Mit diesem Motto traten zwei Mannschaften der Infanterieschule Hammelburg beim 26. Internationalen Hochsauerlandmarsch an. Während die Lehrgangsteilnehmer des Hörsaales 25 der VI. Inspektion - sie werden hier zu Gruppenführern der Luftwaffensicherungstruppe ausgebildet - erstmals an diesem Wettkampf teilnahmen, handelte es sich beim Team "Infanterieschule" um eine gemischte Mannschaft mit reichlich Wettkampferfahrung.
Die beiden "alten Hasen" Oberfeldwebel Andreas Wolschendorf und Hauptmann Mike Weise starteten gemeinsam mit einem weiteren Ausbilder der Luftwaffe, Hauptfeldwebel Heiko Steng, und wurden verstärkt durch Hauptfeldwebel Peter Zinger vom Offizieranwärterbataillon des Heeres.

Teamgeist: Mannschaft der Infanterieschule an
der Station Krankenwagen ziehen.
94 Mannschaften traten in den Wettbewerb
Gemeinsam mit 92 weiteren Mannschaften aus Deutschland, Dänemark und Belgien reisten die beiden Teams am Freitag, den 13. März, nach Hallenberg im Hochsauerland, um dort die besten Teams in den Wertungen Reservisten, Aktive Soldaten, Internationale, Bestes Schießergebnis, Schnellste Marschzeit und natürlich in der Gesamtwertung zu ermitteln. Dazu mussten alle Teams im Laufe des Samstag sieben Stationen entlang einer Strecke von rund 10 Kilometern absolvieren, an denen sie auf verschiedenste Weise geprüft wurden.
Stand zunächst das theoretische Wissen um Sicherheitspolitik, Regeln zur Gewaltanwendung in bewaffneten Konflikten sowie Flugzeug- und Fahrzeugerkennung zum Test an, wurden an der nächsten Station die Fähigkeiten im Entfernungsschätzen geprüft. Es folgten die körperlich fordernde Station "Hindernisbahn mit Handgranatenzielwurf" sowie die traditionelle Rollenbahn. Diese ist einer der Höhepunkte des Wettkampfes. Alle Teilnehmer werden mit einer Seilrolle über eine Strecke von 200 Metern und einen Höhenunterschied von knapp 30 Metern bergab "geschleust". Nach dieser eher psychischen Herausforderung stand erneut die Leistungsfähigkeit der Soldaten im Vordergrund. Ein Krankentransportwagen der Bundeswehr musste, nur mit Muskelkraft, schnellstmöglich über eine Strecke von knapp 15 Metern gezogen werden. Um beim Thema zu bleiben, wurde anschließend das Wissen aller Teilnehmer über Erste Hilfe bei mittleren und schweren Verletzungen überprüft. Zum Abschluss des Wettkampfes mussten alle Mannschaften noch ihre Treffsicherheit mit dem KleinkaliberGewehr unter Beweis stellen, bevor sie sich auf den Eilmarsch ins Ziel machen konnten.
Division Spezielle Operationen schnellste Marschierer
Wie in den Jahren zuvor hatte sich das Organisationsteam des Landeskommando NW, unterstützt durch zahlreiche Helfer der regionalen Reservistenkameradschaften, des Deutschen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehren und des THW, mächtig ins Zeug gelegt, um den Wettkampf erneut zu einem besonderen Ereignis zu machen. So fand auch die Siegerehrung am Abend in der Schützenhalle Liesen in gewohnt angenehmer Atmosphäre statt. Dabei wurde die Mannschaft der Infanterieschule zunächst mit dem dritten Platz in der Wertung für die Marschzeit belohnt. Sieger wurde hier das Team der Division Spezielle Operationen, das alle anderen bei der Marschgeschwindigkeit weit hinter sich ließ. Es folgten die Wertungen Schießleistung, internationale Teams und Beste Reservisten.
Mit den Worten "Auf dem 1. Platz Aktive Soldaten begrüßen wir erneut alte Bekannte" wurde das Team Infanterieschule dann erneut nach vorn gebeten, um im vierten Jahr in Folge den Siegespokal in dieser Wertung entgegenzunehmen.
Die Freude über diesen Erfolg wurde noch gesteigert, als auch der Gesamtsieg des 26. Hochsauerlandmarsches 2009 an die Mannschaft der Infanterieschule verliehen wurde. Damit findet auch die Wettkampflaufbahn der beiden "Alten" im Team, Hauptmann Weise und Oberfeldwebel Wolschendorf, einen würdigen Abschluss.
Das Lehrgangsteilnehmer-Team bestehend aus den Stabsunteroffizieren Marco Fleischhacker, Sven Günther, Alexander Karg und Robert Schmitt beendete den Wettkampf mit einem sehr guten 7. Platz in der Wertung der aktiven Soldaten und einem 19. Platz in der Gesamtwertung der 94 Mannschaften.
Mike Weise


