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| Eine Woche als Gebirgsjäger unter der Zugspitze |
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Bundeswehr-Preisträger zu Gast in Mittenwald. Die Gebirgs- und
Winterkampf-Schule in der Karwendel-Kaserne in Mittenwald war für fast
eine Woche die Heimat von Jugendlichen aus ganz Deutschland. Diesmal
hatten neun Mädchen und acht Jungen den Aufenthalt bei den Gebirgsjägern
bei einem vom Heeresamt in Euskirchen ausgeschriebenen
Preisausschreiben gewonnen.
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Nach der Kletterausbildung im Alpspitzgebiet zurück im Tal. Die von Hauptmann Reiner Grotian geführte Gruppe ist nach der Übernachtung im Kreuzeckhaus wieder im ZugspitzdorfGrainau-Hammersbach angekommen
„Insgesamt haben sich 65 Tausend Jugendliche beteiligt“, so der zur Betreuung angereiste Oberstabsfeldwebel Michael Löber, „weitere drei Reisen gingen nach Bad Reichenhall, nach Minden zu den Pionieren, und nach Merzig zu den Fallschirmspringern“. In Mittenwald war Hauptmann Reiner Grotian als Projektoffizier für die Programmplanung verantwortlich. „Aufgrund der Umbaumaßnahmen in den Mittenwalder Kasernen wurden die Jugendlichen heuer in Oberammergau untergebracht“. Zur Einweisung ging es aber wieder zurück nach Mittenwald. Hier wurden sie von Schulkommandeur Oberstleutnant Jürgen Radermacher begrüßt. Dann kümmerten sich neben Grotian die drei Heeresbergführer Stabsfeldwebel Sepp Hümmer, Oberfeldwebel Stefan Schmidtchen und Hauptfeldwebel Chris Metzger um die Jugendlichen. Die Kletterausbildung auf den „Osterfeldern“ und der Fackelmarsch zum Kreuzjoch mit Übernachtung im Kreuzeckhaus unterhalb der Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen stellte die Jugendlichen vor erste Herausforderungen. So zwang ein Gewitter zum Abbruch der Ausbildung und nur die Hälfte
erreichte den Gipfel des Höllentorkopfes. „Das war mein schönster
Moment“, meinte Lisa Utta (17) aus Lambsheim, „Jetzt habe ich keine
Abneigung gegen das Wandern mehr“. Sie hatte mit ihrer Schwester Ida
den Aufenthalt bei einem Beach-Soccer-Turnier gewonnen. Beim
„Girls-Day“ in Germersheim hatte Isabell Kuhn (17) aus Edesheim das
Preisausschreiben ausgefüllt. „Ich war erstmals in richtigen Felsen.
Trotz dem frühen Aufstehen war es eine interessante Woche“.
 Heeresbergführer StFw Sepp Hümmer sichert auf dem Weg zum Gipfel die Seilschaft mit (v.u.) Marleen Eisenacht, Katharina Mildner, Kara Beckhäuser und Franziska Hillmann.
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 Angeseilt auf dem Weg zum Höllentorkopf (v.u.) Isabell Kuhn und Ida Utta.
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Aus Nümbrecht im Oberbergischen Land kam Julian Lang. Der 17-jährige fand zwar das zum ersten Mal erlebte Klettern sehr anstrengend und schön, „aber wegen meiner Rückenverletzung werde ich meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann durchziehen“. Aus Schrobenhausen reiste Max Kornberger (16) an. „Die Bundeswehr und die Gebirgsjäger sind für mich nach der Lehrzeit schon eine Alternative“, meinte der Industriemechaniker-Lehrling, „weil ich gerne in die Berge gehe“. Die Teilnehmer hatten nicht zuletzt wegen dem Rahmenprogramm und der guten Betreuung viel Spaß. „Diese Woche war echt Spitze“, meinte Isabell Kuhn, „in der ganzen Truppe herrschte ein freundschaftliches Verhältnis“. Ein Bowlingabend im Olympiaort Garmisch-Partenkirchen, ein Besuch im Oberammergauer Schwimmbad und ein bayerisches Abendessen auf der dortigen Kolbenalm rundeten die fünf ereignisreichen Tage ab.
Text und Fotos: Wolfgang Kunz |
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