Es war keine andere als die 187-fache Nationalspielerin Kerstin Stegemann (Weltmeisterin 2003 und 2007), die beiden Mannschaften zu dem guten, fairen und immer spannenden Spiel, beim anschließenden Bankett, gratulierte. Nach dem Schlusspfiff war die Fußballwelt für die Deutsche Militärnationalmannschaft wieder in Ordnung.

Dabei waren sie ohne ihre Spitzensportler angetreten und hatten im Spielverlauf nicht immer gut ausgesehen. Die Mannschaft bestand überwiegend aus BM-Cup-Teilnehmern, die sich in diesem Spiel für höhere Weihen empfehlen konnten.
Das Holländische Team ging in der 17. Minute mit 1:0 in Führung. Der Deutschen Mannschaft fiel es bis zur 64. Minute schwer, sich gegen die über weite Teile dominierenden Holländer durchzusetzen. Dann erzielte der ehemalige Profisportler Oliver Unsöld (SSV Ulm und Greuther Fürth) mit einem 25-Meter Kracher den zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich. Aber in der 79. Minute gingen die Gäste durch ihren überragenden Mittelstürmer, Jan P. Benda, (PSV Eindhovern II) nach einem herrlichen Solo erneut in Führung.

Der deutsche Cheftrainer Mario Himsl reagierte direkt, indem er Timo Kelterbach für Dennis Lemke (Herthas BSC Berlin II) brachte. Diese Maßnahme erwies sich als Glücksgriff. Kelterbach war das belebende Element im Deutschen Sturm. Keine zwei Minuten auf dem Spielfeld setzte er in seiner ersten Aktion einen Kopfball nur knapp gegen das Außennetz. Und als sich schon alle im Deutschen Lager mit der Niederlage abgefunden hatten, gab der Schiedsrichter 25 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse einen Freistoß. David Sasse (ehem. 1.FC Köln U23) brachte den Ball scharf genau vor die Füße von Timo Kelterbach, der eiskalt aus 10 Meter den herauseilenden Gästetorhüter überlupfte. Der für den Bezirksligisten SG Guckheim spielende und in Daubach /Westerwald wohnende Timo Kelterbach hatte mit dem sehenswerten Treffer in letzter Minute die Deutsche Mannschaft vor der drohenden Heimniederlage bewahrt.
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Bei der anschließenden Pressekonferenz sagte der holländische Trainer abschließend: "Das Ergebnis spricht wie so oft für den deutschen Kampfgeist! Insgesamt geht das Unentschieden so in Ordnung, obwohl meine Mannschaft etwas mehr Spielanteile hatte." Er könnte an den alten überlieferten Satz gedacht haben: "Gegen die Deutschen darfst du erst aufhören zu spielen, wenn deren Spieler im Bus sitzen." Mario Himsl lobte sein Team für den unermüdlichen Einsatz, der schließlich mit dem, wie er meint, etwas glücklichen Ausgleichstreffer, belohnt wurde: "Die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen und gezeigt was mit vollem Einsatz machbar ist. Der holländischen Mannschaft zollen wir großen Respekt für ihre Top-Leistung in einem immer fairen und spannenden Spiel."
Aus heiterem Himmel kam auf die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Bundeswehr ein Angebot zu, dass sie nicht ablehnen konnte: Die Möglichkeit ein Freundschaftsspiel gegen die CISM-Mannschaft aus Holland zu bestreiten. Insgesamt wurden 23 Spieler gesichtet, von denen sich auch einige für höhere Aufgaben in der CISM-Mannschaft empfohlen haben. Sie bekommen eine weitere Chance, sich in den Kader zu spielen und in das CISM-Team übernommen zu werden. Denn wenn im Februar gegen die U19 von Bayer Leverkusen gespielt wird, sind etliche Fußballer aus diesem Spiel dabei.
Text: Peter Back
Fotos: Bundeswehr




