620 Einzelstarter und 52 Mannschaften beteiligten sich am 10. internationalen Herbstbiathlon der Infanterieschule. Der Wettkampf begann am 15. Oktober mit dem Einzelwettbewerb und endete am 16. Oktober mit den Mannschaftswettkämpfen.

Nicht alle Teilnehmer waren Bundeswehrsoldaten. Neben zivilen Behörden, Universitäten und regionalen Verbänden kamen auch Militärmannschaften aus Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten nach Hammelburg. Im Ziel wurden die Athleten von Wettkampfrichtern des WSV Oberhof unter Führung von Hans-Gert Jahn und Jürgen Sendel, Bruder des erfolgreichen Biathleten Peter Sendel, erwartet. Dieses Team unterstützt die Infanterieschule schon über Jahre hinweg tatkräftig mit seinen Erfahrungen aus nationalen und internationalen Wettkämpfen.
Gute Leistung trotz schlechten Wetters Punkt 08:31 Uhr war es so weit. Der stellvertretende Schulkommandeur und Leiter Schulstab der Infanterieschule, Oberst Jörg Udo Keck, startete den Einzelwettbewerb bei bedecktem Himmel und Nebel. Im Einzelwettbewerb stellten sich die 620 Biathleten, nach Altersklassen aufgeteilt, den Strapazen der 6000m langen Strecke. Bis zum ersten Schießen im "stehenden Anschlag" mussten die Athleten ca. 4500 m auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg zurücklegen. Da sich der erste Schießstand auf der höchsten Stelle des Streckenprofils befand, war es für viele Wettkämpfer eine Herausforderung, den rasanten Pulsschlag wieder einzufangen. Nur wer eine sichere Hand bewies, konnte die fünf Klappscheiben in einer Entfernung von 50 m fallen sehen. Nach weiteren 1000 m Laufstrecke erreichten die Läufer die fünf Ziele des zweiten Schießstandes für den "liegenden Anschlag". Auch hier wurde volle Konzentration gefordert, da für jeden Fehlschuss eine Strafrunde von 110 m zurückgelegt werden musste.
Nicht wenige Biathleten erhöhten ihre Laufstrecke um einige hundert Meter und konnten den abschließenden Zielspurt nur mit einer stattlichen Verzögerung antreten. Herausragend war hier die Leistung eines Jägers aus der Rekrutenkompanie. Manuel Stöckert schaffte es trotz zehn gelaufener Strafrunden noch mit einer Zeit von 25:15 Minuten auf Platz 1 seiner Altersklasse 1.
![]() Andrang bei der ersten Schießübung. | ![]() Der General nimmt Maß: Josef Blotz am "stehenden Anschlag“. |
Gemeinsam stark
Am folgenden Tag wurde der Mannschaftswettbewerb durchgeführt. Die Teilnehmer konnten, trotz stark bedecktem Himmel, einen spannenden Wettkampftag erleben.
Im Mittelpunkt der Anstrengungen stand der Wanderpokal des Generals der Infanterie, welcher an die Biathlonmannschaft der Infanterieverbände mit der besten Gesamtzeit überreicht wird. In dieser heiß umkämpften Klasse verwiesen die Gebirgsjägerbataillone 231, 232 und 233 die übrigen Teilnehmer auf die Plätze vier bis zehn. Das Bataillon 232 sicherte sich zum dritten Mal mit einer Gesamtzeit von 1:13:38 und knapp vier Minuten Vorsprung den ersten Platz und nahm den Pokal wieder mit nach Bad Reichenhall.
Es folgte der Massenstart der zivilen Organisationen sowie den internationalen und regionalen Verbänden mit 15 Mannschaften. In dieser Klasse verteilten die Mannschaften der Universität Würzburg, des TUS Fritzlar sowie der französischen Infanterieschule aus Montpellier die ersten drei Plätze unter sich. Hierbei konnten die Sportler aus Würzburg auch dieses Jahr wieder den ersten Platz mit 1:25:21 für sich beanspruchen.

Die Sieger: Die Mannschaft des Gebirgsjägerbataillon 232
mit General Blotz.
Abschluss einer gelungenen Sportveranstaltung
Die Sportveranstaltung fand am Abend ihren Abschluss mit der vom Leiter des Bereiches Unterstützung, Oberstleutnant Volker Hahn, durchgeführten Siegerehrung. Nach einer kurzen Ansprache des Generals der Infanterie, Brigadegeneral Josef Blotz, wurden die Sieger der jeweiligen Altersklasse, der Gesamtsieger sowie die besten Mannschaften auf das Treppchen gerufen. Den Pokal für den besten Biathleten der Infanterieschule nahm dieses Jahr Feldwebel Markus Meißgeier, von der 4. Kompanie des Jägerregiments 1 entgegen. Seine Bestzeit: 23:55 Minuten.
Nachdem alle Urkunden, Medaillen und Pokale überreicht waren, begann der Kameradschaftsabend im Fähnrichheim. Diesen nutzten viele Teilnehmer noch, um sich bei Leberkäse und Bier über den Verlauf des Herbstbiathlons auszutauschen.
Text: Sebastian Kluge
Fotos: Martin Seufert




