Eine ganz besondere Form der Sportweiterbildung ihrer Übungsleiter wählte die Ausbildungsgruppe II der TSLw 1 aus Kaufbeuren. Zusammen mit ihren zuständigen Diplomsportlehrer André Jansen aus Füssen, ging es für 3 Tage nach Todtnau / Fahl in den Schwarzwald.
Losgelöst von den üblichen, dienstlichen Zwängen innerhalb des Ausbildungsbetriebes, ging es hierbei in erster Linie um die Verlängerung der Lizenzen und die Weiterbildung der Übungsleiter bzw. Fachsportleiter.

Inmitten eines der schönsten Skigebiete Deutschlands lag es natürlich nahe, das Schwerpunktthema in den Bereich Wintersport zu legen. Hatten wir doch täglich mehr oder weniger ausgeprägt starke Neuschneefälle, sodass Skifahren fast schon die Einzige sinnvolle und effektive Fortbewegungsmethode darstellte. Und das trotz bereits erfolgten, kalendarischen Frühlingsanfangs.
Das Teilnehmerfeld umfaste alle Leistungsstufen. Vom versierten Allgäuer Skifahrer, der wahrscheinlich bereits mit Ski geboren wurde, bis hin zum völligen Anfänger norddeutscher Abstammung. Die stark wechselnden Schneeverhältnisse und die unterschiedlich, schwierigen Pisten im Bereich des Feldbergs, verlangten jeden sowohl Konditionell als auch Koordinativ einiges ab. Begriffe wie intermuskuläre Zusammenarbeit, Gleichgewichtsinn, Reaktionsschnelligkeit oder Kraftausdauer wurden so geradezu plastisch dargestellt.
Da waren die theoretischen Unterrichtungen durch unseren Sportlehrer willkommene Erholungsphasen zur notwendige Regeneration. Die ganz nebenbei aufgebaute Slackline animierte dann aber bereits wieder zur zugegebenermaßen recht ungewohnten Bewegung auf diesen wackligen Terrain. Um aber trotz der winterlichen, äußeren Bedingungen auch andere sportliche Aspekte einzubringen, wurde noch ein Spinningkurs mit anschließendem Saunabesuch am Nachmittag eingebaut. Wahrscheinlich um uns auch wirklich den Rest zu geben und die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit auszutesten. Beim abendlichen „Marsch mit Gesang“ wurde dann folgerichtig auch auf den Marsch nicht aber auf den Gesang verzichtet. Zumal wir fachkompetent auf der Gitarre unterstützt wurden. Die Wirkung isotonischer Getränke im Zusammenhang mit sportlicher Belastung konnte so auch gleich noch vor Ort geklärt werden.
Insgesamt muss man sagen, dass es eine wunderbare, nachahmenswerte Form der sportlichen Weiterbildung darstellt. Das konsequente Herauslösen vom täglichen Dienst legt den Fokus in diesem Zeitraum auf den eigentlichen Inhalt dieser Maßnahme - den Sport!
Text und Fotos: OLt Andre Günzel


