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| Ein Offizier der Luftwaffe ist Deutscher Meister im RC-Fallschirmspringen 2011 |
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Den Titel eines Deutschen Meisters im RC-Fallschirmspringen errang Hauptmann Tomas Boxdörfer vom Jagdgeschwader 74 aus Neuburg an der Donau. Er setzte sich damit bei der 30. internationalen Deutschen Meisterschaft gegen einundsiebzig Teilnehmer aus sieben Nationen erfolgreich durch.
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„Ready for Takeoff“ fragte der Pilot des Absetzflugzeuges, Reinhard Pötzl, die beiden Fallschirmspringer. Nach einem kurzen und nervösen o.k. wurde der Gashebel nach vorne geschoben, die Absetzmaschine rollte auf die Startposition und wenige Minuten später war man in 500 Meter Höhe. Die Springer dirigierten die Absetzmaschine zum Absetzpunkt und mit dem Kommando „Absetzen jetzt“ erfolgte der letzte von sechs Wertungssprüngen der Deutschen Meisterschaft 2011. Dabei wurde jeder Springer von einem Punktrichter bewertet. Nachdem dieser den einwandfreien Fall bestätigt hatte, öffnete Hauptmann Thomas Boxdörfer den Fallschirm. Dabei ging es bei diesem letzten Zielsprung um den Titel. Ein Ergebnis unter 300 cm reichte zum Sieg. Starke Windböen am Boden verlangten nun von den Springern Fingerspitzengefühl und schnelle Reaktionen. Noch eine kurze Abschätzung des Bodenwindes und ein Blick zum anderen Fallschirmspringer und die Landeeinteilung begann. Mit 96 cm Entfernung zum Nullpunkt wurde Thomas Boxdörfer Deutscher Meister im RC-Fallschirmspringen.
 Springer mit gepacktem Schirm: Hoffentlich werde ich bald abgeholt.
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 Schleppflugzeug mit zwei Springern beim Start.
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Doch was ist eigentlich RC-Fallschirmspringen und wie funktioniert diese Sportart? Das RC steht für Radio Control. Die Fallschirmspringer werden also über Funk gesteuert. Denn Modellfallschirmspringer sind heute ausgereifte technische Sportgeräte, deren Fallschirm eigentlich eine nicht starre Tragfläche ist. Die Aerodynamik dieser Flächenschirme erlaubt auch bei stärkeren Windgeschwindig keiten eine Ziellandung auf dem Modellflugplatz und im 5 Meter Zielkreis. Der Deutsche Modellflieger Verband e.V. hat vom 26. bis 28. 08.2011 bereits die 30. Meisterschaft in dieser Sportart ausgerichtet ( http://fallschirmspringen.dmfv.aero). Die Nachbildungen eines Original-Fallschirmspringers haben in aller Regel einen Maßstab von ungefähr 1:4 und sind rund 40 Zentimeter groß. Sie haben wirklich alles, was einen Springer auszeichnet: Springerkombi, Helm, Gurtzeug und Steuerleinen. Häufig sehen die Springer ihren Piloten täuschend ähnlich.
Springer bei der Landung im Zielkreis.
Sie werden mit einem Schleppmodell, der so genannten “Absetzmaschine”, auf Höhe gebracht, und von dort geht es dann im freien Fall der Erde entgegen. Absetzflugzeug und Fallschirmspringer tragen jeweils eine eigene Steuermechanik in ihrem Inneren. Der Pilot des Springers kann nun den „Matratzenschirm“ öffnen und über die Bewegung der Arme exakt steuern sowie zielgenau landen. Das Spektrum der Fallschirmspringer reicht vom Standard- bis hin zum HighTech-Springer, der in erster Linie für den Wettbewerbseinsatz konzipiert ist. Bei Wettbewerben im In- und Ausland wird im Zielspringen um jeden Zentimeter gewetteifert. Höhepunkte eines jeden Jahres sind die internationale Deutsche Meisterschaft und die Wertung der “European Para Trophy” bei der mindestens vier Wettbewerbe, davon einer im Ausland, besucht werden müssen.
Text: Udo Straub Fotos: Helmut Winter |
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