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Feldbogensport und 3D Bowhunter beim Deutschen Feldbogen Sportverband (DFBV)

Filed in Allgemein, Bogenschießen by on 6. November 2014 0 Comments • views: 245

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Bogenschießen kennt man eigentlich nur von den Olympischen Spielen. In Weiß gekleidete Damen und Herren stehen auf einer großen Wiese in einer Reihe und schießen mit Hightech-Präzisionsgeräten auf runde Scheiben. Feldbogensport hingegen findet wirklich in Wald und Feld statt. Die Sportler folgen hierbei einem markierten Weg, der oft querfeldein durch den Wald führt. Die „Deutsche Meisterschaft Feld und Jagd“ besteht aus 28 Zielen und geht über drei Tage.

Am ersten Tag wird eine Feldrunde auf runde Scheiben mit Distanzen bis 80 Yards geschossen. Am zweiten Tag findet eine Jagdrunde, ebenfalls auf runde Scheiben, mit einer maximalen Distanz von 70 Yards statt. Der Abschluss ist eine Runde auf Tierbilder mit höchstens 60 Yards. Die Bogensportler gehen in kleinen Gruppen von Ziel zu Ziel, schießen nacheinander und schreiben ihre Punkte auf. Es gibt keine bessere Kontrolle, als die konkurrierenden Schützen.

Diese Art des Bogensports erfordert nicht nur mentale Stärke, sondern je nach Gelände auch körperliche Leistungsfähigkeit. Es ist eine logische Konsequenz, dass diese Sportart naturverbundene Menschen anspricht.

Der DFBV beschränkt sich nicht auf eine Bogenklasse. Es gibt zwölf Stilarten, die vom Compound Bogen bis zum primitiven Holzbogen alles umfassen. Ob Mann, Frau, Senioren oder Kinder, jeder findet hier seinen Platz. Bedenkt man, dass in der Feldrunde Distanzen bis 80 Yards zu schießen sind, so ist die Leistung, ohne jede Zielvorrichtung am Bogen zu schießen, umso höher zu bewerten.

Die Natürlichkeit dieses Sports und die Kompetenz der Parcoursbauer haben dem Bogensport in den letzten Jahren zu einem positiven Aufschwung verholfen. So fanden Turniere und Meisterschaften in Naturschutzgebieten, Tierparks und Touristenzentren statt. Der sanfte Umgang mit der Natur und die Einstellung, dass man nach der Veranstaltung nicht sehen darf, dass vor zwei Tagen hier noch 500 Menschen waren, lässt die Bogensportler zu gern gesehenen Gästen werden.

Eine weitere Disziplin des DFBV ist die „Deutsche Meisterschaft Bowhunter“. Sie findet nach dem gleichen Prinzip wie der Feldbogensport statt. Die Distanzen sind jedoch kürzer und man verwendet 3D Tiernachbildungen als Ziele. Der Wettkampf geht über zwei Tage. Diese Art des Bogensports erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wurde inzwischen vom Schützenbund für seine Mitglieder entdeckt. Es gibt unzählige Vereine die diese Art des Bogensports betreiben und Turniere durchführen. Ein Verzeichnis von Vereinen und einen Turnierkalender finden Sie im Internet unter www.bogenschiessen.de, Informationen zum DFBV unter www.dfbv.de.

Um das Angebot für die Mitglieder abzurunden wird eine Hallenmeisterschaft angeboten. Die Hallendistanz beträgt 20 Yards. Diese Meisterschaft ist ebenfalls für alle Klassen offen.

Der DFBV ist dem internationalen Verband IFAA angeschlossen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit an internationalen Meisterschaften teilzunehmen. In diesem Jahr fand die „Europameisterschaft Bowhunter“ (EBHC) in Frankreich statt und im nächsten Jahr richtet Ungarn die Weltmeisterschaft (WBHC) aus. Für die nationalen wie internationalen Meisterschaften gibt es kein Qualifikationsverfahren. Es kann jedes Mitglied des Verbandes teilnehmen. Wer glaubt dass dadurch die Chancen auf einen Sieg steigen der irrt sich. In allen Bogenklassen sind Leistungsstarke und Leistungsorientierte Schützen am Start. Gerade die Bogenklassen die bei anderen Verbänden nicht berücksichtigt werden, sind beim DFBV durch besonders Leistungsfähige Schützen vertreten.
Wer den Vergleich in seiner Bogenklasse sucht kann sich hier messen.

Für alle, die schon Bogensport betreiben, gibt es etliche Messen die es ermöglichen, Händler kennen zu lernen, Neuheiten zu entdecken und einen Überblick über den „Markt“ zu erlangen. Eines der ausgewogensten Angebote bietet die ARCCON in Mannheim, unter www.archery-convention.com finden Sie nähere Informationen.

Text und Fotos: Sabine Wolf

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