... sondern auch die Temperaturen waren gemäßigt und bildeten eine gute Grundlage für das Gelingen dieses Festes, das man ohne Zweifel zu den Höhepunkten im Katalog der jährlichen Veranstaltungen zählen darf. Die Teilnehmerzahl war wie bereits in den Vorjahren sehr groß und gab dieser Veranstaltung ein voluminöses Bild. Man musste auf den drei Sportplätzen der Heeresschule in Aachen weder nach Teilnehmern noch nach Funktionspersonal Ausschau halten, beide Gattungen waren in ausreichendem Maße präsent, wobei das Verhältnis zueinander positiv für die Teilnehmer ausfiel.

Die Grobstruktur des Schulsportfestes war so festgelegt, dass am Vormittag des 26. August alle Soldaten Gelegenheit hatten, die restlichen Übungen für das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Die Übungsorte der Schule sind dafür in einer ausgezeichneten Verfassung. Drei Sportplätze mit Laufbahnen und Anlagen für die geforderten Übungen des Sportabzeichens bieten den Soldaten dafür beste technischen Voraussetzungen. Sie wurden dann auch vielfach genutzt, und eine hohe Zahl von Soldaten aller Altersklassen konnte die geforderten Leistungen erfüllen. Man muss bei der Nennung der Sportanlagen ganz besonders das schuleigene Hallenbad in der Gallwitzkaserne herausstellen, in dem das Schwimmen den ganzen Vormittag über stattfand mit einem guten Kampfrichterstab, der beispielhaft die reibungslose Organisation dieses Sportfestes demonstrierte.
Die Abnahme der Sportabzeichen war ein voller Erfolg, und es kann schon zu diesem Zeitpunkt einigermaßen verlässlich gesagt werden, dass die Soldaten der Schule in der Wertung des Sportabzeichens an der Spitze der Erwachsenen im Stadtsportbund Aachen liegen werden.
Die Abnahme von Sportabzeichenleistungen in Einzelwettkämpfen bildete den ersten Teil des Schulsportfestes. Mit dem zweiten Teil am Nachmittag auf den Sportanlagen der Lützowkaserne fand das Sportfest seine Fortsetzung und sicher auch seinen Höhepunkt, denn es galt, in Mannschaftswettbewerben die jeweiligen Sieger zu ermitteln. Dabei konnte man sich durch vergleichende Betrachtungen ein genaues Bild über die Leistung der Gegner machen, wodurch der Verlauf eine spannungsgeladene Atmosphäre erhielt. Das bezog sich auf alle Mannschaftswettbewerbe, die am Nachmittag zur Austragung kamen. Es verhieß dabei besondere Spannung, wenn zu Favoriten auserkorene Mannschaften ihren Sieg vom Vorjahr nicht wiederholen konnten. Ein solches Sportschicksal ereilte Hauptfeldwebel Markus Klostermann mit seinem Team beim Sommerbiathlon.
|
|
Es war letztlich eine Bombenüberraschung, als die Ordonnanzsoldaten aus dem Offizierheim Gut Neuhaus den Wettbewerb mit einer Zeit von 33:08 Minuten gewannen. Die jungen Soldaten hatten eine gute Mannschaftsleistung im Schießen mit Luftgewehr hingelegt und waren dann auch noch geschlossen die 1500 Meter-Strecke im Feldanzug gelaufen. Verständlicherweise war die Freude über dieses Abschneiden groß. Den zweiten Platz in diesem Sommerbiathlon belegte die IX. Inspektion der Fachschule des Heeres für Technik.
Parallel zu diesem Sommerbiathlon liefen andere Mannschaftswettbewerbe. Große Spannung war bei den Tauziehern auszumachen. Hier mussten die Mannschaften auch im Feldanzug zu jeweils acht Teilnehmern den Wettbewerb aufnehmen. Unter lautstarker Unterstützung ihrer Kameraden wurden die einzelnen Durchgänge gestartet. Zum Schluss stand das Ergebnis fest: es siegte die Mannschaft des Stabsquartieres vor der Mannschaft der Gruppe Weiterentwicklung. Dieser Schulbereich ist durch seine Altersstruktur gegenüber den jungen Soldaten des Stabsquartieres ein wenig benachteiligt und konnte diesen vitalen Nachteil nicht ganz durch Erfahrung kompensieren.
Das Sportgeschehen wurde ergänzt durch ein Kleinfeldfußball-Turnier, an dem sich acht Mannschaften beteiligten, darunter eine Mannschaft aus afrikanischen Soldaten, die zur Zeit eine militärtechnische Ausbildung an der Heeresschule erhalten. Unter der Leitung von Hauptmann Gregor Müller und Hauptfeldwebel Bernd Mommertz verliefen die einzelnen Partien sportlichfair und waren eine Demonstration echter Fußballkultur. Am Turnierende hatten die Soldaten des Stabsquartieres den Mannschaftspreis gewonnen, gefolgt von den afrikanischen Soldaten, die sich den Kampfnamen "Lions of Africa" gegeben hatten.
Um das Programm mit Mannschaftswettbewerben zu füllen, fand auch ein Beachvolleyball-Turnier statt, das der Stab der Schule gegen die Lehrgruppe B gewann.
Es lässt sich rückblickend feststellen, dass dieses Sportfest mit seiner Vielfalt von Sportarten und guten Leistungen, dazu von einer prächtigen Wettkampfatmosphäre getragen wurde, in der Bewertung von Schulveranstaltungen einen herausragenden Platz einnimmt. Bei der abschließenden Siegerehrung durch den stellvertretenden Schulkommandeur Oberst Dieter Diekmann erhielten die Siegermannschaften ihre Preise, wobei der Oberst nicht vergaß, dem Projektoffizier Hauptmann Heinrich Thönnissen seine besondere Anerkennung auszusprechen.
Text und Fotos: Dr. Klaus Wallner




