Eine Mannschaft der VII. Inspektion (Luftwaffe) der Infanterieschule nahm erfolgreich an der Militärpatrouille "LOMBARDIA 2006" am nördlichen Lago Maggiore in Italien teil. Die Mannschaft siegte in der Wertung aller teilnehmenden Militärschulen und errang den zweiten Platz in der Gesamtwertung aller 71 Mannschaften aus 14 Nationen.
Die Mannschaften hatten als Patrouille den Auftrag, in einer frei erfundenen Lage gestohlene taktische Nuklearsprengköpfe wieder zu beschaffen. Im Laufe der Patrouille, die über 16 Kilometer und 1083 Höhenmeter ging, wurden den Teilnehmern insgesamt elf militärische Aufgaben gestellt, die es zu bewältigen galt.
Zunächst wurde die Mannschaft mit einem Sturmboot über den See gesetzt und musste, bereits vollkommen durchnässt, dabei gegnerische Stellungen am Ufer erkennen. Danach ging es auf einer Strecke von sechs Kilometern insgesamt 1083 Höhenmeter nach oben. Die Hammelburger Mannschaft musste als nächstes einen Hinterhalt planen und durchführen, bei dem ein Teil der Sprengköpfe erbeutet werden konnte. Darüber hinaus mussten sie den Luftangriff eigener Kampfflugzeuge auf einen "Rebellenflugplatz" vom Boden aus koordinieren und das Feuer eigener Schiffsartillerie lenken.
Danach wurde eine 18 Meter hohe Staumauer am Seil erklommen, mit verschiedenen Handfeuerwaffen geschossen und ein Zehn-Kilometer-Eilmarsch absolviert. Neben eher theoretischen weiteren Aufgaben wurden die Teilnehmer noch in ihren Kenntnissen in Erster Hilfe abgeprüft und hatten einen Test in Schiffserkennung abzulegen. Insgesamt errang die Mannschaft der Infanterieschule den ersten Platz unter den gestarteten Militärschulen und den zweiten Platz in der Gesamtwertung aller 71 Mannschaften aus 14 Nationen. | ![]() |
Auch im nächsten Jahr wollen die Soldaten der VII. Inspektion wieder an diesem fordernden aber auch interessanten Wettkampf teilnehmen.
Mike Weise



