Beachvolleyball ist eine Mannschaftssportart aus der Gruppe der Rückschlagspiele, bei der sich zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Spielfeld aus Sand gegenüberstehen.

Ziel des Spiels ist es, einen ohne Hilfsmittel über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen und zu verhindern, dass Gleiches dem Gegner gelingt,bzw.die gegnerische Mannschaft zu einem Fehler zu zwingen. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal in Folge berühren,um ihn zurückzuspielen.
So lesen sich die vereinfachten Regeln etwas öde. Der Sport an ist jedoch alles andere als langweilig. Pritschen, baggern und blocken stand am ersten Septembertag auf dem Dienstplan in der Luftwaffenkaserne in Köln Wahn. Echtes Strandgefühl kam auf, als bei bestem Wetter acht Zweier-Teams zur ersten offenen Bechvolleyballkasernen-Meisterschaft antraten. Hinter dem Wortmonster verbirgt sich viel Spaß und Action für Teilnehmer und Zuschauer.
Der Wettkampf
So trafen in der Vorrunde jeweils vier Mannschaften in zwei Gruppen aufeinander. Das besondere: Nach den ersten Spielen bildeten die Organisatoren um Hauptmann Robert Richter und Hauptfeldwebel Stephan Gerstendorf einen "Gewinner"- und einen "VerliererPool". So schieden unglückliche Verlierer erst nach einer zweiten Niederlage aus dem Turnier. "Das macht die Sache für Spieler und Zuschauer interessanter und spannender", so Richter. So spiele jedes Team mindestens zwei Mal. Über Handzeichen werden auch noch kurze Kommandos ausgetauscht, um dem Mitspieler letzte Anweisungen für neue Angriffe zu geben. So sehen die Anwesenden viele "lines", "cross" - diagonal geschlagene Angriffe, "shots" - über den Block auf die Linie spielen - und den interessanten "cut", die kurze diagonale Finte. "Das ist das salz in der Suppe", bemerkt ein Stabsunteroffizier am Spielfeldrand. Ihm gefallen die Aktionen der eingespielten Mannschaften und die Dynamik dieses Sports. In Köln waren auch gemischte Mannschaften am Start. Nicht nur dienststellenweise, sondern auch geschlechtlich gemixt. Auch über Dienstgradgrenzen hinweg. "Der Spaß steht im Vordergrund", sagt Hauptfeldwebel Gerstendorf, der nicht nur organisierte, sondern auch selber teilnahm. Das er und sein Teamkollege - Technischer Oberregierungsamtsrat Eberhard Lachmann - den Gesamtsieg ins Waffensystemkommando der Luftwaffe holten, ist auch dem Glück zu verdanken.

Auf dem Treppchen
Denn die Durchgänge hatten es in sich. Beachvolleyball auf hohem Niveau lieferten sich die "Gegner". So war fiel es den späteren Siegern nicht leicht sich im Finladuell gegen Hauptmann Martin Lüthemeier und Oberstleutnant Hans-Steffen Seidel vom Luftwaffenamt durchzusetzen. Auf Rang drei fand sich Richter wieder, ebenfalls Organisator, zusammen mit seiner Teamkollegin Oberfeldwebel Melanie Hark, vom IT - Sektor 5 in Wahn.
Aber auch die restlichen Teilnehmer grämten sich nicht und beschlossen, selbstverständlich auch im kommenden Jahr wieder mit von der Beachvolleyball-Partie zu sein.
Nachahmung empfohlen Die Sonne scheint, die Lust auf Volleyball ist da - aber jetzt in die Sporthalle? In immer mehr Kasernen gibt es zum Glück mittlerweile eine Alternative: Beachvolleyball im Freien. Aber wie kann eine entsprechende Anlage an Standorten realisiert werden, die bislang noch nicht über so etwas verfügen? hilfreiche Unterlagen finden sich auf der Website des Deutschen Volleyballverbandes. Unter www.volleyball-verband.de gibt es eine eigene Kategorie für Beachvolleyball mit Unterlagen für den Anlagenbau. Und auch Ihr Bundeswehr-Sportmagazin hilft weiter: Unter www.bundeswehr-sportmagazin.de/News-sid-Auf-Sand-gebaut327.html geben wir Ihnen wertvolle Tipps, wie auch Sie an Ihrem Standort eine Anlage realisieren können. Einfach mal rein Schauen.
Text: MB
Fotos: LwUstGrp Wahn Bildstelle


