"Sport und Bundeswehr gehören zusammen", betonte Verteidigungsminister Franz Josef Jung in Berlin, als er 99 Sportsoldaten und die beiden Paralympicsportler Dirk Wieschendorf und Yvonne Sehmisch für ihre Leistungen bei den XXIX. Olympischen Spielen und den XIII. Paralympics ehrte.
Insgesamt traten 127 Sportsoldaten im August bei den Wettkämpfen in China an und holten 15 Medaillen. Damit konnte die Erfolgsgeschichte "Bundeswehr und Sport" fortgesetzt werden. Seit 1992 gewannen die Athleten der Bundeswehr bei Olympischen Spielen rund 43 Prozent der deutschen Medaillen.

Jung war im Sommer selbst in China vor Ort: "Die Eindrücke aus Peking und natürlich der Einsatz und die Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler bleiben für mich unvergessen." Auch die Kanutin Feldwebel Katrin Wagner-Augustin trug zum Erfolg der deutschen Sportler bei. Die 31-Jährige gewann in Peking ihre vierte olympische Goldmedaille sowie ihre erste Bronzemedaille in einer Einzelwertung. "Ihr Besuch in Peking war für uns Ansporn und Zeichen, dass sie hinter uns stehen", wendete sich Wagner-Augustin an den Minister. Sie sei stolz, ihre Uniform zu tragen und die Bundeswehr in der Öffentlichkeit zu vertreten. Auch Stabsunteroffizier Lutz Altpost - ebenfalls Kanu-Sportler - bedankte sich beim Minister für sein Engagement für den Spitzensport. Z
usammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) will Jung auch in Zukunft die Förderung des Spitzensports vorantreiben. Daher hatte er entschieden, die Förderplätze in der Bundeswehr um 120 auf 744 zu erhöhen. Bis zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver ist sogar eine flexible Erhöhung auf bis zu 824 Plätze möglich. "Ohne diese Sportförderung könnte Deutschland in der Weltspitze nicht mehr mitmischen", unterstrich Thomas Bach, Präsident des DOSB, die Unterstützung durch die Bundeswehr. Die Sportsoldaten und deren Erfolge seien ein lebendiges und gutes Beispiel für die Zusammengehörigkeit von Bundeswehr und Sport.
Wie wichtig die Unterstützung für die Sportler ist, beschrieb Silbermedaillengewinner Stabsunteroffizier Ronald Rauhe: "Es ist gut zu wissen, dass wir durch die Bundeswehr abgesichert sind. Wir haben so Rückhalt und können uns voll und ganz auf das Training konzentrieren."
Als Dank überreichten Wagner-Augustin und Altepost im Namen aller anwesenden Sportsoldaten dem Minister ein Exemplar ihrer "Uniform" in Peking ein Olympia-T-Shirt mit den Unterschriften der Athleten.
Text: Sylvia Jaeck
Foto: Andrea Bienert


