Sportfördergruppe Warendorf in neuen Händen – Ehemalige Fußballweltmeisterin übernimmt

Am 09.03.2022 übergab der Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr, Oberst Rüdiger Jorasch, das Kommando über die Sportfördergruppe Warendorf von Oberstabsfeldwebel Dietmar Mahrhold an Stabsfeldwebel Kerstin Stegemann.

Etliche der zumeist an ihren Olympiastützpunkten und in den Heimatvereinen trainierenden Sportsoldatinnen und Sportsoldaten der Sportfördergruppe Warendorf waren neben den Angehörigen der Sportschule der Bundeswehr angetreten, um ihren scheidenden Leiter zu verabschieden. Seit Juli 2017 verantwortete Oberstabsfeldwebel Mahrhold die Geschicke der rund 110 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aus etwa 20 Disziplinen und führte sie dabei immer wieder mit Augenmaß durch den sprichwörtlichen Spagat zwischen den Welten Spitzensport und Militär, wie Oberst Jorasch in seiner Rede hervorhob. Mahrhold, der als gelernter Kraftfahrzeugelektriker seine Anfänge in der Pioniertruppe machte, sei dabei immer ein hervorragender Motivator und Menschenführer gewesen. In seiner kommenden Verwendung zieht es den gebürtig aus der Altmark stammenden Mahrhold, der inzwischen in Weilerswist beheimatet ist, ins Rheinland. Er übernimmt dort in selbiger Funktion die Sportfördergruppe Köln und vereinbart auf diese Weise Familie und Beruf.

Oberst Jorasch (mittig) übergab den Staffelstab, hier ganz im Zeichen des Wintersports in Form einer Bobkufe, von Oberstabsfeldwebel Mahrhold (links) an Stabsfeldwebel Stegemann.

An seine Stelle tritt Stabsfeldwebel Kerstin Stegemann, die bisher die stellvertretende Leitung der Sportfördergruppe Warendorf übernommen hatte. Die ehemalige Weltklassefußballerin ist gewissermaßen ein Eigengewächs. Als ehemalige Spitzensportlerin kennt sie die Höhen und Tiefen des Sportlerlebens zu Genüge und wird in Zukunft ihren Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zugleich mit ihrer Ernennung zur neuen Leiterin der Sportfördergruppe durfte sich Kerstin Stegemann über ihre Beförderung freuen, wodurch sie ab April den Dienstgrad Oberstabsfeldwebel tragen darf.

Im Zuge der Übergabe der Sportfördergruppe wurden zwei bei den bei den Olympischen Winterspielen in Peking erfolgreiche Athleten der Sportfördergruppe Warendorf geehrt. Mit einem gewissen Erfolgsdruck fuhr Laura Nolte, die beim BSC Winterberg trainiert, zu den Olympischen Spielen nach Peking. Nach einem unglücklichen vierten Platz im Monobob war die Enttäuschung zunächst groß, aber dann überzeugte die 23-Jährige mit Nervenstärke und Können und blieb nach vier Umläufen zusammen mit ihrer Anschieberin Deborah Levi, 24 Jahre, im Zweierbob ungeschlagen. In drei Läufen fuhren sie zu Bestzeit. Im letzten Lauf reichten den Bobfahrerinnen ihr Vorsprung über fast acht Zehntelsekunden. Stabsunteroffizier Laura Nolte wurde damit zur jüngsten Olympiasiegerin der Bobgeschichte.

Der Kommandeur bedankte sich bei Olympiasiegerin Laura Nolte für die herausragenden sportlichen Leistungen.

Ein weiterer Athlet der Sportfördergruppe fuhr im überaus erfolgreichen Bob-Team des deutschen Olympiateams zu einer Medaille. Der ebenfalls dem BSC Winterberg angehörige Stabsunteroffizier und Feldwebelanwärter Matthias Sommer gewann in Peking als Anschieber von Kai Hafer die Bronzemedaille im Zweierbob-Wettkampf.

Text: Sportschule der Bundeswehr Warendorf

Fotos: Hubert Kemper/Bundeswehr

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