Erfolgreich kamen sie aus Bulgarien zurück - die deutschen Leichathletinnen und Leichtathleten bei den 43. Militär-Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. Juni in Sofia. Aber auch mit ein paar Enttäuschungen. Den sportlichen Höhenpunkten, die zweimal mit Gold, einmal mit Silber und einmal Bronze belohnt wurden, standen fünf abgesagte Wettkämpfe gegenüber.
Einer der großen Gewinner der Leichtathletik-CISM-WM in der bulgarischen Hauptstadt war Hauptbootsmann Ralf Bartels: Der Kugelstoßer wurde Militär-Weltmeister. Mit einer Weite von 20,33 Meter verwies der Europameister der Sportfördergruppe Frankfurt/Oder den Slowaken Miroslav Vodovnik (19,67 Meter) und den Weißrussen Andrej Siniakou (19,59 Meter) auf die Plätze.

Edelmetalle für Speerwerfer und Läuferin
Gold brachte auch Speerwerfer Matthias de Zordo (Sportfördergruppe Mainz) nach Deutschland zurück. Die Wurfweite des Hauptgefreiten: 79,92 Meter. Und auch Silber ging beim Speerwerfen an Deutschland: Der 31-jährige Oberbootsmann Mark Frank (Sportfördergruppe Appen) warf 77,76 Meter. Und das trotz widriger Bedingungen an der Abwurfstelle - der Belag löste sich.
Einen dritten Platz und damit Bronze errang schließlich Stabsunteroffizier Claudia Hoffmann über 400 Meter. Die 26-jährige aus der Sportfördergruppe Frankfurt/Oder lief die Distanz in 52,64 Sekunden. Gold bekam hier die Italienerin Libania Grenot, die mit einer Zeit von 51,29 Sekunden einen neuen CISMWeltrekord erzielte.
Knapp vorbei und doch gewonnen
Knapp an einer Medaille vorbei sprang indes Hürdensprinter Willi Mathiszik. Der 24-jährige Stabsunteroffizier aus der Sportfördergruppe Frankenberg lief 13,81 Sekunden - der vierte Platz. Als erster durchs Ziel ging hier der Niederländer Gregory Sedoc mit 13,47 Sekunden.
Auch Hammerwerfer Markus Esser (Sportfördergruppe Köln) verpasste knapp Bronze. Für seinen Wurf von 78,04 Meter kam der 29-jährige Stabsunteroffizier auf den vierten Platz. Sein Teamkamerad Gefreiter Sergej Litvinov folgte direkt dahinter auf Platz fünf.
Der 23-jährige von der Sportfördergruppe Mainz warf 77,98 Meter und hat sich mit dieser Leistung für die zivile Weltmeisterschaft in Berlin im August nominiert. Einen vierten Platz gab es für die deutschen Bundeswehrsportler auch beim Diskuswerfen der Männer. Hauptgefreiter Sascha Hördt (25) erzielte eine Weite von 61,30 Meter und bleib damit nur knapp hinter seiner persönlichen Bestleistung von 61,53 Meter. Die Goldmedaille in dieser Disziplin nahm der Pole Piotr Malachowski mit nach Hause. Seine Weite: 64,94 Meter.
| ![]() Gold: Speerwerfer Matthias de Zordo. |
Ziel erreicht, trotz abgesagter Wettkämpfe
Völlig ohne Platzierung, weil ohne Start endete die WM für fünf deutsche Athletinnen und Athleten: Aufgrund "technischer und organisatorischer Probleme" sagten die Organisatoren zu Beginn der Veranstaltung einige Wettbewerbe ab.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte denn auch Oberstleutnant Harald Dobmeier, der die deutsche Mannschaft bei der CISM-WM betreut hat, auf die Veranstaltung zurück: "Wir haben genau das erreicht, was wir uns vorgestellt haben. Schade nur, dass einige Athletinnen hier aufgrund einiger Wettkampfabsagen um ihre Chance gebracht wurden."
Text: PIZ SKB
Fotos: Bundeswehr/Rott, Sportfördergruppe Mainz




