| Short News |
|
|
|
|
|
| Biathlonlegende nimmt Abschied |
|

Leistungsbereitschaft, eiserne Disziplin, Ehrlichkeit, Fröhlichkeit, Offenheit, Begeisterungsfähigkeit, Fairness – aber auch militärische Tugenden wie Kameradschaft, Loyalität, Gewissenhaftigkeit und unermüdlicher Fleiß. Das sind die Charaktereigenschaften des Stabsfeldwebel Fritz Fischer, der kürzlich in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Treffender als Oberst i.G. Bernhard Frank, der Chef des Stabes des Wehrbereichskommandos IV -Süddeutschland- hätte man die Bedeutung des Spitzensportlers und die Verabschiedung des Spitzensoldaten Fritz Fischer aus der Bundeswehr am 11. September 2009 kaum verdeutlichen können: Direkt im Anschluss an die Siegerehrung im 20 Kilometer Einzelwettkampf der Männer bei den Deutschen Meisterschaften im Biathlon in Ruhpolding, charakterisiere er diesen bedeutsamen Schritt: „Heute wurde eigens ein Staatsminister nach Ruhpolding entsandt und auch ein General hält hier für Sie eine Rede, alles, um Sie aus der Bundeswehr zu verabschieden!“ Zuvor hatte der damalige Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung selbst bei seinem Besuch der Sportfördergruppe Bischofswiesen am 28. August Fischer die Entlassungsurkunde ausgehändigt, versehen mit dem Dank der Bundesrepublik Deutschland. Langjähriger Wegbegleiter Die Verabschiedung durch Brigadegeneral Berger hatte seinen guten Grund, schließlich war Berger seit 1980 mit Unterbrechungen über zwölf Jahre hinweg Fritz Fischers unmittelbarer oder nächsthöherer Disziplinarvorgesetzter: „Ob in Antholz, in Ruhpolding, auf Schalke, im Fernsehen oder bei anderen Veranstaltungen, der Fischer Fritz war und ist ein gerne gesehenes Idol, nicht nur weil er ein erfolgreicher Spitzensportler war, sondern besonders, weil er seit Jahrzehnten einige Begriffe und Werte authentisch verkörpert. Leistungsbereitschaft, eiserne Disziplin, Ehrlichkeit, Fröhlichkeit, Offenheit, Begeisterungsfähigkeit, Fairness – aber auch militärische Tugenden wie Kameradschaft, Loyalität, Gewissenhaftigkeit und unermüdlicher Fleiß.“ Weiter sagte General Berger: „Fritz Fischer war aber auch immer Soldat und hat dies an vielen Stellen auch öffentlich dargestellt, genauso wie die wichtige Rolle der Streitkräfte für die bundesdeutsche Spitzensportförderung. Nie hat er „nein“ gesagt, wenn es galt, einen Spitzensportler für gute und öffentlichkeitswirksame Auftritte zu gewinnen.“ – Auch dafür erhielt er die Ehrennadel des WBK IV. Ein „Botschafter des Sports“ Auch der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerischer Staatsminister Siegfried Schneider, MdL, hob besonders die Verdienste Fischers als Förderer und Talentsucher mit seinem „BiathlonCamp“ und seine Verdienste als Bayerischer Sportler hervor: „Bei allen Erfolgen haben Sie nie die Bodenhaftung verloren, sind immer Sie selbst geblieben. Ihre Natürlichkeit hat Sie zu einem absoluten Sympathieträger im bayerischen Sport gemacht. Nicht zuletzt deswegen sind Sie ein wahrer „Botschafter des Sports“ – auch weit über die Grenzen Bayerns hinaus – und ein würdiger Träger des Bayerischen Sportpreises in genau dieser Kategorie.“ Der „Ziehvater“ Und auch der Biathlet Oberfeldwebel Andreas Birnbacher, der sich an diesem Tag mit seinem Sieg im 20 KilometerEinzelwettkampf ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht hatte, findet über seinen „Ziehvater“ Fritz Fischer besondere Worte: „Er berät mich auch heute noch, er war und ist mein besonderer Wegbegleiter. In den Ruhestand geht er ja zum Glück nicht ganz, wir werden uns auch weiterhin viel sehen, er bleibt unserem Sport ja zum Glück erhalten. Dieser Abschied ist eher ein Abschied von der Bundeswehr.“ Dankbar Fischer selbst, auch an diesem Tag unermüdlich im Skigelände in Aktion und somit als Letzter, und noch im Trainerdress, auf seiner Verabschiedungsparty, resümierte rückblickend: „Ohne die Bundeswehr hätte ich nicht das werden können, was ich heute bin. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Text: Gudrun Bartels Fotos: Sebastian Zwez |
|
|
| Verwandte Links |
| Der meistgelesene Artikel zu dem Thema Laufsport:
|
|
|