Am 27.10.2008 fand im Henning-vonTresckow-Saal des Ministerium des Innern des Landes Brandenburg ein Empfang zu Ehren der Bundeswehrsportler des Wehrbereich III statt, welche an den XXIX. Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking teilgenommen haben.

Der Befehlshaber im Wehrbereich III, Generalmajor Johann G. Oppitz, wollte sich persönlich bei "seinen" Sportlern für ihre hervorragenden Leistungen in Peking bedanken. Wissend, das die Sportler schon vielfach geehrt und gewürdigt wurden, sei es ihm ein inneres Bedürfnis und eine Herzenssache seinen ganz persönlichen Dank und seine Annerkennung den Sportlern auszusprechen, so Oppitz in seinem Grußwort.
An dieser Feierstunde nahm ebenfalls die Teilnehmerin an den Paralympics 2008 Yvonne Sehmisch aus Holzdorf teil. Sie ist Angestellte der Bundeswehr. In Peking startete sie im Rennrollstuhlfahren.
Erfolgreiche Kanuten
33 Sportler der Sportfördergruppen des Wehrbereiches aus Potsdam, Berlin, Frankfurt/Oder, Frankenberg und Oberhof nahmen an der Olympiade teil. Bundeswehrsportler gewannen insgesamt 15 Medaillen, acht ( 2x Gold/1x Silber/5x Bronze) errangen die Sportler der Sportfördergruppen des WB III. Außerordentlich erfolgreich waren die Potsdamer Kanuten. Sie gewannen u.a. die beiden Goldmedaillen.
Der Befehlshaber betonte, dass trotz aller Strukturveränderungen und Personalreduzierungen in der Bundeswehr die Sportförderung auf hohem Niveau erhalten bleibt. Dem Spitzensport stehen 744 Förderplätze zur Verfügung. Diese können in Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver auf 824 aufgestockt werden.
![]() Der Befehlshaber im Gespräch mit Fanny und Birgit Fischer. | ![]() Die Leiter der Sportfördergruppen im Wehrbereich III. |
Ehrenmedaille des Befehlshabers
Generalmajor Oppitz überreichte den Medaillengewinnern, unterstützt von Jörg Schönbohm, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Innern des Landes Brandenburg sowie Gerd A. Engelmann, Vizepräsident der Wehrbereichsverwaltung Ost den Coin des Befehlshabers im Wehrbereich III.
Der Athletensprecher Stabsunteroffizier Lutz Altepost, Bronzemedaillengewinner in Peking, bedankte sich im Namen der Sportler bei Jörg Schönbohm sowie dem Befehlshaber.
Erfolgreichste Olympionikin Deutschlands
Ehrengast des Empfanges war die ehemalige Kanutin Birgit Fischer, die erfolgreichste deutsche Olympiastarterin. Die sechsmalige Teilnehmerin an Olympischen Spielen von 1980 bis 2004 (außer 1984) gewann insgesamt acht Goldmedaillen.
Ihre Nichte Hauptgefreiter Fanny Fischer, Kanutin der Sportfördergruppe Potsdam und Goldmedaillengewinnerin in Peking , tritt erfolgreich in ihre Fußstapfen.
Ihre Erfolge hat sie aber auch ihrem Vater, Frank Fischer, ebenfalls Weltmeister im Kanu-Rennsport sowie ihrer Mutter Sarina Fischer geb. Hülsenbeck, Schwimmolympiasiegerin, zu verdanken. Die gemeinsamen Wettkämpfe 2005 in einem Boot mit ihrer 24 Jahre älteren Tante Birgit Fischer sind sicherlich ein Unikum im modernen Hochleistungssport. Sie gewannen Bronze bei den Weltmeisterschaften.
Dem Spruch von Pierre de Coubertin, Gründer des Internationalen Olympischen Komitees, "Teilnahme ist alles" , widersprach Birgit Fischer ganz vehement: "Mit dieser Einstellung gewinnst du heute keinen Wettkampf auf höchstem Niveau."
Text: Peter Rieck,WBK III
Fotos: Tino Arnold,WBK III




