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100 Wettkampftage pro Jahr - 200 Trainingskilometer täglich
 
Geschrieben von admin am Samstag, 23. Januar 2010

Sonstiges

Er zählt zu den erfolgreichsten Bahnradfahrern Deutschlands: der Sportsoldat Robert Bartko der Sportfördergruppe Frankfurt/Oder. Mit seinen zwei Olympischen Goldmedaillen, mehreren Weltmeistertiteln und Gold bei der Europameisterschaft 2009 in Gent, steht der 32-jährige regelmäßig auf dem Siegertreppchen.


 
„Ich habe in meinem Leben etwas, was ich besonders gut kann“, so Bartko und meint den Radsport. Mit zehn Jahren hat er das Radfahren für sich entdeckt. Die in der DDR regelmäßig veranstaltete Friedensfahrt war für ihn der Auslöser in den Radsport einzusteigen.  

Heute sitzt Bartko täglich fünf bis acht Stunden im Sattel seiner Trainingsmaschinen. 150 km bis 250 km legt er dabei, egal bei welchem Wetter, auf Brandenburgs Strassen zurück: „Bahnrad  fahrer trainieren auf der Strasse!“ Kraftraum, Schwimmen oder andere Übungen macht er nur zum Ausgleich und gelegentlich: „Radfahren kommt nur vom Radfahren“, meint er und erläutert, dass Mallorca aufgrund des Klimas, der geografischen Verhältnisse und des guten Straßennetzes ideal für Trainingslager sei. Und dennoch: „Der Wettkampf ist das beste Training!“ Im Training und alleine könne man seinen inneren Schweinehund nie so weit überwinden, wie im Wettstreit. Deshalb steigert sich auch die Leistung der Fahrer, je länger die Saison dauert.



Was aber ist Bartkos Motivation für die Quälerei? „Sport ist mein Leben! Aus sich selbst heraus Leistung zu bringen gibt mir eine innere Zufriedenheit“.  Mehr als 100 Wettkampftage im Jahr, dazu die Trainingslager, das bedeutet auch Verzicht auf Familienleben. Aber Bartko weiß: „Meine Frau hat Verständnis, da sie selbst aktive LeichtathletikSportlerin war.“ Auf seine Trophäen und Pokale angesprochen meint der bescheidene Spitzensportler, dass es keinen “Robert-Bartko-Altar“,  gäbe, denn „der Erfolg von gestern ist heute wieder vergessen“.  

Der Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Kapitän zur See Michael Setzer ernannte Bartko zum Hauptfeldwebel. Auf seine Pläne für die Zeit nach der Bundeswehr angesprochen zeigte sich, dass Sport wirklich Bartkos Lebensinhalt ist: „Ich möchte beim Sport bleiben und organisatorische Aufgaben im Management- oder Funktionärsbereich bei einem Verband oder Verein übernehmen.“

Text: Dietmar Jeserich/Pressestelle LKdo BB
Foto: AFP

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