Die deutsche Feldhockey-Nationalmannschaft der Herren hat olympisches Gold gewonnen. Die Elf besiegte in einem spannenden Endspiel Spanien mit 1:0 Toren. Damit gelang der Mannschaft zum dritten Mal der Olympiasieg. Von der deutschen Elf, amtierender Weltmeister und Erster der Weltrangliste, wurde allgemein eine Medaille erwartet.

Zu den Vorbereitungen der Mannschaft zählten rund 120 Lehrgangstage und Individualtraining mit bis zu drei Einheiten pro Tag. Zum deutschen Team gehörte der Obergefreite Maximilian Müller. Der 21-jährige Sportsoldat von der Sportfördergruppe Neubiberg war zum ersten Mal bei einer Olympiade dabei, ist aber schon ein alter Hase. Müller ist Innenverteidiger und spielt seit seinem 18. Lebensjahr im deutschen A-Kader. Er hat bereits über 50 Länderspiele absolviert und nun mit dieser Goldmedaille seinen größten Erfolg errungen.
Er und seine Mannschaftskameraden waren zuvor im Semifinale auf einen starken Gegner getroffen. Die Niederländer gingen in der zweiten Halbzeit in Führung, der Ausgleich fiel erst zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. So ging es nach 70 Minuten in die Verlängerung über zweimal siebeneinhalb Minuten. Nachdem diese torlos blieb, musste die Entscheidung im Siebenmeter-Schießen fallen. Dabei hatten die Deutschen die besseren Schützen und gewannen das Spiel schließlich mit 4:3.
Das Team revanchierte sich damit für die Halbfinalniederlage bei der Olympiade 2004 in Athen. Mit zarten drei Jahren fand der, nach eigener Aussage leidenschaftliche Golfspieler, Obergefreite Maximilian Müller den Weg zum Hockey. Sein Vater zählt zu den besten Hockeyspielern Nürnbergs. Sein Sohn hat ihn besonders stolz gemacht und ihm in wenigen Jahren den Rang abgelaufen. Er schätzt die familiäre Atmosphäre in den Sportfördergruppen und die ausgezeichnete Förderung durch die Bundeswehr. Seine Sportfördergruppe Neubiberg hat bestimmt schon eine Ecke für die olympische Goldmedaille im Berg von Auszeichnungen freigeschaufelt.
Text: streitkräftebasis.de



