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Dienen über Generationen

Filed in Allgemein by on 6. Oktober 2013 0 Comments • views: 54

Soldat sein als FamilientraditionOLYMPUS DIGITAL CAMERA „Stillgestanden!“ Diesen Befehl wird Jäger Baralt in Zukunft öfter hören, denn der 20-jährige leistet seit Anfang Juli freiwilligen Wehrdienst im Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald. Auch sein Vater hat diesen Befehl schon oft bekommen, allerdings in einer anderen Sprache, denn er diente in der US Air Force und dort heißt der Befehl „Attention“. Raymond Anthony Baralt, 1945 geboren, trägt den Dienstgrad Lieutenant Colonel, vergleichbar mit dem deutschen Oberstleutnant. Er ist damals im Rahmen der Wehrpflicht und zu schwierigen Zeiten zum Militär eingezogen worden, denn es war die Zeit des Vietnamkriegs. Ein sehr prägendes Ereignis für ihn war der Rücktransport von 2 Gefangenen aus Nord Vietnam zurück in die Vereinigten Staaten. Baralt war Pilot des Flugzeugs und einer der freigelassenen Gefangenen war John McCain, bekannt als ehemaliger US- Präsidentschaftskandidat. Im Rahmen einer Stationierung in Deutschland lernte Raymond Anthony Baralt später eine deutsche Frau kennen. Auf den in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Sohn Carlos ist Baralt sehr stolz. Sein Sohn sei bereit für den Dienst in der Bundeswehr und es sei eine Ehre bei den Gebirgsjägern dienen zu dürfen, so Baralt. „Listen & Learn“ – „Zuhören und Lernen“. Das gibt der Vater seinem Sohn mit auf den Weg, denn das Lernen von den Vorgesetzten sei wichtig.

Für Carlos Baralt war der Soldatenberuf des Vaters definitiv ein Beweggrund zur Bundeswehr zu gehen, denn er ist stolz auf seinen Vater. Außerdem möchte er Deutschland dienen. Über Veränderungen des Militärs ist er sich jedoch bewusst. So sieht Jäger Baralt in der Veränderung von einer Wehrpflicht- zur Freiwilligenarmee das Risiko, dass die Distanz zwischen Bundeswehr und Gesellschaft größer werden könnte. Und auch bei neuartigen Bedrohungen wie Cyber Warfare oder ähnlichem, sind sich Vater und Sohn einig. Trotzdem möchte Carlos Baralt bei der Bundeswehr bleiben und denkt über die Laufbahn als Reserveoffizier oder Offizier nach. Für seine Entscheidung hat er noch ein wenig Zeit, denn vor ihm stehen noch rund 8 Monate als freiwillig Wehrdienstleistender.

Text: Marco Harter, Leutnant
Bild: Marco Harter, Leutnant

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