Das erste Mal seit 10 Jahren hatte die Sportschule der Bundeswehr zum Tag der offenen Tür nach Warendorf geladen und über 20000 Besucher waren dem Ruf gefolgt. Unter dem Motto "Bw Sportiv" wurden sie zum Mitmachen motiviert.

Schon Wochen zuvor warb RadioWAF, der dort bekannte Lokalsender, mit Radiotrailern für diese außergewöhnliche Veranstaltung. In diesem Zusammenhang führte der Sender zugleich seine beliebten Radiospiele durch.
Vollen Einsatz gaben alle Beteiligten um die zahlreichen Besucher beim Klettern, Inlineskaten, Beachvolleyball, Gerätetauchen und vielen weiteren Sportarten zum Mitmachen zu begeistern. So kam nicht nur das eingesetzte Personal der Sportschule und der Sportfördergruppe in Schweiß, sondern auch viele, die eigentlich nur zum Zuschauen gekommen waren. Besonders gut besucht war das "personal Training" mit Fußballweltmeisterin Kerstin Stegemann. Die teilnehmenden Kids forderten sie so sehr, dass sie mehrfach täglich den Trainingsanzug wechseln und duschen musste.

Die Offiziellen des Tages der Offenen Tür in Warendorf.
Zusätzlich zu den sportlichen Aktivitäten an den Mitmach-Stationen, gab es Vorführungen und Exponate aus Heer, Luftwaffe, Marine und Streitkräftebasis.
Absoluter Publikumsmagnet waren die dynamischen Vorstellungen der gepanzerten Fahrzeuge der Panzerbrigade 21 aus Augustdorf, die mit einem Kampfpanzer Leopard 2 A6 M, einer Panzerhaubitze 2000, einem MTW M113 sowie einem Aufklärungspanzer Fennek nach Warendorf gekommen waren. Auch die Schule für Diensthundewesen aus Ulmen präsentierte sich mit mehreren Vorführungen im gut gefüllten Stadion.
Der Diensthundenachwuchs durfte sogar von den begeisterten Kindern gestreichelt und hautnah erlebt werden. Die Fallschirmjäger der Luftlandebrigade 31 aus Oldenburg begeisterten das Publikum: Ausgestattet mit großen Fahnen und Rauchkörpern waren die Spezialisten vor der beeindruckenden Kulisse einer heranziehenden Schlechtwetterfront ein atemberaubendes Erlebnis.

Publikumsmagnet Großgerät: Haubitze frei zur Erkundung.
Für das leibliche Wohl der Zuschauer und Aussteller war ebenfalls gesorgt. Nicht nur die obligatorische Erbsensuppe war zu haben, sondern von Backfisch bis Pizza war alles im Angebot. Das Technische Hilfswerk, das mit seiner Logistik XXL, bei der Zubereitung unzähliger Portionen Erbsensuppe half, unterstützte erfolgreich die Feldküchen der Bundeswehr. Hier und an vielen anderen Stellen hat sich gezeigt, wie gut die einzelnen Dienststellen von Bundeswehr, THW, Rotem Kreuz und Freiwilliger Feuerwehr im engen Schulterschluss zusammen arbeiten können. Alle Austeller bestätigten, dass sich die Mühen der Vorbereitung gelohnt haben. Sie seien lange nicht mehr in einer so positiven und offenen Atmosphäre empfangen worden. Typisch Sportschule eben!
Auf Nachfragen von RadioWAF auf deren Live-Bühne in der Sportschule, ob dies lediglich der Auftakt zu einer regelmäßigen Veranstaltung war, sagte der Kommandeur der Sportschule Oberst Michael Teckentrup: " Eine Veranstaltung dieser Größenordnung wird es in den nächsten Jahren an der Sportschule sicherlich nicht noch einmal geben. Die Vorbereitungszeit hat fast ein dreiviertel Jahr in Anspruch genommen und war nur möglich, weil wir dieses Jahr keine Militärweltmeisterschaft ausrichten mussten."
Text: Jan O. Portugall
Fotos: Hubert Kemper


