Der Segler Michael „Michi" Fellmann beendete vor kurzem seine militärische Laufbahn bei der Bundeswehr. Damit verliert die Bundeswehr, die Sportfördergruppe Eckernförde, einen Bundestrainer Segeln. Dem Segelsport bleibt Fellmann auch als Zivilist erhalten - als einer der Bundestrainer des Deutschen Segel-Verbandes.

Michael Fellmann (links) wechselt das Boot; als Bundestrainer bleibt er dem Spitzensport erhalten. Rechts im Bild Sven Hindelang von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Sonthofen.
Bereits 1990 wurde er Vierter bei den Europameisterschaften; 1994, 1998 bis 2001 gewann er jeweils die Internationale Deutsche Meisterschaft. Spitzenplätze bei den Weltmeisterschaften "hagelte" es in den 1990ern. Im Jahre 1996 stand die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Atlanta im Mittelpunkt. Vier Jahre später war Michael Fellmann in Sydney dabei, und 2004 in Athen ein drittes Mal.
Nach dem Besuch der Sporthochschule Köln wechselte Fellmann vom Lager der aktiven Leistungssportler auf die Trainerseite und betreute die Finn Dinghy-Truppe der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Eckernförde. Daneben will er das junge, erfolgreiche Team der Match Race - Klasse voran bringen. Hier ist der 39-jährige offenbar auf dem richtigen Weg: Nach einem Flop bei der WM wurden die „Mädchen" überraschend für alle Europameister dieser Klasse. Fellmann ist in dieser neuen Klasse als Koordinator tätig und will das Team weiter fördern.
Nahtlos soll es weitergehen. Fellmann packt die Uniform des Hauptfeldwebels weg und steht jetzt im Dienst des Deutschen Segel-Verbandes. „Ich habe die Bundeswehr gerne repräsentiert", meint Fellmann mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu seiner Zeit als Sportler und Trainer bei der Bundeswehr. Aber nach 20 Jahren sei für Soldaten auf Zeit nun einmal Schluss. Als Mitglied im Trainerstab des SegelVerbandes wird er weiter die Spitzensportler des Verbandes - und der Sportfördergruppe - betreuen und fit machen für Erfolge.
Das Allgäu, seine Heimat, habe er nie vergessen, betonte Fellmann, als er sich an seinem letzten Arbeitstag als Soldat der Bundeswehr bei den alten Bekannten und Freunden der Sportfördergruppe in Sonthofen verabschiedete. Auch wenn es ihm und seiner Familie im Norden, an der Ostseeküste, sehr gut gefalle.
Text und Foto: Josef Gutsmiedl


