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Das deutsche Nationalspielerinnen der Bundeswehr-Sportfördergruppe angehören hat schon Tradition. Bei den Europameisterschaften in Danzig (8. bis 16. Oktober 2011) waren es drei von insgesamt fünf Starterinnen des Deutschen Tischtennis-Bundes DTTB: Wu Jiaduo, Kristin Silbereisen (beide FSV Kroppach) und Sabine Winter (TSV Schwabhausen).
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Das Trio verpasste eine Medaille mit der Mannschaft nur knapp, dafür trumpfte Mannschaftskollegin Irene Ivancan (ttc berlin eastside) im Einzel umso mehr auf. Mit einer Medaille wollten die deutschen Damen von den Europameisterschaften aus Danzig zurückkehren, am Ende wurde es sogar eine silberne durch Irene Ivancan. Die 28jährige Studentin spielte sich überraschend in das Einzel-Finale vor und war auch dort gegen Li Jiao (Niederlande) nicht chancenlos. Mit 3:4 hatte Ivancan das Nachsehen, nachdem sie sogar zwischenzeitlich mit 3:2 gegen Europas Nummer eins geführt hatte. "Ich bin nicht unglücklich, das Finale verloren zu haben. Ich kann stolz sein auf meine Leistung. Schließlich habe ich gegen die beste Spielerin Europas gespielt und sogar mit 3:2 geführt", sagte Ivancan später. Die Newcomerin, die nach der EM 2005 sechs Jahre nicht mehr für das DTTB-Team gespielt hatte, war die Überraschung dieser Europameisterschaft.
Sabine Winter
Die Mitglieder der Sportförderkompanie der Bundeswehr, Wu Jiaduo, Kristin Silbereisen (beide FSV Kroppach) und Sabine Winter (TSV Schwabhausen), verpassten mit dem deutschen Team um Bundestrainer Jörg Bitzigeio eine Medaille im Mannschaftswettbewerb nur knapp. Im Viertelfinale scheiterten die DTTB-Damen trotz einer überragenden Ivancan mit 2:3 an Ungarn. „Die Enttäuschung ist schon sehr groß“, erklärte Bundestrainer Bitzigeio nach dem Match. Seit 2007 (Bronze in Belgrad) wartet das Damen-Nationalteam, das 2010 bei der WM in Moskau sensationell Bronze gewonnen hatte, auf eine Medaille. In Danzig sprang letztlich ein versöhnlicher fünfter Platz heraus.
Im Einzel waren Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen vom Deutschen Meister Kroppach im Achtelfinale ausgeschieden. Silbereisen unterlag der späteren Siegerin Li Jiao (Niederlande) mit 1:4, Wu Jiaduo, die Europameisterin von 2009 in Stuttgart, hatte gegen die Rumänin Samara mit 3:4 das Nachsehen. Zwischenzeitlich hatte die deutsche Nummer eins mit 3:1 geführt. „Ich war anschließend nicht mehr mutig genug, habe zu zurückhaltend gespielt", sagte „Dudu“, die in Danzig aufgrund von körperlichen Beschwerden nicht ganz auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft war.
Im Doppel unterlagen die deutschen Duos Wu Jiaduo/Irene Ivancan und Kristin Silbereisen/Zhenqi Barthel jeweils im Viertelfinale. Sabine Winter kam nur in der Mannschaft zum Einsatz und zeigte im Platzierungsspiel gegen Polen eine starke Leistung. Die amtierende Deutsche Meisterin im Einzel und Doppel, Zhenqi Barthel (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim), schaffte im Einzel den Sprung in das Viertelfinale und bot dort der Lokalmatadorin Li Qian (Polen) bei der 2:4-Niederlage einen großen Kampf.
Text: www.tischtennis.de Fotos: Manfred Schillings, DTTB, SportFGrp Bw Köln