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Deutsche Meisterschaft im Leichtathletikmehrkampf
Bei der deutschen Meisterschaft im Leichtathletikmehrkampf vom 26.08.2010 - 29.08.2010 in Potsdam belegte der Hauptgefreite Michael Schrader, von der SportFGrpBw Köln, den 1. Platz bei der Mehrkampf-Meisterschaft.

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Erfolgreich zurück aus Kanada
 
Geschrieben von admin am Mittwoch, 24. März 2010

Wintersport
  Mit einem triumphalen Empfang ist die deutsche Olympiamannschaft nach Rückkehr von den XXI. Olympischen Winterspielen in München begrüßt worden. Zwei Wochen standen Athletinnen und Athleten sowie Funktionspersonal unter Druck im Kampf um Medaillen und Platzierungen. Die alle vier Jahre stattfindenden Spiele sind nun einmal der Höhepunkt für jeden Sportler.


Die deutschen Frauen holen sich bei der 4x6 Kilometer Staffel die Bronzemedaille.
Hauptfeldwebel Kati Wilhelm, von der Sportfördergruppe Oberhof, beim Schießen.

Das Motto von Vancouver „Mit glühendem Herzen“ drückt Erwartung an Veranstalter und Teilnehmer aus. Freudentränen, Weinen, strahlende Blicke und finstere Gesichter bei Sonnenschein, Regen und dichtem Schneefall, alles kommt in solchen Tagen zusammen. Hartes Training, technische Bastelei an den Sportgeräten, werden im Hinblick auf das Großereignis Olympiade ausgerichtet. Die Erwartungen von Verbänden, Geldgebern und Politik sind hoch. Bleiben Medaillen aus, sind Enttäuschungen umso größer. Viel lastet auf den Schultern der Sportler und der hinter ihnen agierenden Trainer, Techniker, Ärzte und Physiotherapeuten. Die Medaillengewinner stehen im Mittelpunkt des Interesses der Medien und der Öffentlichkeit, vom undankbaren vierten Platz wird noch gesprochen, was dahinter kommt interessiert kaum noch.
 

Hauptfeldwebel Michael Greis von der Sportfördergruppe Bischofswiesen mit der Startnummer 31 beim Einschießen vor dem 10-Kilometer-Sprint.

Hauptfeldwebel André Lange, von der Sportfördergruppe Oberhof, (GER 1) holt sich im Zweierbob zusammen mit seinem Teamkollegen, Stabsgefreiter Kevin Kuske, Sportfördergruppe Oberhof die Goldmedaille


Bundeswehrsportler hatten maßgeblichen Anteil

Wie sieht die Bilanz für Deutschland aus? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte 153 Athleten nominiert. Gemeldet waren Sportler für Bob, Rennrodeln, Skeleton, Curling, Eishockey, Eisschnelllauf, Short Track, Eiskunstlauf, Biathlon, Skicross, Nordische Kombination, Ski Alpin, Skilanglauf, Skisprung und Snowboard. Begleitet wurden die Aktiven von rund 160 Betreuern. An der Spitze der Offiziellen stand DOSB-Präsident Thomas Bach, zugleich Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Mit 10 Gold-, 13 Silber- und 7 Bronzemedaillen belegt Deutschland den 2. Rang in der Nationenwertung, die es offiziell eigentlich nicht gibt, aber jeder führt sie. Eingerahmt sind wir von Gastland Kanada (14/7/5) und den USA (9/14/13). Auf den Plätzen vier, fünf und sechs folgen Norwegen (9/8/6), Südkorea (6/6/2) und die Schweiz (6/0/3). 26 Nationen finden sich im Medaillenspiegel wieder. Durch diesen Erfolg nimmt Deutschland Platz 1 in der Rangliste des ewigen Medaillenspiegels ein.
Überraschend gelang es Athleten in einigen Wettbewerben eine Medaille zu gewinnen, in denen die Teilnehmer eigentlich nicht zu den Favoriten gezählt wurden.  

Zwei Siege von Maria Riesch und der von Viktoria Rebensburg führten zum Jubel bei den alpinen Rennläuferinnen. 



Operation Gold nicht geglückt

Die Biathleten wollten mit der „Operation Gold“ ihre Siegesserie der letzten Olympiaden fortsetzen. Das gelang bei den Männen überhaupt nicht, sie blieben ohne Medaille. Für Bundestrainer Stabsfeldwebel Frank Ullrich und die erfolgsverwöhnten Funktionäre in dieser deutschen Paradedisziplin eine große Enttäuschung. Bekannt war schon vorher, dass Ullrich die Trainertätigkeit aufgibt, seit 1998 ist der ehemalige Biathlet Cheftrainer der Herren. Schon eher hatten Experten mit dem Edelmetall von Magdalena Neuner im Biathlon gerechnet. Das sie zwei Gold- und eine Silbermedaille einpacken konnte, hat sie selbst überrascht. Nach ihrem Verzicht in der Staffel zu laufen, rückte Martina Beck an ihre Stelle und freute sich riesig Bronze gewonnen zu haben. 


Hauptfeldwebel Jens Filbrich, von der Sportfördergruppe Oberhof (links), der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und Hauptfeldwebel Tobias Angerer von der Sportfördergruppe Bischofswiesen vor der Pressekonferens.

Hauptfeldwebel Claudia Nystad, von der Sportfördergruppe Oberhof mit der Startnummer 3/2 in grünem Trikot beim Skilanglauf, Ladies Team Sprint.


Ein Eiskanal der es in sich hatte

André Lange – er trug die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier - holte zum Abschluss seiner Sportkarriere zusammen mit Anschieber Stabsgefreiter Kevin Kuske die Goldmedaille und im Viererbob mit Stabsunteroffizier Alexander Rödiger, Stabsgefreiter Kevin Kuske und Stabsunteroffizier Martin Putze die Silbermedaille. Lange hat je acht EM und WM Titel, vier Gold- und eine Silbermedaille bei Winterspielen gewonnen und meint: „Ich gehe jetzt aus einer rosaroten Sportwelt raus und in das Leben hinein. Das wird nicht einfach.“

Auch bei den Rodlern gab es Edelmetall. Im Einsitzer heißt der Sieger Felix Loch und mit Silber kann sich David Möller schmücken. Die Frauen standen dem nicht nach. Gold holte sich Oberfeldwebel Tatjana Hüfner und Bronze Natalie Geisenberger.



Überraschungen im Langlauf

Im Skilanglauf über 30 Kilometer gewann Hauptfeldwebel Tobias Angerer, die Silbermedaille. Im Team-Sprint gingen Tim Tscharke und Hauptfeldwebel Axel Teichmann an den Start. Auch sie wurden  für ihre Leistung mit der Silbermedaille belohnt. In der abschließenden Königsdisziplin der Langläufer über 50-Kilometer schickte Bundestrainer Jochen Behle vier Hauptfeldwebel in die Loipe: Axel Teichmann, Tobias Angerer, Jens Filbrich und René Sommerfeld. Nur um Skilänge musste sich Teichmann dem Norweger Petter Northug geschlagen geben. Der vierte Platz von Tobias Angerer rundete das Ergebnis ab.  

Was die Männer-Staffel vorgemacht hatte, machte die Frauen-Staffel nach. Über 4 x 5-km liefen Katrin Zeller, Oberfeldwebel Evi Sachenbacher-Stehle, Miriam Gössner und Schlussläuferin Hauptfeldwebel Claudia Nystad als zweite Mannschaft über die Ziellinie und lagen sich anschließend überglücklich in den Armen.  

Silber erkämpfte sich Stabsunteroffizier Stephanie Beckert über 3000 m, 5000 m im Eisschnelllauf und Gold in der Teamverfolgung zusammen mit den Stabsunteroffizieren Daniela Anschütz-Thoms, Stabsgefreite Katrin Mattscherodt und Anni Friesinger-Postma.
Für die Sportsoldaten ist eine Olympiade zu Ende gegangen. Einige von ihnen werden ihre Karriere und Dienstzeit beenden, die Berufssoldaten dem Sport in irgendeiner Weise verbunden bleiben. Gezeigt hat sich auch bei diesen Olympischen Winterspielen, dass ohne staatliche Sportförderung, sei es durch Bundeswehr, Bundespolizei oder auch Zoll, Hauptfeldwebel Alexander Resch (hinten) von der Sportfördergruppe Bischofswiesen und Patric Leitner mit der Startnummer 6 am Start zum Zweier Rodel im Whistler Sliding Center. Deutschland nicht international konkurrenzfähig ist. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, begeisterter Skifahrer, war nach Vancouver gereist, um sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen. 


Natalie Geisenberger holt sich im Rodel-Einsitzer-Rennen die Bronzemedaille. Freude im Ziel.
 



Neue Strukturen für Trendsportarten

Trotz aller Erfolge des deutschen Teams ist nicht zu übersehen, dass es in einigen Sportarten noch ein weiter Weg zur Weltspitze ist. Die Trendsportarten SkiFreestyle, Snowboard und Short Track zählen dazu. 60 Medaillen wären hier von den 258 der 86 Wettbewerbe zu holen gewesen. Keine konnte in deutsches Gepäck gesteckt werden. Um für 2014 in Sotschi besser gerüstet zu sein, ist konkreter Handlungsbedarf notwendig. Die Olympische Fahne hat Bürgermeister Anatoli Pachomow schon übernommen. Mit der Fahne reisen aber auch die Sorgen der Olympier um Präsident Jacques Rogge. Die Vorbereitungen für die 22. Olympischen Winterspiele in der Stadt am Schwarzen Meer laufen nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte und wie es von den Russen versprochen worden war. Der jetzige 11. Platz im Medaillenspiegel wird die Euphorie, die einstmals unter Staatspräsident Putin geherrscht hatte, sicher nicht beflügeln.  

Deutschland richtet den Blick aber schon ins Jahr 2018. Für die Ausrichtung der 23. Olympischen Winterspiele haben sich München, Annecy in Frankreich und Pyeongchang in Südkorea beworben. Die Entscheidung fällt bei der IOC-Session im Juli 2011. Dann gilt es, die derzeit 111 IOC-Mitglieder davon zu überzeugen, dass München und seine Partnerstädte die richtigen Orte sind.

Text: Peter E. Uhde      
Fotos: Bundeswehr/ Andrea Bienert
 

 

 


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