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Vom 24. Mai bis 02. Juni fanden die 31. Militärweltmeisterschaften im Frauenvolleyball auf der Marine Corps Air Station Cherry Point in den USA statt. Auch ein Team der Bundeswehr, die amtierenden Weltmeister vom letzten Jahr, reisten zur Titelverteidigung in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. |
Mit einer aussergewöhnlichen Eröffnungszeremonie in der Sporthalle „Marine Dome“ wurden die Weltmeisterschaften im Frauenvolleyball eingeläutet. Abordnungen der sechs teilnehmenden Nationen aus Brasilien, USA, Kanada, Italien und den Niederlanden, angeführt durch die Auswahl der Bundeswehr, marschierten zu den Klängen der 2nd Marine Division Band ins Carré der Sportstätte. Der Kommandeur der Marine Corps Air Station (MCAS), Oberst Douglas Denn, hieß die angereisten Delegationen, zusammen mit seinem Militärpfarrer und einem gemeinsamen Gebet herzlich auf Cherry Point willkommen. „Gott segne Sie alle und viel Glück bei den Spielen“, waren die an die Spielerinnen gerichteten, eröffnenden Worte.
Das erste Vorrundenspiel bestritten die „Girls aus Germany“ gegen den europäischen Nachbarn aus den Niederlanden. Beim Fußball besteht zwischen diesen beiden Ländern ja bekannterweise eine gewisse Rivalität die natürlich beim Volleyball nicht Halt macht. „Um es auf den Punkt zu bringen. Beim ersten Spiel muß es knallen“, so der Leiter der Sportfördergruppe aus Todtnau Oberstabsfeldwebel Bernd Dörflinger.
Anfängliches Herantasten dominierte lange Zeit die Partie. Beim Stand von 16:14 läutete die Sportsoldatin Birgit Thumm durch einen explosiven Spike die souveräne und trickreiche Spielkunst, für die unser Team bekannt ist ein und der Satz ging mit 25:16 an die deutsche Auswahl.
Kombinationsreichen Volleyball lieferten die Frauen aber auch im zweiten Satz ab. Anfängliche Aufschlagfehler täuschten nicht über die variablen Spielzüge des Weltmeisters aus 2009. Die beiden Bundesligisten Mareen Apitz und Stephanie Kestner vom Dresdner SC waren dann auch am Netz sehr erfolgreich und entschieden den zweiten Satz verdient mit einem 25:16 Sieg für die Bundeswehr-Auswahl. Der solide Arbeitseinsatz dieses „Winning Teams“ brachte der Mannschaft den, zu keiner Zeit gefährdeten, dritten Satzsieg mit 25:12 und einen beruhigenden 3:0 Spielgewinn.

Diesen Esprit de Corps berücksichtigend fanden in den letzten Jahrzehnten
weltweit Vergleichskämpfe bis hin zu Weltmeisterschaften und Welt-
spielen statt. In verschiedenen olympischen (Schwimmen, Fußball, usw.)
oder rein militärischen Disziplinen wie dem Fallschirmsprung maßen
sich Athletinnen und Athleten verschiedenster Teilstreitkräfte aus
unterschiedlichsten Ländern.
Als nächster Gegner stand das Team vom Zuckerhut auf dem Spielplan. Die Auswahl um Libero Kristin Kowollik hatte mit dem Gegner aus Südamerika eine echte Hausnummer zu bewältigen. Die Mannschaft von der Copa Cabana schoß im ersten Vorrundenspiel die Kanadierinnen in drei Sätzen förmlich aus der Halle. „Wir testen die Brasilianerinnen mal an; und übrigens: Man sieht sich immer zweimal“, so der Coach unserer Bw-Athletinnen locker.
Bei diesem Gegner waren bewährte Spielmuster der CISM-Volleyballerinnen sehr schwer umsetzbar. Punktgewinne erzielte die deutsche Mannschaft durch seltene Aufschlagfehler der Gegner oder glänzende Einsätze der Diagonalspielerin Kristin Kasperski von der Sportfördergruppe Warendorf.
Der Block der Frauen vom Zuckerhut stand allerdings verdammt gut und es war äußerst schwierig dort eine Lücke zu finden. Auch Sina Kostorz, Gefreite und Sportsoldatin bei der Sportfördergruppe in Warendorf findet bei ihrem Aufschlag keinen Weg ins gegnerische Feld. Deutschland verliert ein packendes Spiel gegen Brasilien mit 11:25, 11:25 und 14:25.
In der ersten Phase bauten die deutschen Volleyballerinnen einen deutlichen Vorsprung von 11:6 gegen die USA weiter aus und konnten durch sichere Blockarbeit und überlegene Angriffe den ersten Satz mit 25:16 für sich entscheiden. Anfängliche Unsicherheiten im zweiten Satz nutzten die US-Volleyballerinnen und brachten sich mit 8:6 in Führung. Eine rasche Korrektur dieses Ergebnisses wurde von den CISM-Sportlerinnen umgesetzt und das Team konnte an die bekannte Spielweise anknüpfen. Stefanie Öhrlein vom Sanitätszentrum Hardheim punktete dann mit einem tollen Spike zum Satzsieg 25:16.
Der dritte Satz war für die Auswahl der Bundeswehr ein hart umkämpfter Fight, bei dem die Nerven teilweise blank lagen. Durch vermeidbare Fehler lag die CISM-Auswahl der Bundeswehr anfänglich im Rückstand. Die US-Girls um ihren Kapitän Christine Rostowfske gaben keinen Punkt verloren und kämpften sich verbissen bis zum Punktestand 16:15 für Deutschland durch. Begründet durch diskutierbare Entscheidungen der Schiedsrichter und fehlerhafte Spielzüge, verlor Deutschland den dritten Satz mit 24:26.
Schnell lag die Auswahl der Bundeswehr im vierten Satz wieder im Rückstand. Die Sportsoldatin Birgit Thumm erkämpfte mit ihrem Team allerdings acht Punkte in Folge. Zwei Asse fielen. Deutschland gewann gegen die Vereinigten Staaten von Amerika im vierten Satz mit 25:13 und das Spiel mit 3:1.
Die Neuauflage des Finalspiels der CISM-WM 2009 gegen Italien gewann Deutschland verdient mit 25:20, 25:12 und 25:21 in drei Sätzen. Von der ersten Minute an spielte die Auswahl der Bundeswehr druckvoll nach vorne. Die progressive Spielweise der „Girls from Germany“ begeisterte die Zuschauer im Marine Dome und trug mit zum Sieg unserer Auswahl bei.
Beim Spiel gegen Kanada lief der „Kader Bundeswehr“ leicht verändert in das Carré der Sporthalle ein. Hauptfeldwebel Daniela Ziegler aus dem BwKrhs Hamburgverstärkte von der ersten Minute an und konnte durch druckvolles und platziertes Spiel der Mannschaft wertvolle Punkte sichern. Deutschland zeigte im Verlauf des Satzes professionelle Ballwechsel und durch Unteroffizier Stephanie Kestner vom Dresdner SC eine Angreiferin die auch Longline bzw. Cross punkten konnte. Im dritten Satz bedankt sich die eingewechselte Carola Grieser vom 3. Logistikbatallion 461 direkt mit einem schönen Lupfer zum Punktgewinn. Deutschland gewann das Spiel mit 3:1 Sätzen gegen Kanada.
Den Kampf um Platz 3 der Weltmeisterschaften in North Carolina trugen europäische Teams untereinander aus. Italien, Weltmeister 2009, traf auf die Auswahl aus den Niederlanden. Die Zuschauer im Marine Dome sahen ein schnelles Spiel, welches das „Team Oranje“ und 3:1 Sätzen mit der Bronzemedaille für sich entscheiden konnte.

Feierliche Abschlusszeremonie.
Im Spitzenspiel der Militärweltmeisterschaften im Volleyball standen sich der amtierende Weltmeister aus Deutschland und die Newcomer aus Brasilien gegenüber. Der Kampf um Platz 1 war von der ersten Minute an entbrannt. Keine der Mannschaften schenkte sich einen Punkt. Eiserner Wille der deutschen Auswahl mit den Angreiferinnen Stephanie Kestner, Janine Hinderlich und Sina Kostorz zu punkten scheiterte meist an dem Block der Südamerikanerinnen. Die deutsche Mannschaft zeigte eine enorme Leistung und ergreifende Einsatzbereitschaft in ihren Spielen in Amerika. Dieses Team hatte es nicht nach ganz oben auf das Treppchen geschafft. Allerdings ist diese Mannschaft mit Sicherheit „Weltmeister der Herzen“bei den Zuschauern der Marine Corps Air Station geworden.
![]() Taktische Besprechnung. |
![]() Spannende Ballwechsel. |
Das erste Vorrundenspiel bestritten die „Girls aus Germany“ gegen den europäischen Nachbarn aus den Niederlanden. Beim Fußball besteht zwischen diesen beiden Ländern ja bekannterweise eine gewisse Rivalität die natürlich beim Volleyball nicht Halt macht. „Um es auf den Punkt zu bringen. Beim ersten Spiel muß es knallen“, so der Leiter der Sportfördergruppe aus Todtnau Oberstabsfeldwebel Bernd Dörflinger.
Anfängliches Herantasten dominierte lange Zeit die Partie. Beim Stand von 16:14 läutete die Sportsoldatin Birgit Thumm durch einen explosiven Spike die souveräne und trickreiche Spielkunst, für die unser Team bekannt ist ein und der Satz ging mit 25:16 an die deutsche Auswahl.
Kombinationsreichen Volleyball lieferten die Frauen aber auch im zweiten Satz ab. Anfängliche Aufschlagfehler täuschten nicht über die variablen Spielzüge des Weltmeisters aus 2009. Die beiden Bundesligisten Mareen Apitz und Stephanie Kestner vom Dresdner SC waren dann auch am Netz sehr erfolgreich und entschieden den zweiten Satz verdient mit einem 25:16 Sieg für die Bundeswehr-Auswahl. Der solide Arbeitseinsatz dieses „Winning Teams“ brachte der Mannschaft den, zu keiner Zeit gefährdeten, dritten Satzsieg mit 25:12 und einen beruhigenden 3:0 Spielgewinn.

Diesen Esprit de Corps berücksichtigend fanden in den letzten Jahrzehnten
weltweit Vergleichskämpfe bis hin zu Weltmeisterschaften und Welt-
spielen statt. In verschiedenen olympischen (Schwimmen, Fußball, usw.)
oder rein militärischen Disziplinen wie dem Fallschirmsprung maßen
sich Athletinnen und Athleten verschiedenster Teilstreitkräfte aus
unterschiedlichsten Ländern.
Als nächster Gegner stand das Team vom Zuckerhut auf dem Spielplan. Die Auswahl um Libero Kristin Kowollik hatte mit dem Gegner aus Südamerika eine echte Hausnummer zu bewältigen. Die Mannschaft von der Copa Cabana schoß im ersten Vorrundenspiel die Kanadierinnen in drei Sätzen förmlich aus der Halle. „Wir testen die Brasilianerinnen mal an; und übrigens: Man sieht sich immer zweimal“, so der Coach unserer Bw-Athletinnen locker.
Bei diesem Gegner waren bewährte Spielmuster der CISM-Volleyballerinnen sehr schwer umsetzbar. Punktgewinne erzielte die deutsche Mannschaft durch seltene Aufschlagfehler der Gegner oder glänzende Einsätze der Diagonalspielerin Kristin Kasperski von der Sportfördergruppe Warendorf.
Der Block der Frauen vom Zuckerhut stand allerdings verdammt gut und es war äußerst schwierig dort eine Lücke zu finden. Auch Sina Kostorz, Gefreite und Sportsoldatin bei der Sportfördergruppe in Warendorf findet bei ihrem Aufschlag keinen Weg ins gegnerische Feld. Deutschland verliert ein packendes Spiel gegen Brasilien mit 11:25, 11:25 und 14:25.
In der ersten Phase bauten die deutschen Volleyballerinnen einen deutlichen Vorsprung von 11:6 gegen die USA weiter aus und konnten durch sichere Blockarbeit und überlegene Angriffe den ersten Satz mit 25:16 für sich entscheiden. Anfängliche Unsicherheiten im zweiten Satz nutzten die US-Volleyballerinnen und brachten sich mit 8:6 in Führung. Eine rasche Korrektur dieses Ergebnisses wurde von den CISM-Sportlerinnen umgesetzt und das Team konnte an die bekannte Spielweise anknüpfen. Stefanie Öhrlein vom Sanitätszentrum Hardheim punktete dann mit einem tollen Spike zum Satzsieg 25:16.
![]() Für tolle Leistungen ausgezeichnet. |
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Der dritte Satz war für die Auswahl der Bundeswehr ein hart umkämpfter Fight, bei dem die Nerven teilweise blank lagen. Durch vermeidbare Fehler lag die CISM-Auswahl der Bundeswehr anfänglich im Rückstand. Die US-Girls um ihren Kapitän Christine Rostowfske gaben keinen Punkt verloren und kämpften sich verbissen bis zum Punktestand 16:15 für Deutschland durch. Begründet durch diskutierbare Entscheidungen der Schiedsrichter und fehlerhafte Spielzüge, verlor Deutschland den dritten Satz mit 24:26.
Schnell lag die Auswahl der Bundeswehr im vierten Satz wieder im Rückstand. Die Sportsoldatin Birgit Thumm erkämpfte mit ihrem Team allerdings acht Punkte in Folge. Zwei Asse fielen. Deutschland gewann gegen die Vereinigten Staaten von Amerika im vierten Satz mit 25:13 und das Spiel mit 3:1.
Die Neuauflage des Finalspiels der CISM-WM 2009 gegen Italien gewann Deutschland verdient mit 25:20, 25:12 und 25:21 in drei Sätzen. Von der ersten Minute an spielte die Auswahl der Bundeswehr druckvoll nach vorne. Die progressive Spielweise der „Girls from Germany“ begeisterte die Zuschauer im Marine Dome und trug mit zum Sieg unserer Auswahl bei.
Beim Spiel gegen Kanada lief der „Kader Bundeswehr“ leicht verändert in das Carré der Sporthalle ein. Hauptfeldwebel Daniela Ziegler aus dem BwKrhs Hamburgverstärkte von der ersten Minute an und konnte durch druckvolles und platziertes Spiel der Mannschaft wertvolle Punkte sichern. Deutschland zeigte im Verlauf des Satzes professionelle Ballwechsel und durch Unteroffizier Stephanie Kestner vom Dresdner SC eine Angreiferin die auch Longline bzw. Cross punkten konnte. Im dritten Satz bedankt sich die eingewechselte Carola Grieser vom 3. Logistikbatallion 461 direkt mit einem schönen Lupfer zum Punktgewinn. Deutschland gewann das Spiel mit 3:1 Sätzen gegen Kanada.
Den Kampf um Platz 3 der Weltmeisterschaften in North Carolina trugen europäische Teams untereinander aus. Italien, Weltmeister 2009, traf auf die Auswahl aus den Niederlanden. Die Zuschauer im Marine Dome sahen ein schnelles Spiel, welches das „Team Oranje“ und 3:1 Sätzen mit der Bronzemedaille für sich entscheiden konnte.

Feierliche Abschlusszeremonie.
Im Spitzenspiel der Militärweltmeisterschaften im Volleyball standen sich der amtierende Weltmeister aus Deutschland und die Newcomer aus Brasilien gegenüber. Der Kampf um Platz 1 war von der ersten Minute an entbrannt. Keine der Mannschaften schenkte sich einen Punkt. Eiserner Wille der deutschen Auswahl mit den Angreiferinnen Stephanie Kestner, Janine Hinderlich und Sina Kostorz zu punkten scheiterte meist an dem Block der Südamerikanerinnen. Die deutsche Mannschaft zeigte eine enorme Leistung und ergreifende Einsatzbereitschaft in ihren Spielen in Amerika. Dieses Team hatte es nicht nach ganz oben auf das Treppchen geschafft. Allerdings ist diese Mannschaft mit Sicherheit „Weltmeister der Herzen“bei den Zuschauern der Marine Corps Air Station geworden.
Rio de Janeiro 2011… wir kommen.
Text: Michael Sprengard, PIZ SKB
Fotos:Thomas Ströter, PIZ SKB







