Der Ramsauer Unteroffizier Manuel Machata will beide Junioren-weltmeistertitel im Bob, nachdem er bereits im letzten Jahr den Weltmeistertitel der Junioren im großen Schlitten und Bronze im Zweier geholt hat.
Der 22-jährige möchte auf seiner Lieblingsbahn in Altenberg bei den nächsten Juniorenweltmeisterschaften beide Titel einheimsen. Ferner strebt Machata gute Platzierungen im Europacup an, alles andere wie ein Einsatz im Weltcup wäre Zugabe.

Manuel Machata schlüpfte erst vor urzem in die Autorennfahrerkluft. Bald tauscht der Juniorenweltmeister des letzten Jahres im Viererbob dies wieder mit dem Rennanzug des Bobpiloten.
Du bist kürzlich ein Autorennen am Norisring gefahren. Bringt das etwas für die Bobabfahrt?
Unteroffizier Manuel Machata: Ich hatte keine Probleme meine Erfahrungen aus dem Bobsport, was die Kurven, betrifft, im Tourenwagen umzusetzen. Umgekehrt funktioniert das aber nicht.
Du hattest im letzten Jahr eine sehr gute Saison mit dem Weltmeistertitel im Vierer und dem dritten Platz im kleinen Schlitten. Wie geht es weiter?
Machata: Ich trainiere gut, bin verletzungsfrei und hoffe in Altenberg beide Titel zu gewinnen. Ferner versuche ich im Europacup gut mit dabei zu sein. Wenn es nicht zu einem Einsatz im Weltcup reicht, macht es auch nichts. Ich habe noch viel Zeit und kann nur dazu lernen. Das übernächste Jahr wird dann mein Angriffsjahr.
Du wirst von Christoph Langen unterstützt.
Machata: Christoph gibt mir immer wieder wertvolle Tipps.
Wie sieht es mit den wichtigen Anschiebern aus?
Machata: In meinem Team ist der ehemalige Bremser von Karl Angerer Florian Becke, Michael Tomfelde, Michael Makarov, Christian Tengel und der Ramsauer Michael Flunk. Im September bestreiten wir zusammen ein Trainingslager, das ist für unser Zusammenspiel natürlich sehr wichtig.
Flunk hat ja einen eigenen Betrieb, wie funktioniert das?
Machata: Michael Flunk gehört in erster Linie zu meiner Viererbesetzung, für den Zweier ist er zu leicht. Aber Flunk ist ein guter Mann.
Landestrainer Hans Wimmer gilt als erfahrener Trainer.
Machata: Hans ist der Papi, er hat unheimlich viel Erfahrung und bringt diese perfekt an den Mann. Es macht großen Spaß mit ihm zu arbeiten.
Wann geht es so richtig los mit der Saison?
Machata: Wir haben bereits Anfang Oktober in Oberhof eine Startüberprüfung mit ersten Tests. Mitte Oktober finden am Königssee die ersten Selektionen statt und die ersten Rennen sind im November.
Wie schätzt Du Deine unmittelbaren Konkurrenten aus der näheren Umgebung ein?
Machata: Karl Angerer wird seinen Weg gehen und einen weiteren Sprung nach vorne machen. Da komme ich noch nicht hin. Von Hartl Sanktjohanser weiß ich derzeit nichts.
Christian Wechslinger


