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Aus der internationalen Wintersportwoche im französischen Chamonix wurden nachträglich die I. Olympischen Winterspiele. Vom 24. Januar bis 4. Februar 1924 bestritten 294 Teilnehmer aus 16 Ländern Wettbewerbe im Eiskunstlauf, Eishockey, nordische Skiwettbewerbe, Eisschnelllauf und Bobfahren. Seitdem faszinieren die Spiele Sportler und Zuschauer über Grenzen hinweg. |
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ist auch Deutschland dabei. Im Februar trafen sich im Engadin rund 500
Sportler aus 25 Nationen, die in dreizehn Wettbewerben versuchten das
beste zu geben. Im Eiskunstlauf wurde eine „Königin“ geboren. Die
Norwegerin Sonja Henie holte sich olympisches Gold. Aber auch die
Skeletonfahrer begeisterten mit ihren Schussfahrten die rund 40.000
Zuschauer. 1932 Lake Placid / USA Der Bundesstaat New York ist
Austragungsort der „III Olympic Winter Games“. Für die Veranstalter
wurde es ein wirtschaftlicher Reinfall, nur 17 Nationen hatten rund 300
Teilnehmer, davondie Hälfte Amerikaner und Kanadier, zu den Spielen
entsandt. Bei vier Teilnehmern im Eishockey spielten die Mannschaften je
ein Hin- und Rückspiel. Die kanadische Mannschaft spielte nicht nur
gegen den Gastgeber sondern auch gegen das heimische Publikum. Im
Hinspiel gewannen sie 2:1 und im Rückspiel stand es nach zweimaliger
Verlängerung 2:2, das reichte für die Goldmedaille. 1936 Garmisch-Partenkirchen / Deutschland Am
6. Februar eröffnete Adolf Hitler die Spiele. Bei leichtem
Schneetreiben hisste eine Abordnung der Deutschen Kriegsmarine die
olympische Flagge. Die Mannschaften aus Frankreich und Großbritannien
entboten beim Einmarsch den „deutschen Gruß“. Die 23jährige Norwegerin
Sonja Henie holte sich ihre dritte Goldmedaille im Eiskunstlauf. Im
Paarlauf starten Maxi Herber und Ernst Baier für Deutschland und
ertanzen Gold. Die rund 555.000 Zuschauer sahen spannende und gut
organisierte Wintersportwettbewerbe. 1948 Sankt Moritz / Schweiz Nach
zwölf Jahren ohne Spiele trafen sich die Sportler zu den V. Olympischen
Winterspielen. Hier wurde auf bestehende Infrastruktur und
Unterbringungsmöglichkeiten zurück gegriffen. Der Durchbruch der alpinen
Wettbewerbe gelang. Abfahrt, Slalom, Spezial-Slalom und Alpine
Kombination standen nun auf gleicher Höhe wie nordischer Skilauf. Der
Anfang der Kommerzialisierung und der Wettbewerb um dieAusrüstung der
nationalen Mannschaften wurde immer stärker. Die Sportartikelhersteller
haben neue Absatzmärkte für den Breitensport und Hobbysportler erkannt 1952 Oslo / Norwegen Die Vergabe
der VI. Olympischen Winterspiele nach Oslo war eine gute Entscheidung.
Der Norweger Eigil Nansen, ein Neffe des Polarforschers Fridjof Nansen,
trug 1952 als letzter die olympische Fackel. Nansens Buch „Auf
Schneeschuhen durch Grönland“ gab dem Skilauf im europäischen Raum
starke Impulse. Die Bundesrepublik Deutschland war mit einer Mannschaft
vertreten. Über eine halbe Million Zuschauer sahen die 22 Wettbewerbe
mit 732 Teilnehmern. 1956 Cortina d`Ampezzo / Italien Superstar mit drei Goldmedaillen
von Cortina war der Österreicher Toni Sailer, genannt der „Blitz von
Kitz“. Im Eishockey gab es den Sensationssieg der Russen, sie
demontierten die bisherige Vorherrschaft der USA und von Kanada. 1960 Squaw Valley / USA Hier
riskierte Willy Bogner zuviel. Im zweiten Lauf fädelt er an einem Tor
ein, stürzt und war damit aus dem Rennen. Seit 2009 ist Willy Bogner
Geschäftsführer der Olympiabewerbergesellschaft für München 2018. ![]() 1964 Innsbruck / Österreich In der Alpenrepublik waren erstmals
mehr als eine Million Zuschauer bei den IX. Olympischen Winterspielen zu
verzeichnen und mit 36 Nationen kletterte die Teilnehmerzahl auf 1168.
Zwei Todesfälle beim Training überschatteten die Spiele in Tirol. 1968 Grenoble / Frankreich Die X. Jeux Olympiques d´Hiver schlugen
mit über einer Milliarde Mark zu Buch. Frankreichs Staatspräsident
Charles de Gaulle eröffnete sie. Die Wettkampfstätten lagen weit
auseinander. Drei Goldmedaillen nahm Jean-Claude Killy von den alpinen
Wettbewerben mit nach hause.
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1972 Sapporo / Japan Die
Olympischen Winterspiele 1972 in Sapporo auf der Insel Hokkaido waren
mit dem Ausschluss des österreichischen Skiidols Karl Schranz verbunden.
In Wien wurde er hingegen wie ein Held empfangen. 1976 Innsbruck / Österreich Zum
zweiten Mal war Innsbruck Austragungsort der nunmehr XII. Olympischen
Winterspiele. Vorgesehen waren sie eigentlich für Denver/Colorado. Eine
Volksabstimmung, initiiert durch Umweltschützer, sprach sich aber
dagegen aus, so dass Innsbruck einsprang. 1980 Lake Placid / USA Optimale
Bedingungen der ersten Spiele auf Kunstschnee. Den Teilnehmern war das
egal. ![]() 1984 Sarajevo / Jugoslawien Erstmals fanden Olympische Winterspiele in einem
sozialistischen Land statt. Sportler aus 49 Ländern trafen sich zur
Austragung der XIV. Olympischen Winterspiele. Es wurde viel Geld in die
Infrastruktur der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, Teilrepublik des
noch bestehenden Jugoslawiens, gepumpt. Katarina Witt, Eiskunstläuferin
aus Chemnitz, gewann knapp die Goldmedaille. 1988 Calgary / Kanada Ein Jahr vor
dem Fall der Mauer, blickte die Sportwelt nach Nordamerika. Über 325
Millionen US-Dollar nahm das IOC für weltweite Übertragungsrechte der
Fernsehanstalten ein. Fast 1,4 Millionen Zuschauer betrachteten die
Wettbewerbe und feuerten ihre Lieblinge an. Alberto Tombo, genannt „La
bomba“ gewann den Slalom- und Riesenslalom. Keiner fegte die Pisten
schneller und verwegener herunter. Letztmalig marschierten zwei deutsche
Mannschaften in Calgary auf. Mit ihrer Carmen-Interpretation gewann
Katharina Witt zum zweiten mal eine Goldmedaille. Als erste DDR-Läuferin
ging sie einige Monate später zu Revue „Holiday on Ice“, und brachte
damit Devisen in die marode Staatskasse. ![]() 1992 Albertville / Frankreich Eine
deutsche Mannschaft trat in Albertville mit weiteren 64 Nationen an,
die rund 1800 Teilnehmer an den Start an zwölf Wettkampfstätten
schickten. Die „Zersiedlung“ nahm den Spielen das Flair, beklagten
Sportler und Zuschauer. Deutschland war mit 10 Gold-, 10 Silber- und 6
Bronzemedaillen die erfolgreichste Nation. Der Kampf zwischen den
Gesellschaftssystemen hatte ein Ende. 1994 Lillehammer / Norwegen Die Entscheidung des IOC,
Olympische Winterspiele nicht im gleichen Jahr der Sommerolympiaden
stattfinden zu lassen, rief die Sportler wieder zusammen. Nach 16
Wettkampftagen war Russland die erfolgreichste Nation (11 Gold, 8
Silber, 4 Bronze) gefolgt von den Gastgebern (10 Gold, 11 Silber, 5
Bronze)undDeutschland (9 Gold, 7 Silber, 8 Bronze). 1998 Nagano / Japan Es waren die
bis dahin größten Olympischen Winterspiele. Aus 72 Ländern kämpften 2339
Athleten in 68 Wettbewerben um einen Platz auf dem Treppchen unter dem
Motto „One World“. Der Norweger Björn Daehlie vergrößerte seine
Medaillensammlung um drei Goldmedaillen und ist mit acht Gold- und vier
Silbermedaillen erfolgreichster Winterolympionike. ![]() 2006 Turin / Italien In diesem Jahr setzte sich Deutschland mit 29 Medaillen an die Spitze der Nationen. Diesen Platz galt es nun in Vancouver/Kanada zu verteidigen. Das war sicher nicht einfach. Andere starke Wintersportnationen wie die USA, Russland oder Norwegen hatten sich ähnliche Ziele gesetzt. |
Fotos: Rutz, Niedecken








