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Premiere sollte der Startschuß für eine CISM-GewichtheberWeltmeisterschaft sein. „Friendship through Sport“ - Freundschaft durch Sport, unter diesem Motto des Internationalen Militärsportverbandes CISM (Conseil International du Sport Militaire) wurde am Samstag, 08. Mai 2010 der „1st GERMAN CISM MILITARY WEIGHTLIFTING CUP“ der Bundeswehr ausgetragen. 35 Topathletinnen und Athleten aus Deutschland, Polen und der Slowakei – Frankreich und Italien mussten ihre Teilnahme kurzfristig absagen - boten hochklassigen Leistungssport. |

Konzentration vor dem Versuch bei Unteroffizier Mathias Baier.
Die Gewichtheberhalle des Sportzentrums Frankfurt/Oder in unmittelbarer Nachbarschaft der Frankfurter Bundeswehr-Sportfördergruppe war dafür eine ideale Bühne mit grandioser Atmosphäre. „Kurze Wege, professionelle Unterstützung durch den Athletik Sport Klub (ASK) in Persona Detlef Blasche zusammen mit seiner Ehefrau am Olympiastützpunkt (OSP) Frankfurt/ Oder, das waren die idealen organisatorischen Voraussetzungen für die Premiere dieses Auftaktwettkampfes, dem in den kommenden Jahren weitere folgen sollen“, so Oberstabsfeldwebel Martin Zawieja. Der Olympia- und Weltmeisterdritte von 1988/1991 im Gewichtheben leitet seit einigen Jahren die Sportfördergruppe im baden-württembergischen Bruchsal, einer Hochburg mit Kaderathleten der Bundeswehr im Gewichtheben, die komplett aus Bruchsal nach Frankfurt/Oder gereist waren.
Klasse Leistungen mit Luft nach oben
Für den gebürtigen Görlitzer Unteroffizier Mathias Baier und die Olympiasiebte von Peking, Stabsunteroffizier Julia Rohde vom Niederschlesischen Athletenclub Görlitz, war der Militär-Cup eine Quasirückkehr in die alte Heimat der Oder-Neiße-Region. Baier hatte es am Sonnabend mit starker polnischer und slowakischer Konkurrenz zu tun. Kein geringerer als der amtierende polnische Weltmeister Marcin Dolega, gerade einmal fünf Tage Soldat, verstärkte das polnische Team in der Superschwergewichtsklasse über 105 kg.
![]() Olympiasiebte Stabsunteroffizier Julia Rohde fixiert im Stoßen 102kg. |
![]() Sehr gutes Ergebnis für die Teamwert- ung von Hauptgefreiter Ingolf Keba. |
Aber auch die anderen Athleten in Uniform sorgten für spannende und sportlich sehr gute Wettkämpfe. So verbesserte Obergefreiter Michael Müller in der 85-kg-Gewichtsklasse seine persönliche Bestleistung im Reißen gleich zweimal auf 150 kg und gewann den Olympischen Zweikampf deutlich. „Drei erfolgreiche Versuche im Reißen und Stoßen punktgenau auf die Bühne zu bringen bedeutet monatelanges hartes Technik- und Krafttraining“, weiß Oberstabsfeldwebel Zawieja aus eigener Erfahrung. Bei den leichten Männern dominierte Hauptgefreiter Robert Joachim und sorgte damit zusammen mit guten Ergebnissen von Obergefreiter Alexej Prochorow, Hauptgefreiter Ingolf Keba, Obergefreiter Robby Behm sowie Michael Müller für einen knappen Mannschaftssieg nach der international gebräuchlichen Sinclairwertung.
Frankfurt/Oder als Zwischenziel
Frauen-Bundestrainer Thomas Faselt ordnete den Sieg der beiden ohne direkte Konkurrentinnen hebenden Bundeswehrfrauen Julia Rohde und Nina Bayer als einen wichtigen Schritt zur Leistungsbestimmung und Motivation für die im September im türkischen Antalya stattfindenden Weltmeisterschaften und das Langzeitziel Olympia 2012 in London ein. „Vier der fünf Starterinnen in Antalya kommen von der Bundeswehr. Wir müssen mit dem Team bei sehr starker Konkurrenz mindestens den 17. Platz erreichen um bei Olympia 2012 mit dabei zu sein“, erklärt Faselt die Strategie.

Das deutsche Team mit den Bundestrainern Michael Vater (stehend 2. v.li)
und Thomas Faselt (stehend 4. v.re).
Den einzigen Wermutstropfen verbuchte Bundestrainer Michael Vater in der Tatsache, dass die französischen und italienischen Athleten nicht vor Ort waren: „Aber die Gespräche mit den polnischen und slowakischen Delegationsführern machen Mut, dass der CISM-Gewichtheber-Cup keine Eintagsfliege bleibt und wir werden alles daran setzen, dass er in den nächsten Jahren in eine tatsächliche Militärweltmeisterschaft – vielleicht auch in Frankfurt/ Oder- mündet“, so Vater. Die von den uniformierten Athleten gezeigten Leistungen stimmten den U23 Bundestrainer für die im November auf Zypern stattfindenden Europameisterschaften der Junioren und der U-23-Athleten zuversichtlich.
Bestens gestimmt waren auch die zahlreichen Zuschauer, die die Athleten immer wieder zu hochklassigen Leistungen anfeuerten. „Frankfurt/Oder mit seinem exzellenten Sportzentrum in das unsere Sportfördergruppe vorbehaltlos integriert wird hat dem CISM-Motto‚ Freundschaft durch Sport’ alle Ehre gemacht“, bewertete Major Uwe Rommel, Chef der Mission, die gelungene Veranstaltung.
Oberstleutnant Klaus Geier




