung im Knie zunächst auf der Bank. Neben Hauptfeldwebel Kerstin Stegemann, die von Anfang an spielte, wurde Bajramaj in der 73. Minute eingewechselt.
Ihr zweites Vorrundenspiel in Shenyang gegen Nigeria gewannen die Kickerinnen 1:0. Den Siegtreffer schoss Hauptfeldwebel Kerstin Stegemann von der Sportfördergruppe Warendorf. Damit erzielte die Berufssoldatin in der 65. Minute das erste Tor der deutschen Mannschaft bei diesen Olympischen Spielen. Die amtierenden Weltmeisterinnen wahrten nach diesem Sieg in der Gruppe F ihre Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde.
Mit einem 2:0 Sieg über Japan sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft der Damen schließlich den dritten Platz im Fußball. Beide Tore erzielte Obergefreiter Fatmire Bajramaj. Zum deutschen Aufgebot des letzten Spiels gehörten insgesamt fünf Soldatinnen der Bundeswehr: Hauptfeldwebel Kerstin Stegemann, Stabsunteroffizier Conny Pohlers sowie die Obergefreiten Fatmire Bajramaj und Simone Laudehr sind Angehörige der Sportfördergruppe Warendorf, Obergefreiter Babett Peter ist Sportsoldatin in Potsdam.
Laudehr, Peter und Stegemann traten gegen Japan in der Startelf an, Bajramaj wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Bundestrainerin Silvia Neid traf damit die richtige Wahl, denn mit der gebürtigen Kosovarin kam der Erfolg. Die Mittelfeldspielerin bezwang die japanische Torhüterin in der 68. und in der 87. Minute. Für die Fußballdamen ist das die dritte olympische Bronzemedaille. Der deutsche Fußballbund ist seit dem ersten olympischen Turnier für Frauen in Atlanta 1996 mit einer Mannschaft dabei. Bei den Spielen in Sydney 2000 und Athen 2004 erkämpften diese jeweils den dritten Platz. Das ist dem amtierenden Weltmeister nun in China erneut gelungen. Damit ist und bleibt das deutsche Team eine der erfolgreichsten Frauenfußballmannschaften der Welt.
Text: streitkräftebasis.de
Portraitfotos: Bundeswehr
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