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Winterspiele auf dem Dach Europas. Die internationale Militärsportorganisation CISM veranstaltete im März zum ersten Mal ihre jährlichen Winterwettkämpfe als Weltspiele. Insgesamt 41 Nationen entsandten rund 800 Militärsportler nach Italien. Neben Biathlon, Short-Track, Ski Alpin sowie Langlauf, standen die militärischen Disziplinen wie Orientierungs-Skilauf und Ski-Patrouille auf dem Plan. Das Sportklettern wurde nach wenigen Regionalturnieren erstmals im größeren Rahmen ausgetragen. |
Deutschlands Delegation unter der Leitung von Oberst Walter Krüger bestand neben Bundeswehrsportlern, auch aus Soldaten verschiedener Truppenteile wie den Gebirgsjägern. Insgesamt waren es 32 Athleten.
Austragungsort der hochkarätigen Winterspiele war das Aostatal in Norditalien. Die meisten der Wettkampfstätten im Schatten des Mont Blanc sind bekannte Wintersportzentren. Die Anlagen stellen anspruchsvolles Niveau und beste Bedingungen dar. Freundschaft durch Sport – das CISM-Motto war in Aosta deutlich spürbar. Generalmajor Gianni Gola begrüßte „seine CISM-Familie“ zu einem historischen Ereignis. Er hob hervor, dass CISM die Menschen zusammen bringe und in der Begeisterung für den Sport eine gute Basis für gute Beziehungen bilde.
Sportlich war einiges geboten. Bereits zum Auftakt rückten die Herren im Riesenslalom in die Medaillenränge vor. Bronze ergab die Teamwertung. Vor dem Trio Zerhoch, Staubitzer und Schwaiger konnten sich nur Italien und Österreich platzieren. Eine Leistung, die Unteroffizier Stefan Kogler im Slalom wenige Tage später wiederholen konnte. Der Einsatz des Bundeswehrsportlers wurde am Ende mit Platz 3 belohnt. Vor ihm kam der Österreicher Matthias Tippelreiter ins Ziel, CISM-Champion im Riesenslalom wurde erwartungsgemäß Guiliano Razzoli aus Italien, der Olympiasieger.
Schwere Bedingungen beim Ski-Mountaineering – einer mit Bergsteigen vergleichbaren Disziplin – wo zusammen mit den Teilnehmern eines zivilen Wettkampfs gestartet worden war. Nebel und extrem schlechte Sicht auf den Höhen sowie Schneefall waren die alpinen Herausforderungen. Dabei hieß es unter anderem Gratüberschreitungen zu begegnen. Hauptfeldwebel Jens Woitek und Gefreiter Alexander Schuster erreichten den vierten Platz. Ein hervorragendes Ergebnis, welches die beiden einzigen Damen Oberfeldwebel Bea Soyter und Stabsunteroffizier Simone Kaltenecker durch ihr Finish komplettierten.

Die ersten Kilometer liegt das Feld der Ski-Mountaineers
noch dicht beisammen.
In Courmayeur beeindruckten die Sportkletterer in der Halle. HFw Walter Hölzler hatte zwei Mannschaftsdienstgrade für diese neue Trendsportart entdeckt und ins Aostatal mitgenommen. Seinen Traum unter den ersten 15 zu landen, verwirklichte der Wehrpflichtige Benedikt Pascal mit Rang 13. Er ließ dabei sogar internationale Spitzenkletterer hinter sich, die in ihren Heimatländern die Spitzensportförderung genießen. „Dieser Sport vereinigt viele militärische Tugenden, wie Ausdauer, Mut, Kraft, mentale Stärke und Entscheidungswillen. Ich wünsche mir irgendwann mal ein National-Team“, erklärt Hölzler.
Einen dritten Platz für Deutschland schaffte Oberfeldwebel Fanny Chmelar von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen. Sie landete im Riesenslalom auf dem Treppchen. Die Piste von Gressoney-Saint-Jean im Lysstal schien ihr offenbar zu liegen. So ließ sie wenige Tage darauf im Slalom die gesamte Konkurrenz deutlich hinter sich, was die einzige Goldmedaille der Spiele für Deutschland bedeutete.
Die Deutschen Militär-Biathleten bestritten mit Namen, die in Zukunft im deutschen Biathlon-Sport noch von sich Reden machen dürften diese ersten Winterspiele. 72 Läufer nahmen am zehn Kilometer-Sprint teil. Als erster Deutscher ging Schütze Benedikt Doll auf den 3,3 Kilometer langen Rundkurs. Robin Kiel, Robin Irion und Robin Belau komplettieren das Team. Während die Herren beim Schießen patzten, konnten sich die Damen läuferisch nicht durchsetzen, auf dem weichen Schnee, der schwer zu laufen war. So kam man in Brusson bis ins Mittelfeld unter der internationalen Elite.
Solche war auch beim Ski-Langlauf am Start. Hier ging Deutschland ebenfalls mit Nachwuchskräften auf die 15 Kilometer-Strecke der Herren. Das Team hatte sich in Anbetracht der Konkurrenz das Ziel gesetzt vor allem Erfahrung zu sammeln, so Trainer HFw Jan Fiedler. Bester Deutscher wurde mit dem 18. Rang der HG Andy Gerstenberger. Er hatte als einer der jüngsten Athleten im Teilnehmerfeld eine ordentliche Leistung abgeliefert. Aufgrund der angetretenen Weltspitze sollten die beiden deutschen Damen laut Trainer HF Jan Fiedler hauptsächlich Erfahrung sammeln.
Short-Track bedeutet Schnelligkeit, Taktik und Kampf Athlet gegen Athlet. Ebenso die atemberaubende Geschwindigkeit der Läufer auf dem Eis und die extreme Kurvenlage begeistert Sportler und Zuschauer. In Courmayeur lieferten sich die Eisspezialisten heiße Ausscheidungsrennen. Zum Einen auf der 500-Meter-Strecke, aber auch im 1.500 Lauf. Während es auf der kürzeren Distanz für die Deutschen Damen und Herren nicht auf's Podest reichte, sprangen nach einem Doppelsieg der Chinesen Platz 3. und 4. für die Stabsunteroffiziere Torsten Kröger und Christoph Milz heraus. OFw Christin Priebst lag im spannenden 1.500-Meter-Finale lange in Führung, wurde aber schließlich auf den undankbaren sechsten Rang durchgereicht.
Bevor die ersten Militärischen Weltwinterspiele zu Ende gingen, absolvierten die Skipatrouillen noch ihr Rennen. Dabei bissen sich die deutschen Frauen auf der schweren Strecke mit guten Schießergebnissen auf den sechsten Platz durch. Ein Sturz bei den Männern verhinderte – trotz vorbildlichen Einsatzes – eine gute Platzierung oberhalb des Mittelfeldes.
Den vielen Zuschauern brachten die Aussenseiter aus dem Libanon den Gedanken des CISM näher. Trotz letztem Platz kämpften sie bis zum Schluss und freuten sich mit den Siegern. Ein würdiger Abschluss schöner Spiele, wo das Motto Freundschaft durch Sport gelebt wurde.
Austragungsort der hochkarätigen Winterspiele war das Aostatal in Norditalien. Die meisten der Wettkampfstätten im Schatten des Mont Blanc sind bekannte Wintersportzentren. Die Anlagen stellen anspruchsvolles Niveau und beste Bedingungen dar. Freundschaft durch Sport – das CISM-Motto war in Aosta deutlich spürbar. Generalmajor Gianni Gola begrüßte „seine CISM-Familie“ zu einem historischen Ereignis. Er hob hervor, dass CISM die Menschen zusammen bringe und in der Begeisterung für den Sport eine gute Basis für gute Beziehungen bilde.
![]() Erfahrung sammeln stand für die deutschen Damen im Ski-Langlauf im Vordergrund. |
![]() Die Frauen liefen zehn Kilometer beim Ski-Langlauf. |
Sportlich war einiges geboten. Bereits zum Auftakt rückten die Herren im Riesenslalom in die Medaillenränge vor. Bronze ergab die Teamwertung. Vor dem Trio Zerhoch, Staubitzer und Schwaiger konnten sich nur Italien und Österreich platzieren. Eine Leistung, die Unteroffizier Stefan Kogler im Slalom wenige Tage später wiederholen konnte. Der Einsatz des Bundeswehrsportlers wurde am Ende mit Platz 3 belohnt. Vor ihm kam der Österreicher Matthias Tippelreiter ins Ziel, CISM-Champion im Riesenslalom wurde erwartungsgemäß Guiliano Razzoli aus Italien, der Olympiasieger.
Schwere Bedingungen beim Ski-Mountaineering – einer mit Bergsteigen vergleichbaren Disziplin – wo zusammen mit den Teilnehmern eines zivilen Wettkampfs gestartet worden war. Nebel und extrem schlechte Sicht auf den Höhen sowie Schneefall waren die alpinen Herausforderungen. Dabei hieß es unter anderem Gratüberschreitungen zu begegnen. Hauptfeldwebel Jens Woitek und Gefreiter Alexander Schuster erreichten den vierten Platz. Ein hervorragendes Ergebnis, welches die beiden einzigen Damen Oberfeldwebel Bea Soyter und Stabsunteroffizier Simone Kaltenecker durch ihr Finish komplettierten.

Die ersten Kilometer liegt das Feld der Ski-Mountaineers
noch dicht beisammen.
In Courmayeur beeindruckten die Sportkletterer in der Halle. HFw Walter Hölzler hatte zwei Mannschaftsdienstgrade für diese neue Trendsportart entdeckt und ins Aostatal mitgenommen. Seinen Traum unter den ersten 15 zu landen, verwirklichte der Wehrpflichtige Benedikt Pascal mit Rang 13. Er ließ dabei sogar internationale Spitzenkletterer hinter sich, die in ihren Heimatländern die Spitzensportförderung genießen. „Dieser Sport vereinigt viele militärische Tugenden, wie Ausdauer, Mut, Kraft, mentale Stärke und Entscheidungswillen. Ich wünsche mir irgendwann mal ein National-Team“, erklärt Hölzler.
Einen dritten Platz für Deutschland schaffte Oberfeldwebel Fanny Chmelar von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen. Sie landete im Riesenslalom auf dem Treppchen. Die Piste von Gressoney-Saint-Jean im Lysstal schien ihr offenbar zu liegen. So ließ sie wenige Tage darauf im Slalom die gesamte Konkurrenz deutlich hinter sich, was die einzige Goldmedaille der Spiele für Deutschland bedeutete.
Die Deutschen Militär-Biathleten bestritten mit Namen, die in Zukunft im deutschen Biathlon-Sport noch von sich Reden machen dürften diese ersten Winterspiele. 72 Läufer nahmen am zehn Kilometer-Sprint teil. Als erster Deutscher ging Schütze Benedikt Doll auf den 3,3 Kilometer langen Rundkurs. Robin Kiel, Robin Irion und Robin Belau komplettieren das Team. Während die Herren beim Schießen patzten, konnten sich die Damen läuferisch nicht durchsetzen, auf dem weichen Schnee, der schwer zu laufen war. So kam man in Brusson bis ins Mittelfeld unter der internationalen Elite.
Solche war auch beim Ski-Langlauf am Start. Hier ging Deutschland ebenfalls mit Nachwuchskräften auf die 15 Kilometer-Strecke der Herren. Das Team hatte sich in Anbetracht der Konkurrenz das Ziel gesetzt vor allem Erfahrung zu sammeln, so Trainer HFw Jan Fiedler. Bester Deutscher wurde mit dem 18. Rang der HG Andy Gerstenberger. Er hatte als einer der jüngsten Athleten im Teilnehmerfeld eine ordentliche Leistung abgeliefert. Aufgrund der angetretenen Weltspitze sollten die beiden deutschen Damen laut Trainer HF Jan Fiedler hauptsächlich Erfahrung sammeln.
![]() Bei der Skipatrouille zeigten die deut- schen Frauen gute Schießergebnisse. |
![]() Erreichte das Finale im Short-Track: Oberfeldwebel Christin Priebst. |
Short-Track bedeutet Schnelligkeit, Taktik und Kampf Athlet gegen Athlet. Ebenso die atemberaubende Geschwindigkeit der Läufer auf dem Eis und die extreme Kurvenlage begeistert Sportler und Zuschauer. In Courmayeur lieferten sich die Eisspezialisten heiße Ausscheidungsrennen. Zum Einen auf der 500-Meter-Strecke, aber auch im 1.500 Lauf. Während es auf der kürzeren Distanz für die Deutschen Damen und Herren nicht auf's Podest reichte, sprangen nach einem Doppelsieg der Chinesen Platz 3. und 4. für die Stabsunteroffiziere Torsten Kröger und Christoph Milz heraus. OFw Christin Priebst lag im spannenden 1.500-Meter-Finale lange in Führung, wurde aber schließlich auf den undankbaren sechsten Rang durchgereicht.
Bevor die ersten Militärischen Weltwinterspiele zu Ende gingen, absolvierten die Skipatrouillen noch ihr Rennen. Dabei bissen sich die deutschen Frauen auf der schweren Strecke mit guten Schießergebnissen auf den sechsten Platz durch. Ein Sturz bei den Männern verhinderte – trotz vorbildlichen Einsatzes – eine gute Platzierung oberhalb des Mittelfeldes.
Den vielen Zuschauern brachten die Aussenseiter aus dem Libanon den Gedanken des CISM näher. Trotz letztem Platz kämpften sie bis zum Schluss und freuten sich mit den Siegern. Ein würdiger Abschluss schöner Spiele, wo das Motto Freundschaft durch Sport gelebt wurde.
Text: Ralf Wilke, PIZ SKB
Fotos: Thomas Ströter, PIZ SKB







