Zwei Tage wurde die Sporthalle in der Zollernalb-Kaserne in eine Hockeyarena verwandelt. Zwölf Teams aus verschiedenen Bundeswehrstandorten kämpften um die begehrten Trophäen. Den weitesten Anreiseweg hatten die "Jever Sharks" vom Objektschutzbataillon aus Norddeutschland.

Eröffnung mit Gottesdienst
Mit einem Gottesdienst vor der Sporthalle, zelebriert durch den Evangelischen Standortpfarrer Ingo Schurig, wurde der erste Wettkampftag eingeläutet. Bei strahlend blauem Himmel und frühsommerlichen Temperaturen waren die Sitzbänke bis auf den letzten Platz belegt. Pfarrer Schurig, selbst aktiver Spieler des Turniers, appellierte in seiner Ansprache an alle Spieler. "Wer an einem Wettkampf teilnimmt, erhält den Siegerkranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft", Zitat des Apostel Paulus aus der Bibel.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch Oberleutnant Marvie Borkenhagen und Oberstabsgefreiten Mario Segalotto.
Turnier auf hohem Niveau
Im Anschluss eröffnete der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 1, Oberstleutnant Stefan Hinz, das erste Inlinehockeyturnier innerhalb der Bundeswehr auf dem Großen Heuberg. Als Initiatoren des sportlichen Wettkampfes zeichneten sich der Kompaniechef der Einsatzführungskompanie 11, Major Alexander Herrmann und der Leitende Sportlehrer der Truppe des Wehrbereichskommandos IV, Jörg Kunstmann, verantwortlich.
Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Hauptfeldwebel Eberhardt Bitzer und Hauptfeldwebel Bernd Schaper, die mit ihrem Helferteam die Lage jederzeit stets im Griff hatten. Bereits nach den ersten Spielen der Vorrunde kristallisierten sich vier Mannschaften als Favoriten heraus und qualifizierten sich fürs Halbfinale.
Neben den "Old Stars" aus München, den "Buron Adler" aus Kaufbeuren, den "Bandenkracher" aus Landsberg a.L., hatte sich auch die Heimmannschaft "Sweet Apple Rocks" als spielstarke Truppe präsentiert. Im ersten Halbfinalspiel standen sich die "Buron Adler" und die "Sweet Apple Rocks" gegenüber. Mit 4:3 Toren behielten die Gastgeber die Oberhand. Im zweiten Spiel fegten die "Old Stars" die "Bandenkracher" mit 8:0 aus der Halle.
Im kleinen Finale stand es am Ende der regulären Spielzeit 3:3. Das erforderliche Penaltyschießen gewannen die "Buron Adler" gegen die "Bandenkracher" mit 6:5 Toren. In der vollbesetzten Halle kam es somit zum Traumfinale zwischen den "Sweet Apple Rocks" und den "Old Stars". Nach einer 2:0 Führung durch Hauptmann Hagen Wolter und Hauptgefreiten Raphael Schlenker sah die Herrmann-Truppe schon wie der sichere Sieger aus, doch die Mannschaft aus der bayerischen Hauptstadt schlug durch Stabsunteroffizier Florian Wörndle und Stabsgefreiten Sebastian Dittfurth zurück.
Die Spannung war kaum zu überbieten und es wurde um jeden Meter Boden gefightet. Erneut Hauptgefreiter Schlenker brachte die Einheimischen mit 3:2 in Führung. 20 Sekunden vor Spielschluss erzielte Stabsfeldwebel Reinhold Grzesiczek per Penalty den 3:3 Ausgleich.
Das anschließende Penaltyschießen war an Dramatik nicht zu überbieten. Die beiden Torhüter, Sportlehrer Karl Schandl und Feldwebel Nils Freier, waren fast unüberwindbar. Nach mehrfachen Versuchen war es Gefreiter Sebastian Pingel, der den entscheidenden Penalty für die "Sweet Apple Rocks" zum vielumjubelten 6:5 Sieg verwandelte.
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Siegerehrung
Aus den Händen des Standortältesten und Kommandeur des Combined Air Operations Centre 4, Generalmajor Eike Krüger, nahm der Spielführer der Siegermannschaft, Major Alexander Herrmann, unter großem Jubel den Siegerund Wanderpokal entgegen. Alle Mannschaften erhielten zur Erinnerung eine Urkunde ausgehändigt, für die drei Erstplatzierten gab es zusätzlich noch Pokale. Als Bester Torschütze des Turniers wurde Stabsunteroffizier Stephan Tönnies von den "Jever Sharks" mit 20 Treffern ausgezeichnet.
Fazit
Sportlehrer Kunstmann zeigte sich am Ende der Veranstaltung sehr erfreut über den reibungslosen Ablauf. "Wir haben dieses Turnier im Rahmen der besonderen Sportausbildung hier in Meßstetten durchgeführt. Ein dickes Lob an die Verantwortlichen vor Ort, sowohl das Turnier selber als auch das Drumherum war glänzend organisiert. Meßstetten war ein idealer Austragungsort für dieses Turnier. "
Das Turnier stand auf einem hohen spielerischen und kämpferischen Niveau und für jeden Hockeyliebhaber waren viele rassige Szenen dabei. Die vielen Zuschauer kamen an beiden Tagen voll auf ihre Kosten und waren von den tollen Kombinationen und den vielen wunderschönen Toren, die es zu bejubeln gab, begeistert. Erfreulich auch, dass sich während des gesamten Turniers kein Spieler ernsthaft verletzte.
Ältester Spieler des Turniers war der 51jährige Johann Schätzenmaier von den "Fürsty Air Fighters" , ein Beweis dafür, dass diese Sportart für alle Altersklassen geeignet ist. Oberstabsfeldwebel Klaus Heitmeir von den "Old Stars" war sich einig: "Das Turnier hat riesig Spaß gemacht. Die Organisation war top. Ich hoffe, dass dieses Turnier nächstes Jahr eine Wiederholung findet."
Der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 1 und Standortältester in spe, Oberstleutnant Stefan Hinz, sagte dies zu.
Text und Fotos: OStFw Alfred Sauter





