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Mil-Tri-Cup 2016 in Sassenberg mit CISM Euro-Cup

Filed in Allgemein, Triathlon by on 6. September 2016 0 Comments • views: 102

Jedes Jahr organisiert die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, eingebettet in den bekannten Sassenberger Triathlon, den CISM Euro-Cup Triathlon in Verbindung mit dem Mil-Tri-Cup – der Deutschen Militärmeisterschaft im Kurztriathlon.

Die Soldaten bewältigen über die olympische Distanz hierbei  zuerst 1.500 Meter Schwimmen, 44 Kilometer Radfahren und einen abschließenden 10 Kilometerlauf. Am 07.08.2016 war es wieder soweit. Soldaten aus 9 Ländern fanden sich in Warendorf ein um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Highlight des Tages war der Sieg der Bundeswehrauswahlmannschaft Triathlon in der Mannschaftswertung des CISM Euro-Cup

Tolle Organisationsleistung im Vorfeld

Zusammen mit dem zivilen Veranstalter wurden über das ganze Jahr die organisatorischen Abläufe rund um das Rennen geplant. Das Team der Sportschule Bw leistete gute Arbeit und versendete viele Einladungen an CISM-Delegationen diverser Mitgliedsländer.

Wie üblich am ersten Augustwochenende, trafen sich dann auch dieses Jahr viele Soldaten der Bundeswehr und befreundeter Streitkräfte um am Sassenberger Triathlon rund um den Feldmarksee  teilzunehmen. Besonders erfreulich war die Teilnahme vieler ausländischer CISM-Teams die zum Teil weite Anreisen auf sich nahmen um an den Start zu gehen, wie z.B. Kanada oder Finnland.

Unmittelbare Wettkampfvorbereitungen

Viele Nationen reisten schon ein paar Tage vor dem eigentlichen Wettkampf an um sich zu akklimatisieren und zu trainieren. Logistisch unterstützt wurden die weit angereisten Soldaten hierbei vom Personal der Sportschule der Bundeswehr. In der Sportschule selbst und rund herum im wunderschönen Münsterland fanden die Triathleten optimale Bedingungen vor um zu trainieren. Die Wettkampfstrecke am Feldmarksee im Naherholungsgebiet Sassenberg wurde gründlich begutachtet und die schwierigen Stellen zu Wasser und zu Land inspiziert.

Teammanager Oberstabsbootsmann Lars Apitz (rechts).

Teammanager Oberstabsbootsmann Lars Apitz (rechts).

Hochkarätige Starterliste

Auf der Starterliste fanden sich viele erfahrene Triathleten wieder. Darunter viele Teilnehmer der Military World Games 2015 in Korea. Besonders spannend sollte die Entscheidung um die Mannschaftswertung werden. Das deutsche Team – Sieger im ersten CISM- Regionaltunier 2016 in Biddinghuizen/NL – musste krankheitsbedingt ersatzgeschwächt an den Start gehen.  Die Seriensieger aus Belgien waren stark einzuschätzen, ebenso wie das Team aus Kanada. Viele Mannschaften wollten den Triathlon auch dazu nutzen um sich auf die 2017 hier stattfindenden Militärweltmeisterschaften vorzubereiten

On your marks…

11:25 am Sonntagmorgen. Die Triathleten beenden die Startvorbereitungen, denn in 5 Minuten geht es los. Der Veranstalter und das Kampfrichterteam gehen den Wettkampf noch einmal mit den Athleten durch. Welche Regeln sind zu beachten( Windschattenfahrverbot auf dem Rad!)? Die  Streckenführung wird noch einmal erklärt und das internationale Startprozedere geprobt. Die Anspannung steigt und die Sportler machen sich bereit. „On your marks“,brüllt der Wettkampfrichter. Das gesamte Starterfeld tritt einen Schritt vor …Peng!

Mehr als 2 Stunden Höchstleistung

Das Rennen ist gestartet und die Soldaten stürzen sich in das Wasser, 20,3 Grad hat die offizielle Messung ergeben. Den Sportlern ist somit der Wärme und Auftrieb spendende Neoprenanzug erlaubt. Zwei Runden, insgesamt 1.500 Meter gilt es nun zu absolvieren bevor das Rad aus der Wechselzone geschoben werden darf. Die starken Schwimmer aus Finnland konnten die erste Disziplin für sich entscheiden, aber der Rückstand der Verfolger war gering. Schnell begann ein spannender Kampf um die Spitze. Auf Zwei Runden führte der Kurs die Teilnehmer durch das Münsterland. Nach ca. 90 min erreichten die ersten Starter die zweite Wechselzone. Lieto Panu und  Alexander Brennecke aus Deutschland begannen den abschließenden 10 Kilometerlauf gemeinsam als erste, dicht gefolgt von der großen Gruppe der Verfolger.  Als Brennecke die Führung übernahm hofften viele Zuschauer auf einen Heimsieg des deutschen Soldaten. Die schnellen Läufer Alex Boule aus Kanada und Hans Moonen aus Belgien konnten Brennecke aber auf den letzten Kilometern noch abfangen. Nach 2: 02,37 Stunden kommt Alex Boule aus Kanada vor Hans Moonen von den belgischen Streitkräften als Sieger ins Ziel. Als bester Deutscher mit nicht mal einer Minute Rückstand erreichte Oberfähnrich Alexander Brennecke das Ziel auf dem Bronzerang. Auf Platz 4 kam nach einem kämpferischen Rennen Fahnenjunker Timo Schaffeld ins Ziel. Stabsunteroffizier Maximilian Meißner landete auf Rang 6.  Die Teamwertung (Zeitaddition der drei Besten Sportler eines Teams) konnte die CISM-Auswahlmannschaft aus Deutschland somit vor Kanada und Belgien für sich entscheiden.

Das Damenrennen war ähnlich stark besetzt. Das Team aus Polen war wie gewohnt mit einer Weltklasse-Mannschaft angereist. Auch Kanada, die Niederlande und Deutschland hatten ein schlagkräftiges Team vorzuweisen. Nach 2:16,13 Stunden hieß die Siegerin Paulina Kotfica aus Polen. Sie gewann das Rennen eindrucksvoll vor der starken Niederländerin Andrea Jochems und ihrer Landsfrau Hanna Kazmierczak. Beste Deutsche wurde Hauptmann Conny Sander auf Rang 6. Oberst Maul, Kommandeur der Sportschule Bw Warendorf,  zog bei der Siegerehrung ein zufriedenes Fazit und bezeichnete die Veranstaltung als gelungen.

Aufbau eines Europäischen Wettkampfkalenders

Ziel der weiteren Zusammenarbeit der Europäischen Teamleiter der Sportart Triathlon ist es, eine europäische Rennserie aufzubauen. Bis jetzt messen sich die CISM-Teams bei regelmäßig stattfindenden CISM- Regionalturnieren in Belgien Deutschland und den Niederlanden. Zudem treffen sich die Mannschaften aus aller Welt regelmäßig bei Militärweltmeisterschaften. Weitere Wettkämpfe und ein gemeinsamer Wertungsmodus in Europa sind geplant.

Friendship Through Sports

Gemäß dem CISM-Motto:“ Friendship Through Sports“ genossen alle internationalen Teilnehmer das Beisammensein rund um das Wettkampfwochenende. Die Teams kennen sich teilweise schon seit vielen Jahren und verbinden eine gute Freundschaft miteinander. Den  Austausch mit Soldaten befreundeter Streitkräfte bei Wettbewerben unter der CISM-Flagge kann man insgesamt als großen Gewinn für die Bundeswehr einstufen.

Die Sportschule Bw in Warendorf hat sich wiederholt als guter Gastgeber präsentieren können und wird allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Spätestens 2017 wartet die nächste Bewährungsprobe: Die Militärweltmeisterschaften im Triathlon werden dann in Deutschland ausgetragen. Die Sportschule Bw kann sich wieder einmal auf Gäste aus der ganzen Welt freuen.

Text: Oberfähnrich Alexander Brennecke

Fotos: Björn Rapelius

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