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Deutschland-Tour in 6 Tagen - für einen guten Zweck
 
Geschrieben von admin am Donnerstag, 18. Dezember 2008

Sonstiges

"Normalerweise radeln wir schon so 300 Kilometer in der Woche", sagt Leutnant Maik Seifert. Er ist Leiter der Triathlon-AG an der HelmutSchmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. "Aber über 900 Kilometer in sechs Tagen, das ist schon eine Herausforderung."



Unmittelbar vor dem Start durch Universitätspräsident
Professor Dr.-Ing. Hans Christoph Zeidler.

Der stellten sich neben Seifert noch die Leutnante Tobias Rüth und Christoph Hausmann. Als Unterstützer dabei Leutnant Eva Wagmann und Leutnant Sven Thomsen. In Tagesetappen von 100 bis 200 Kilometern fuhren die Drei von Hamburg über Hannover, Kassel, Fulda, Bamberg, Roth nach Neubiberg bei München, dem Standort der dortigen Universität der Bundeswehr. Das Besondere: Die jungen Studenten taten dies für einen guten Zweck.

Die Idee zu einer Fahrt von der Bundeswehruniversität Hamburg zu ihrer Schwesteruniversität nach München verfolgten die fünf Studenten schon länger. "Allerdings wollten wir nicht einfach nur ein Langstreckentraining absolvieren", erläutert Maik Seifert, der die Benefiz-Tour maßgeblich geplant und organisiert hat. Bei der Planung kam ihnen der Gedanke, die Tour von Nord nach Süd noch mit einem sinnvollen Programm zu verbinden. "So entstand die Idee, unsere sportlichen Ambitionen mit einem karitativen Zweck zu verknüpfen und Spenden für die Soldatentumorhilfe Hamburg e.V. zu sammeln. Dazu haben wir Bundeswehrdienststellen, Behörden, Unternehmen und Medien um Unterstützung gebeten." 


Großes Interesse der Medien.

Vor dem Tor des Alten Rat-
hauses von Bamberg.

Den Startschuss zu diesem außergewöhnlichen Ausdauertraining gab der Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft, Bernd Röder. Der erste Vorsitzende der Soldatentumorhilfe Hamburg e.V., Oberstarzt Dr. Walter Wagner, Chef-Urologe des Bundeswehr-Krankenhauses Hamburg, kam ebenfalls zum Start der Tour. Auch die Bevölkerung zeigte großes Interesse für die im "Gelben Trikot" der Soldatentumorhilfe gekleideten Soldaten. Die Medien umlagerten die Radfahrer mit Kamerateams und zogen viele Passanten an, welche dann auch fleißig spendeten. Zusätzlich sammelten die sportlichen Soldaten an den Etappenzielen Spenden in der Öffentlichkeit. Ein Sponsor spendete für jeden gefahrenen Kilometer einen Betrag. So wurden die Fahrer an den jeweiligen Etappenzielen nicht nur von den örtlichen Militärs in Empfang genommen, auch Kommunalpolitiker würdigten die Leistung und das Ansinnen, das die Studenten mit ihrer Fahrt verbinden.

Ursprünglich hatten sie die Idee, mit der Laufgemeinschaft der Hochschule über zehn Etappen nach München zu laufen. Als sich dieses Vorhaben mangels ausreichender Teilnehmerzahl nicht realisieren ließ, schalteten die drei passionierten Triathleten kurzerhand um und beschlossen eine Radtour durch die Republik - gut 900 Kilometer in nur sechs Etappen. Um diese Fahrt in knapper Wochenfrist heil zu überstehen, hatten die drei jungen Offiziere im Vorfeld jeweils ein rund viermonatiges Trainingsprogramm abgespult. Trotz der teilweise doch erheblichen Steigungen vor Kassel, konnte das Trio einen Schnitt von knapp 30 Kilometern in der Stunde halten.


Scheckübergabe an die Radler und ihr Begleitteam.

Insgesamt sammelten die Rad fahrenden Studenten rund 2000 Euro an Spendengeldern ein. Der Betrag geht an die "Soldatentumorhilfe Hamburg e.V.". Der Verein unterstützt die medizinische Behandlung und die psychische Betreuung von Tumorkranken und ihren Angehörigen.

Text: PIZ SKB; David Krebs
Fotos: Bundeswehr

Spendenkonto der Soldatentumorhilfe Hamburg e.V.:
Vereins- und Westbank Hamburg
Kto.-Nr. 26/01110
BLZ 200 300 00


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