Zwei Wochen lang kreisten 75 Segelflugzeuge aus Tschechien, Ungarn, Dänemark, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten von Amerika und aus Deutschland über den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Bereits zum 14. Mal fand der Internationale Militärische Segelflugwettbewerb statt. In vier verschiedenen Klassen gingen die Piloten an den Start, von denen mehr als die Hälfte aktive Soldaten oder Reservisten der Bundeswehr sind.
"Wesentliche Impulse seien schon immer von Deutschland ausgegangen. Denn deutsche Piloten sind fast immer in der Spitzengruppe bei internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften zu finden", sagte Generalleutnant Friedrich Wilhelm Ploeger, während der Eröffnungsveranstaltung.
Bereits zum dritten Mal, nach 2005 und 2007, wird der Wettbewerb in dieser, für Segelflieger thermisch hervorragenden, Region durchgeführt. Die moderne Infrastruktur und die notwendigen Platzverhältnisse auf dem Flugplatz im Dreiländereck sind ideal für einen Segelflugwettbewerb in dieser Größenordnung. Die Verhältnisse sind ungewöhnlich: Die Startbahn (Beton) ist fast 3 Kilometer lang, viele hundert Meter von den Hängern entfernt, dazwischen die Landebahnen auf Gras, (zwei hintereinander!). Jeder Weg zu Fuß stellt sich als Fehler heraus, das Fahrrad ist Mindestausrüstung.
Zwei spannende Wettbewerbswochen führten die Piloten durch schwierige Wetterbedingungen und verlangten deren ganzes Können. An diesem zweijährlich stattfindenden Traditionswettbewerb der Bundeswehr-Flugsportvereinigung e.V. (BFV) nahmen im Juli 75 Teams teil. Erfreulicherweise waren der Einladung auch acht Teams aus fünf ausländischen Nationen gefolgt, unter ihnen erstmals zwei Teams aus den USA.
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Dank der Unterstützung durch die Luftwaffe, insbesondere durch die Dienststellen am Flugplatz Holzdorf / Schönwalde konnte diese Sportveranstaltung zum dritten Mal in der segelfliegerisch hervorragenden Region der Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen erfolgreich durchgeführt werden. Die Bandbreite der Sportler reicht vom Wettbewerbsneuling bis zum Spitzenpiloten. Unter allen ermittelten die Teilnehmer ihre Sieger. Damit leistete die BFV neben ihrem Anspruch auf Breiten- und Spitzensportförderung auch einen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung.
Die Ergebnisse zeigen in diesem Jahr sehr erfolgreiche Junioren. In zwei Klassen stellten die Nachwuchspiloten des BFV den Sieger. Mit Obergefreiter Alexander Späth belegte ein Bundeswehrsportler Platz 1 in der "Club-Klasse". Außerdem gewann er die Sonderwertung "Bester Junior" und konnte dafür neben einem Wanderpokal auch einen Sachpreis des Städtebundes Elbe/ Elsteraue in Empfang nehmen.
Der Sonderpreis des Bundesministers der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung für den besten ausländischen Teilnehmer wurde durch den Standortältesten, Herrn Oberst Dederichs, an Captain Josef Sedlacek aus der Tschechischen Republik übergeben. Auch das fliegerkameradschaftliche Miteinander in der über die Wettbewerbsgrenzen hinaus bekanntermaßen hervorragenden Atmosphäre führte zu dem Wunsch bei allen Beteiligten, sich beim 15. Internationalen militärischen Segelflugwettbewerb 2011 Jahren wieder zutreffen.
Jörg Zinnert Präsident der BFV und Wettbewerbsleiter




