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Deutsche Spitzensportler sind oft Soldaten – Sportsoldaten. In Zeiten internationalen Drucks und sinkenden Fördermitteln sind die Sportfördergruppen der Bundeswehr oft eine sichere Bucht für Sportler vieler Disziplinen und dabei über die gesamte Bundesrepublik verstreut. Wir besuchten die im ostdeutschen Frankenberg gelegene Sportfördergruppe der Bundeswehr und sprachen mit Mitgliedern des Regiepersonals über aktuelle Entwicklungen und die aktive Teilnahme der unzähligen Sportler am internationalen Wettbewerb. |
Thomas de Maiziere bekannte sich schon zu Beginn seiner Amtszeit für den Sport – für die Sportfördergruppen und damit für die Sicherheit von international anerkannten Athleten. Die in Frankenberg gelegene und im Jahr 1993 kurz nach der Wende gegründete Sportfördergruppe in der Wettiner Kaserne vereint Sommer- wie Wintersportarten und ist zur Wahrnehmung ihrer zugewiesenen Aufgaben dezentral organisiert. Fast alle Sportler trainieren in Olympiastützpunkten oder deren Außenstellen und Bundesleistungszentren, die meist heimatnah gelegen und daher für das tägliche Training im Rahmen der Wettbewerbsvorbereitung bestens geeignet sind. Obwohl 80 Dienstposten vorhanden sind, dienen derzeit 53 Spitzensportler und drei Soldaten als Regiepersonal.

Feldwebel Sven Mehlhorn, Feldwebel Rico Wagner, Hauptfeldwebel
Jan Fiedler, Hauptfeldwebel Torsten Wüstlich (v.r.n.l.).
Schon 1968 beschloss der Bundestag, „… zur Förderung von Spitzensportlern bei der Bundeswehr Fördergruppen einzurichten.“, weshalb recht schnell erste Standorte gegründet wurden. Ziele waren eindeutig festgelegt. So sollten die Fördergruppen eine angemessene Repräsentanz Deutschlands bei internationalen Wettkämpfen sicherstellen, Anschluss an die Weltspitze für Spitzensportler während der damals pflichtmäßigen Wehrdienstzeit gewährleisten, sowiegleiche Chancen für deutsche Sportler sicherstellen, wie sie Sportler in anderen Staaten vorfanden. 1993 wurde die Sportfördergruppe im Zentrum des ehemals ostdeutschen Sports gegründet und sollte die unzählig vorhandenen Sportler fördern, die mit Ende der DDR-Zeit ohne wahrhaftige berufliche Perspektive trainierten. Durch die Bundeswehr werden hierzu derzeit bundesweit bis zu 784 Dienstposten für Spitzensportler und Militärsportler zur Verfügung gestellt.
Schon damals galten spezielle Regeln zur Aufnahme in die Gruppe, denn nur der Spitzensport sollte gefördert werden. Priorität haben auch heute Sportler olympischer Disziplinen, wobei Angehörige des Bundeskaders Chancen auf die Aufnahme haben. Doch auch nichtolympische Disziplinen können gefördert werden – in Frankenberg zum Beispiel Schach. Niclas Huschenbeth kämpft um Dame und König, wobei er auf die Unterstützung durch die Sportfördergruppe bauen kann und auch dadurch international erfolgreich bleibt. Aber auch im kalten Nass sind Sportler der Sportfördergruppe Frankenberg aktiv, wie Christin Steuer und Sascha Klein, die in Turmspringwettbewerben grandiose Ergebnisse erzielten.
Der Weg zum Sportsoldaten
Sportler, deren Wunsch die Aufnahme in eine Sportfördergruppe ist, müssen bei dem für ihre Sportart zuständigen Spitzenverband einen Antrag zur Aufnahme stellen, da diese Verbände über Dienstpostenkontingente verfügen und diese in Absprache mit dem Streitkräfteamt und der Stammdienststelle der Bundeswehr besetzen können. Sollte der Antrag und somit der jeweilige Sportler befürwortet werden, wird eine Fachexpertise durch den Deutschen Olympischen Sportbund erstellt, die für die Verantwortlichen der Bundeswehr entscheidend ist. Nachdem die Sportler die medizinische Einstellungsuntersuchung durchlaufen haben erfolgt eine gezielte Einberufung zur Grundausbildung mit anschließender Versetzung in die empfohlene Sportfördergruppe.
Während der Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe finden jährlich Personalplanungsgespräche zwischen Streitkräfteamt, Stammdienststelle der Bundeswehr und dem betreffenden Verband statt, anlässlich derer die Leistung der Sportler kontinuierlich überprüft wird. Leistung ist Voraussetzung für den Verbleib in den Sportfördergruppen und wird sozial eingefordert. Auf Grund dieser Personalplanungsgespräche werden die Dienstzeiten der Sportler jährlich verlängert oder aber auch über das Dienstzeitende informiert, wobei dies regelmäßig im Jahresrhytmus geschieht und mit den Sportlern vereinbart wird. Grundsätzlich müssen die Sportsoldaten auch militärische Fähigkeiten nachweisen und hierzu jährlich Lehrgänge belegen. Das gestellte Laufbahnziel ist hierbei die Ausbildung zum Sportfeldwebel. Grundvoraussetzung bleibt also auch bei den Spitzenathleten eine militärische Ausbildung. Doch auch aktive Werbung wird zur Gewinnung von Spitzensportlern betrieben. Nicht zuletzt, da sich auch die Sportfördergruppen in einem Wettbewerb mit anderen Förderern wie der Bundes- oder den Landespolizeien befinden. Jan Fiedler, momentan stellvertretender Leiter der Sportfördergruppe und ab dem 01.10.2011 Leiter erklärte hierzu: „Es werden die Vorschriften was das Leistungsniveau der Sportler angeht eingehalten, die aber sehr sozial sind und auch eine Absicherung der Sportler während der Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe und nach dem Ausscheiden aus dem Dienst gewährleisten. Beispielsweise ergeben sich Möglichkeiten der Berufsausbildung oder Aufnahme eines Studiums im Rahmen des Berufsförderungsdienstes“ und zeigt damit, dass auch der soziale Faktor bei der Entscheidung über den Verbleib in den Gruppen beachtet wird.
Das Leben eines Sportsoldaten
Wie jeder andere Soldat, leisten Sportsoldaten mindestens 46 und mehr Stunden wöchentliche Arbeitszeit, die sich nach den vom Verband und autorisierten Trainern vorgegebenen Trainingsplänen orientieren. Dabei ist klar, dass viele Stunden Training darüber hinaus absolviert werden, auch um das einmal erreichte Niveau leistungsstark zu halten. Da fast alle Sportsoldaten der Sportfördergruppe Frankenberg in Olympiastützpunkten, deren Außenstellen oder Bundesleistungszentren trainieren und auf die dortige Trainingslogistik zurückgreifen, erfolgt die Dienstaufsicht per Besuchen der Vorgesetzten. Hauptfeldwebel Fiedler erklärte im Gespräch über das Training der Sportler, dass die Sportverbände die Fachaufsicht übernehmen und die Trainingseinheiten verantworten. Zertifizierte und durch den jeweiligen Verband autorisierte Trainer überwachen hierbei das Training. Generell bleibt das Training also in ziviler Hand und wird von Spitzentrainern ausgeführt, wobei ein enger Kontakt der Trainer zu den Dienstvorgesetzten besteht.
Hauptfeldwebel Torsten Wustlich, bis 2010 Rennrodler im Doppelsitzer, machte die Vorteile der Sportfördergruppen für die Athleten deutlich: „Die Absicherung in der Bundeswehr ist einzigartig. Neben der finanziellen Absicherung gibt es ja auch die Freie Heilfürsorge, die bei medizinischen Problemen eine klasse Sache ist. Eigentlich ermöglicht die Bundeswehr den deutschen Spitzensport, denn ohne die Fördergruppen wäre der Leistungssport auf dem jetzigen Niveau nicht denkbar. Ich selber hätte meinen Sport ohne die Bundeswehr gar nicht ausüben können, da ich zu Beginn noch eine Ausbildung gemacht habe und dabei nachdachte, den Sport an den Nagel zu hängen. Wer gute Leistungen als Sportsoldat zeigt, kann sich auf das wesentliche konzentrieren.“ Die körperliche wie finanzielle Absicherung ist also ein herausragender Grund für die Entscheidung, eine Aufnahme in die Sportfördergruppen zu beantragen. Aber warum sieht man selten, dass ein Sportler Angehöriger der Bundeswehr ist? Auf den Trikots prangen bisweilen nur winzige Schriftzüge die auf die Zugehörigkeit hinweisen. Personalunteroffizier Sven Mehlhorn erklärte dazu: „Die Sportler erhalten von ihren Verbänden genaue Vorgaben, wie die Trikots auszusehen haben. Da bleibt nur wenig Platz für die Bundeswehr Logos. Dennoch sind die Sportler verpflichtet, die Schriftzüge der Bundeswehr zu tragen.“ Ebenso erklärlich, da die Sportler vereinzelt auch Sponsorengelder erhalten und diese zivilen Geldgeber ihre Logos auf den Trikots platzieren. Und dennoch wird immer öfter bekannt, dass es sich bei dem Sportler um einen Sportsoldaten handelt, was dem Ansehen der Bundeswehr zum positiven verhilft. Im Jahre 2008 betrug der finanzielle Aufwand für die Sportfördergruppen ca. 25 Millionen Euro.
Damit ist klar, dass die Sportfördergruppe in Frankenberg eine wichtige Institution des deutschen Sports ist und in ihrer Funktion die Landschaft des Leistungssportes prägt. Ohne die soziale und finanzielle Betreuung müssten engagierte Sportler noch härter um ihre Erfolge kämpfen, oder würden vergeblich nach finanzstarken Sponsoren suchen. Dennoch wird sich die Sportförderung in den nächsten Jahren mit Problemen auseinandersetzen müssen, da Nachwuchs immer öfter ausbleibt. Sportschulen können oftmals nur von Kindern aus finanzstarken Familien besucht werden, wodurch nicht immer die leistungsstärksten Kinder Zugang finden. Auch wird die Konkurrenzsituation zu Sportfördergruppen der Polizei ausgeprägter. So gründete beispielsweise die Polizei des Landes Sachsen-Anhalt eine Fördergruppe und holte Sportler wie Luise Malzahn nach Sachsen-Anhalt.
Die Sportfördergruppe Frankenberg beweist, dass eine militärisch-zivile Zusammenarbeit im Bereich des Sportes hervorragend funktionieren kann und steht Garant dafür, dass Athleten als Leistungssportler beste Trainingssituationen und ein positives wie abgesichertes Umfeld erhalten. Nur so kann der Spitzensport in Deutschland sein Niveau halten und das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland stärken.

Feldwebel Sven Mehlhorn, Feldwebel Rico Wagner, Hauptfeldwebel
Jan Fiedler, Hauptfeldwebel Torsten Wüstlich (v.r.n.l.).
Schon 1968 beschloss der Bundestag, „… zur Förderung von Spitzensportlern bei der Bundeswehr Fördergruppen einzurichten.“, weshalb recht schnell erste Standorte gegründet wurden. Ziele waren eindeutig festgelegt. So sollten die Fördergruppen eine angemessene Repräsentanz Deutschlands bei internationalen Wettkämpfen sicherstellen, Anschluss an die Weltspitze für Spitzensportler während der damals pflichtmäßigen Wehrdienstzeit gewährleisten, sowiegleiche Chancen für deutsche Sportler sicherstellen, wie sie Sportler in anderen Staaten vorfanden. 1993 wurde die Sportfördergruppe im Zentrum des ehemals ostdeutschen Sports gegründet und sollte die unzählig vorhandenen Sportler fördern, die mit Ende der DDR-Zeit ohne wahrhaftige berufliche Perspektive trainierten. Durch die Bundeswehr werden hierzu derzeit bundesweit bis zu 784 Dienstposten für Spitzensportler und Militärsportler zur Verfügung gestellt.
Schon damals galten spezielle Regeln zur Aufnahme in die Gruppe, denn nur der Spitzensport sollte gefördert werden. Priorität haben auch heute Sportler olympischer Disziplinen, wobei Angehörige des Bundeskaders Chancen auf die Aufnahme haben. Doch auch nichtolympische Disziplinen können gefördert werden – in Frankenberg zum Beispiel Schach. Niclas Huschenbeth kämpft um Dame und König, wobei er auf die Unterstützung durch die Sportfördergruppe bauen kann und auch dadurch international erfolgreich bleibt. Aber auch im kalten Nass sind Sportler der Sportfördergruppe Frankenberg aktiv, wie Christin Steuer und Sascha Klein, die in Turmspringwettbewerben grandiose Ergebnisse erzielten.
![]() SU Eric Frenzel: Nordische Kombination. |
![]() OFw Tom Reichelt: Skilanglauf. |
Der Weg zum Sportsoldaten
Sportler, deren Wunsch die Aufnahme in eine Sportfördergruppe ist, müssen bei dem für ihre Sportart zuständigen Spitzenverband einen Antrag zur Aufnahme stellen, da diese Verbände über Dienstpostenkontingente verfügen und diese in Absprache mit dem Streitkräfteamt und der Stammdienststelle der Bundeswehr besetzen können. Sollte der Antrag und somit der jeweilige Sportler befürwortet werden, wird eine Fachexpertise durch den Deutschen Olympischen Sportbund erstellt, die für die Verantwortlichen der Bundeswehr entscheidend ist. Nachdem die Sportler die medizinische Einstellungsuntersuchung durchlaufen haben erfolgt eine gezielte Einberufung zur Grundausbildung mit anschließender Versetzung in die empfohlene Sportfördergruppe.
Während der Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe finden jährlich Personalplanungsgespräche zwischen Streitkräfteamt, Stammdienststelle der Bundeswehr und dem betreffenden Verband statt, anlässlich derer die Leistung der Sportler kontinuierlich überprüft wird. Leistung ist Voraussetzung für den Verbleib in den Sportfördergruppen und wird sozial eingefordert. Auf Grund dieser Personalplanungsgespräche werden die Dienstzeiten der Sportler jährlich verlängert oder aber auch über das Dienstzeitende informiert, wobei dies regelmäßig im Jahresrhytmus geschieht und mit den Sportlern vereinbart wird. Grundsätzlich müssen die Sportsoldaten auch militärische Fähigkeiten nachweisen und hierzu jährlich Lehrgänge belegen. Das gestellte Laufbahnziel ist hierbei die Ausbildung zum Sportfeldwebel. Grundvoraussetzung bleibt also auch bei den Spitzenathleten eine militärische Ausbildung. Doch auch aktive Werbung wird zur Gewinnung von Spitzensportlern betrieben. Nicht zuletzt, da sich auch die Sportfördergruppen in einem Wettbewerb mit anderen Förderern wie der Bundes- oder den Landespolizeien befinden. Jan Fiedler, momentan stellvertretender Leiter der Sportfördergruppe und ab dem 01.10.2011 Leiter erklärte hierzu: „Es werden die Vorschriften was das Leistungsniveau der Sportler angeht eingehalten, die aber sehr sozial sind und auch eine Absicherung der Sportler während der Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe und nach dem Ausscheiden aus dem Dienst gewährleisten. Beispielsweise ergeben sich Möglichkeiten der Berufsausbildung oder Aufnahme eines Studiums im Rahmen des Berufsförderungsdienstes“ und zeigt damit, dass auch der soziale Faktor bei der Entscheidung über den Verbleib in den Gruppen beachtet wird.
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Das Leben eines Sportsoldaten
Wie jeder andere Soldat, leisten Sportsoldaten mindestens 46 und mehr Stunden wöchentliche Arbeitszeit, die sich nach den vom Verband und autorisierten Trainern vorgegebenen Trainingsplänen orientieren. Dabei ist klar, dass viele Stunden Training darüber hinaus absolviert werden, auch um das einmal erreichte Niveau leistungsstark zu halten. Da fast alle Sportsoldaten der Sportfördergruppe Frankenberg in Olympiastützpunkten, deren Außenstellen oder Bundesleistungszentren trainieren und auf die dortige Trainingslogistik zurückgreifen, erfolgt die Dienstaufsicht per Besuchen der Vorgesetzten. Hauptfeldwebel Fiedler erklärte im Gespräch über das Training der Sportler, dass die Sportverbände die Fachaufsicht übernehmen und die Trainingseinheiten verantworten. Zertifizierte und durch den jeweiligen Verband autorisierte Trainer überwachen hierbei das Training. Generell bleibt das Training also in ziviler Hand und wird von Spitzentrainern ausgeführt, wobei ein enger Kontakt der Trainer zu den Dienstvorgesetzten besteht.
Hauptfeldwebel Torsten Wustlich, bis 2010 Rennrodler im Doppelsitzer, machte die Vorteile der Sportfördergruppen für die Athleten deutlich: „Die Absicherung in der Bundeswehr ist einzigartig. Neben der finanziellen Absicherung gibt es ja auch die Freie Heilfürsorge, die bei medizinischen Problemen eine klasse Sache ist. Eigentlich ermöglicht die Bundeswehr den deutschen Spitzensport, denn ohne die Fördergruppen wäre der Leistungssport auf dem jetzigen Niveau nicht denkbar. Ich selber hätte meinen Sport ohne die Bundeswehr gar nicht ausüben können, da ich zu Beginn noch eine Ausbildung gemacht habe und dabei nachdachte, den Sport an den Nagel zu hängen. Wer gute Leistungen als Sportsoldat zeigt, kann sich auf das wesentliche konzentrieren.“ Die körperliche wie finanzielle Absicherung ist also ein herausragender Grund für die Entscheidung, eine Aufnahme in die Sportfördergruppen zu beantragen. Aber warum sieht man selten, dass ein Sportler Angehöriger der Bundeswehr ist? Auf den Trikots prangen bisweilen nur winzige Schriftzüge die auf die Zugehörigkeit hinweisen. Personalunteroffizier Sven Mehlhorn erklärte dazu: „Die Sportler erhalten von ihren Verbänden genaue Vorgaben, wie die Trikots auszusehen haben. Da bleibt nur wenig Platz für die Bundeswehr Logos. Dennoch sind die Sportler verpflichtet, die Schriftzüge der Bundeswehr zu tragen.“ Ebenso erklärlich, da die Sportler vereinzelt auch Sponsorengelder erhalten und diese zivilen Geldgeber ihre Logos auf den Trikots platzieren. Und dennoch wird immer öfter bekannt, dass es sich bei dem Sportler um einen Sportsoldaten handelt, was dem Ansehen der Bundeswehr zum positiven verhilft. Im Jahre 2008 betrug der finanzielle Aufwand für die Sportfördergruppen ca. 25 Millionen Euro.
![]() OFw Christin Steuer: Turmspringen |
![]() HptFw René Sommerfeldt: Skilanglauf |
Damit ist klar, dass die Sportfördergruppe in Frankenberg eine wichtige Institution des deutschen Sports ist und in ihrer Funktion die Landschaft des Leistungssportes prägt. Ohne die soziale und finanzielle Betreuung müssten engagierte Sportler noch härter um ihre Erfolge kämpfen, oder würden vergeblich nach finanzstarken Sponsoren suchen. Dennoch wird sich die Sportförderung in den nächsten Jahren mit Problemen auseinandersetzen müssen, da Nachwuchs immer öfter ausbleibt. Sportschulen können oftmals nur von Kindern aus finanzstarken Familien besucht werden, wodurch nicht immer die leistungsstärksten Kinder Zugang finden. Auch wird die Konkurrenzsituation zu Sportfördergruppen der Polizei ausgeprägter. So gründete beispielsweise die Polizei des Landes Sachsen-Anhalt eine Fördergruppe und holte Sportler wie Luise Malzahn nach Sachsen-Anhalt.
Die Sportfördergruppe Frankenberg beweist, dass eine militärisch-zivile Zusammenarbeit im Bereich des Sportes hervorragend funktionieren kann und steht Garant dafür, dass Athleten als Leistungssportler beste Trainingssituationen und ein positives wie abgesichertes Umfeld erhalten. Nur so kann der Spitzensport in Deutschland sein Niveau halten und das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland stärken.
Text: Martin Zink
Fotos: Main Zink, Bundeswehr









