Selbst der einst gefürchtete Freistoßschütze Mario Basler musste sich schließlich dem Team der Bundeswehr-Fußballnationalmannschaft geschlagen geben. Am Dienstagabend, 26. August, trat diese in einem Benefizspiel im Nassauer Sportzentrum auf der Au gegen den Zweitligisten TuS Koblenz an, wo der ehemalige Bayern-Profi jetzt als Co-Trainer tätig ist und siegte nach 90 Minuten klar und verdient mit 3:0.
Bereits zehn Minuten nach dem Anpfiff stand es 1:0 für die Bundeswehr-Elf. Der Koblenzer Torwart Andre Weis hatte keine Chance gegen den frischgebackenen U-19-Europameister Marcel Risse vom Bundesligisten Bayer Leverkusen. Zwar startete der Zweitligist umgehend einen Gegenangriff, der jedoch nicht zum Erfolg führte ebenso wie die folgenden beiden Eckstöße für den TuS, die jeweils deren Emmanuel Krontiris ausführte.

Mit 2:0 ging es in die Halbzeitpause
Nur wenige Minuten nachdem der Koblenzer Torwart einen Freistoß der Bundeswehr-Elf noch souverän gehalten hatte, versenkte Marcel Risse in der 33. Minute den Ball dann erneut im Netz des TuS und baute somit den Vorsprung der Militärs auf 2:0 aus. Auch wenn es während des restlichen ersten Halbzeit noch mehrere Angriffe von beiden Seiten gab unter anderem traf Risse zwei Minuten vor Schluss noch einmal den gegnerischen Pfosten sollte dies der Spielstand bleiben, mit dem beide Teams dann in die Pause gingen. Daran konnten auch die "Go Koblenz"-Rufe einiger begeisterter junger Fans nichts ändern.
Auch in der zweiten Halbzeit zeigten die Bundeswehr-Kicker unverändert ihre klare Überlegenheit. So erhöhte Andreas Gerdes vom Oberligisten SV Meppen in der 52. Minute zum späteren 3:0 Endstand für die Bundeswehr-Nationalmannschaft. Die Spieler des TuS hingegen scheiterten spätestens immer am Bw-Torhüter Marco Elia, der auch kurz darauf den Angriff des Koblenzer Alassane Ouedraogo souverän stoppte. Auch eine Tätlichkeit des TuS Spielers Marco Lomic am Bundeswehr-Spieler Manuel Duhnke, die Schiedsrichter Aslan Basibüyük jedoch ungeahndet ließ, konnte das Blatt nicht mehr wenden.
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Auch Mario Basler scheiterte an Bw-Kickern
Selbst die Einwechselung von TuS Co-Trainer Mario Basler im letzten Drittel konnte der Koblenzer Mannschaft nicht mehr die nötige Motivation geben. Einer der insgesamt rund 1.500 Zuschauer im Stadion kommentierte den Spielverlauf aus Sicht der Koblenzer gegen Ende in drastischen Worten: "Der TuS hat aufgehört zu spielen." Auch der Ehrentreffer, den der Ex-Bayern-Profi durch einen Freistoß für den TuS in der letzten Minute noch erreichen wollte, scheiterte an der Abwehr der Bundeswehr-Elf.
Im Anschluss kommentierte der Koblenzer Co-Trainer Uwe Koschinat die Leistung seiner Truppe ungeschminkt: "Es war ein schlechtes Spiel." Man habe es dem Gegner zu leicht gemacht, so Koschinat, der auch die mangelnde taktische Ordnung seiner eigenen Mannschaft kritisierte. Als Begründung für das schlechte Abschneiden fand er nur die Tatsache, dass der TuS in Nassau nicht mit seiner Bundesliga-Elf angetreten war. Bundeswehr-Trainer Mario Himsl hingegen zeigte sich mit der Leistung seiner Jungs erwartungsgemäß hochzufrieden: "Die Spieler haben sich super präsentiert und sportlich eine tolle Leistung geboten." Dabei habe die Bw-Elf zum ersten Mal in dieser Aufstellung zusammengespielt, so Himsl weiter.
| ![]() Frau Beate Jung nimmt den Scheck für das Sozialwerk entgegen. |
Auch das Ergebnis bei den Spenden war überzeugend
Auch wenn sich die Bundeswehr-Nationalmannschaft natürlich zu Recht über ihren verdienten 3:0-Sieg freute, als Benefizspiel war das Endergebnis in der Spendenkasse ebenso wichtig. Und auch das konnte sich mit rund 5.000 Euro schließlich ebenfalls sehen lassen. Noch am Abend überreichte die Nationalmannschaft der Ehefrau des Bundesverteidigungsministers und Schirmherrin der Aktion Sorgenkinder des Bundeswehr-Sozialwerks, Beate Jung, einen Scheck über 555,55 Euro für das Sozialwerk. Darüber hinaus erhalten die fünf Kindergärten in der Region jeweils 400 Euro und die restlichen rund 2.500 Euro sollen für die Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde Nassau verwendet werden.
Geht es nach dem Koblenzer Coach Uwe Rapolder, dann wird diese Begegnung nicht das letzte Spiel zwischen dem TuS und der Bundeswehr-Nationalmannschaft gewesen sein. Noch am Abend forderte er eine Revanche und versprach: "Wenn es besser terminiert ist, dann werden wir auch mit unserer Topmannschaft antreten." Darüber dürfte sich nicht nur Frau Jung freuen, die obwohl sie sich als Fußballfan natürlich auch selbst für das Spiel begeisterte hatte im Anschluss betonte: "Das wichtigste ist, dass das Spiel für einen guten Zweck statt fand."
Text: Müller/streitkraeftebasis.de
Fotos: Werner/Heeresamt






